Schulmassaker in Newtown: US-Senatoren wenden sich von Waffenlobby ab

AFPNach dem Massaker von Newtown debattieren die USA über ein schärferes Waffenrecht. Zwei US-Senatoren, die bisher stets zu den Unterstützern der mächtigen Waffenlobby gehörten, schlagen sich nun auf die Seiten der Kritiker. Politiker erwägen bessere Kontrollen und Verbote von Sturmgewehren.

Amoklauf in Newtown: Hoffnung auf schärferes Waffenrecht wächst - SPIEGEL ONLINE
  1. #1

    Entrechtung Aller, eine Lösung?

    Aufgrund der kriminellen Energie eines Einzelnen sollen Millionen von Bürgern entrechtet werden, Und das wird dann als heilsbringende Lösung verkauft.

    DIe Aushöhlung von Bürgerrechten wird wohl kaum für mehr SIcherheit sorgen. Hat sie noch nie. Wird sie nie!
  2. #2

    6 verheerende Amokläufe in D, 16 in USA?

    Wenn ich die Liste der verheerendsten Amokläufe anschaue, sehe ich 6 in Deutschland und 16 in den USA stattgefundene.
    Gemessen an der Bevölkerungszahl bin ich hier anscheinend nicht weniger gefährdet als dort.
    Wieviele Leute kommen aber hier insgesamt durch Schusswaffen um? Vermutlich viel weniger als 10.000, was den US-Verhältnissen entsprechen würde.
    Hier bringt man sich lieber mit Autos um - was dem Ami sein Sturmgewehr, ist dem Deutschen die freie Fahrt für freie Bürger...
  3. #3

    Jeder Schritt zählt

    Es wäre ja schon mal eine Maßnahme Sturmgewehre und große Magazine (wieder) zu verbieten. Das Argument sich "verteidigen" zu wollen bekommt man aus den US-Bürgern wohl kaum heraus, aber sich mit einem Sturmgewehr zu verteidigen ?? Braucht man sicherlich nicht für einen Durchnittseinbrecher. P.S. 3 Mio der NRA für den Wahlkampf sind ja wirklich etwas wenig Blutgeld ... hat ja nicht weit entfernt irgendwie was mit 30 Silberlingen zu tun ...
  4. #4

    albern

    Kann mal bitte jemand Hirn dazugeben? Die US amerikanische Gesellschaft, Kultur und Lebensweise fusst zum einen darauf, die eigene, fundamentalistisch-religiös geprägte Wertordnung als das Recht des Stärkeren mit Waffengewalt durchzusetzen. Innerhalb wie ausserhalb der USA. Zum anderen beruht sie auf Business. Dass das für die meisten in den USA vertretenen Religionen ein innerer Widerspruch ist, geschenkt.

    Glaubt denn tatsächlich irgendwer, dass sich wegen ein paar toter Kinder die USA ihrer beiden Fundamente berauben? Für die Bewältigung individueller Katastrophen gibt es in den USA eben die Kirchen, für die Bewältigung kollektiver Traumata den Patriotismus. Wenn jetzt irgendein Senator die Welle der öffentlichen Meinung surft - ja mei. Er ist halt ein Politiker, und morgen hat er eine andere Meinung.
  5. #5

    Tja, die Spochtschützen

    stellen hier wie dort eben Wähler dar - da kann man von der Politik nicht viel erwarten...
  6. #6

    Das Mittelalter ist vorbei.

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Nach dem Massaker von Newtown debattieren die USA über ein schärferes Waffenrecht. Zwei US-Senatoren, die bisher stets zu den Unterstützern der mächtigen Waffenlobby gehörten, schlagen sich nun auf die Seiten der Kritiker. Politiker erwägen bessere Kontrollen und Verbote von Sturmgewehren.

    Amoklauf in Newtown: Hoffnung auf schärferes Waffenrecht wächst - SPIEGEL ONLINE
    Dies ist das erste Spiegel-Forum zu diesem weltbewegenden und wichtigen Thema, das seit Tagen die Schlagzeilen beherrscht. Gut, dass man die Diskussion endlich eröffnet hat und sich von der Selbstzensur und vom Ausschluss des Bürgerwillens verabschiedet.

