"Beasts of the Southern Wild": Sie war sechs, als die Welt unterging

AP / Fox Searchlight PicturesDer Film war spottbillig, die Stars sind Laien - doch "Beasts of the Southern Wild" ist ein Meisterwerk, das Poesie mit Politik vereint. Es handelt von einer Sechsjährigen, Hurrikan Katrina, einer Gemeinschaft in Not und einem Staat, der erst eingreift, als alles verloren ist.

http://www.spiegel.de/kultur/kino/fi...-a-872566.html
  1. #1

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    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Der Film war spottbillig, die Stars sind Laien - doch "Beasts of the Southern Wild" ist ein Meisterwerk, das Poesie mit Politik vereint. Es handelt von einer Sechsjährigen, Hurrikan Katrina, einer Gemeinschaft in Not und einem Staat, der erst eingreift, als alles verloren ist.

    Film Beasts of the Southern Wild thematisiert Katrina - SPIEGEL ONLINE
    Für den Film habe ich mich extra informiert, wo in Düsseldorf das Atelier Kino im Savoy ist. Der Trailer hat mich schon vor Wochen vom Hocker gerissen und das Laiendarsteller durchaus achtbare Werke schaffen, habe ich selber bei "The Wire" erlebt.
  2. #2

    Legendenbildung

    "Katrina" war kein Jahrhundertsturm, sondern nach dem Erreichen der Landnähe nur noch ein schlapper Stärke-3-Hurricane. Und New Orleans wurde nicht vom Sturm zerstört, sondern von einbrechendem Wasser, nachdem der mit jedem Tropensturm einhergehende Dauerregen die von den dafür verantwortlichen Behörden vernachlässigten Deiche durchweicht und zum Nachgeben veranlaßt hatten.
  3. #3

    20.12.2012 ;-)

    Dass dieser Film an diesem Datum anläuft, wird verhindern, dass am nächsten Tag die Welt untergeht. Hushpuppy hat einfach Recht... ;-)

    Reingehen. Tut euch den Gefallen. Wo man kann, in die O-Ton Fassung. Aber jedenfalls reingehen. Die beste Therapie gegen Blockbusterittis und mein Lieblingsfilm 2012.
  4. #4

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    Zitat von KlausErmecke Beitrag anzeigen
    "Katrina" war kein Jahrhundertsturm, sondern nach dem Erreichen der Landnähe nur noch ein schlapper Stärke-3-Hurricane. Und New Orleans wurde nicht vom Sturm zerstört, sondern von einbrechendem Wasser, nachdem der mit jedem Tropensturm einhergehende Dauerregen die von den dafür verantwortlichen Behörden vernachlässigten Deiche durchweicht und zum Nachgeben veranlaßt hatten.
    Richtig. Laut David Simon haben die Behörden den Deich vorab nicht repariert, weil das betroffene Gebiet mehrheitlich von Schwarzen bewohnt wurde. Aber es ist bezeichnend, dass die Medien diese Version immer noch verbreiten.
  5. #5

    Zitat von frubi Beitrag anzeigen
    Richtig. Laut David Simon haben die Behörden den Deich vorab nicht repariert, weil das betroffene Gebiet mehrheitlich von Schwarzen bewohnt wurde. Aber es ist bezeichnend, dass die Medien diese Version immer noch verbreiten.
    Man könnte auch sagen, das sei Erbsenzählerei. Natürlich waren die grössten Schäden Folge der gebrochenen Deiche und der Überflutungen. Nur wären die Deiche nicht gebrochen und es hätte keine Überschwemmungen gegeben, hätte "Katrina" nicht geblasen. Ob das nun ein Jahrhundertsturm war oder "nur ein Orkan3" ist dabei völlig nebensächlich. Für die Ertrunkenen und die Überlebenden, die auf den Trümmern iihrer Existenz standen, war das sowas von egal... Nicht egal war natürlich, dass die Rettungs- bzw. Sanierungsarbeiten unterblieben, weil die bedrohten Gebiete weder vom weissen Mittelstand noch von der Oberschicht bewohnt wurden. Trotzdem: ohne "Katrina"....
  6. #6

    rein gehen

    Ich habe den Film schon 2mal auf dem Braunschweiger Filmfest gesehen - er ist einfach überwältigend schön! Ich kann auch niemandem raten, auf die DVD zu warten, das muss man auf ganz großer Leinwand im Kino gesehen haben. Den Film beschreiben zu wollen, das sollte man einfach lassen, es ist zum Scheitern verurteilt, man sollte sich ihn wirklich anschauen, er wirkt wie ein Rausch, man kann das nicht erklären.
  7. #7

    Silvester

    Oh fein, der Film kommt in meiner Gegend am 31. bei Redbox raus. Der Silvesterabend ist gerettet.