    Fakt ist, dass die Waffenlobby seit 100 Jahren das gleiche predigt und die Massaker nicht abgenommen haben, trotz aller Aufrufe zum Gebet und zur Selbsteinsicht. Jetzt ist es an der Zeit, auch in den USA zivilisatorische Maßnahmen zu ergreifen und das Land endlich auch ethisch in die Moderne zu führen. In eine freie Gesellschaft auf hohem zivilisatorischen Niveau gehören nun mal keine Waffen, das zeigen alle anderen Staaten der Welt. Sicher ist, dass Morde auch mit Messern begangen werden können, aber nun mal keine blitzschnellen Massenmassaker an kleinen Kindern.

    Wer das nicht endlich einsieht, dem sind die Kinder schlichtweg egal und zwar um des Mammons willen. Das sofortige Verbot von Sturmgewehren und Großmagazinen sowie großkalibrigen Schnellfeuerpistolen für jedermann außerhalb der Armee wäre ein erster wichtiger Schritt in Richtung auf eine Zivilisation hin. Die Schergen der Waffenlobby wird das nicht schädigen. Wer ballern will, kann das auch mit Kleinkalibern und Plastikmunition.

    Im übrigen hängt auch die Argumentation der Waffennarren reichlich schief. Wenn die Waffenlobby die Republikaner mit Abermilliarden unterstützt und diese trotzdem nicht gewählt werden, dann dürfte der Wille des Volkes doch mehr als klar zutage getreten sein. Obama hat nichts zu verlieren, er sollte umgehend ein scharfes Waffengesetz verabschieden lassen. Das Volk will es.
  7. #7

    Das Recht der Stärkeren...

    Die US-Waffen-Lobby hat vollkommen Recht: ein Verbot von Waffen verhindert nicht, dass psychisch kranke Menschen ausrasten.
    Dass dieses Ausrasten aber erst durch den einfachsten Zugang zu Waffen wie Sturmgewehren so furchtbare Konsequenzen hat, soweit denken die Waffennarren der NRA nicht. Das Wort Waffen-NARREN sagt es ja bereits, Vernunft kann man da wohl kaum erwarten.
    Eine menschliche Gesellschaft zeichnet sich dadurch aus, dass sie die schwächsten Mitmenschen (Kinder, Minderheiten, Behinderte, etc.) besonders schützt. Als der zweite Verfassungszusatz geschrieben wurde, ging es nicht um Menschlichkeit, es ging schlicht um das Recht des Stärkeren. Aus der damaligen Zeit heraus kann man das vielleicht sogar verstehen. Heute ist diese Argumentation einfach nur noch armselig. Und traurig.
  8. #8

    Jeder ist sich selbst der nächste …

    Nimmt man die US-amerikanische Mentalität einmal ernst, dann würde es sehr viel näher liegen allen Vorschulkindern den Umgang mit Schusswaffen beizubringen und sie bei Eintritt in die Schule mit Schusswaffen ausrüsten. Selbstverständlich hätten auch die Lehrer Schusswaffen. Das fördert Selbstvertrauen und … Darüber hinaus würde – so wurde das vor einigen Tagen aus Brüssel verkündet – das Wirtschaftswachstum angekurbelt, denn der Ausbau der Rüstungsindustrie im Kontext der Verteidigung fördert technische Innovationen und Wirtschaftswachstum (das war und ist die Meinung der Brüsseler Eurokraten !! – und die müssen es ja wissen).
    Wo also ist das Problem, könnte man fragen.
  9. #9

    Vermutlich hätte der Amokläufer das alles nicht gemacht, wenn es kein Sturmgewehr gegeben hätte... als ob es wirklich einen Unterschied macht, ob man jemanden mit einem Sturmgewehr, einer Pumpgun, einer MP oder einer voll- bzw. halbautomatischen Handfeuerwaffe den Schädel wegballert...