Studie zu Geburtenrückgang: Deutschland im Baby-Blues

DPADer Staat pumpt Milliarden in die Familienförderung, doch mehr Kinder werden nicht geboren. Jetzt zeigt eine aktuelle Studie, warum die Bundesbürger auf Nachwuchs verzichten: Grund sind alte Rollenbilder - und der Wunsch nach Selbstverwirklichung.

http://www.spiegel.de/politik/deutsc...-a-873338.html
  1. #80

    Selten so einen Blödsinn gelesen?

    Zitat von gog-magog Beitrag anzeigen
    Selten so einen Blödsinn gelesen. Ein Kind hat man ein Leben lang, eine KiTa braucht man an 5 Tagen die Woche für ein paar Stunden. Wenn die KiTa fehlt, dann gibt es noch weniger Kinder, weil die Eltern dann hungern, wenn sie Kinder haben. Wer da von "abschieben" faselt, der muss gehörig einen an der Waffel haben.
    Die Kita braucht man 5 Tage die Woche genau so lange, wie das Kind wach ist, damit es nicht stört beim Steuern verdienen.
    Die Eltern hungern, wenn es keine Kita gibt?!!!! Die Eltern hungern, weil unser ganzes System mittlerweile so marode ist, daß quasi ALLE arbeiten MÜSSEN, damit es weitergeht und nicht kollabiert!
    Und damit das stattfinden kann werden die Kinder sehrwohl "abgeschoben" und zwar 5/7 ihrer Kindheit in Kitas, Ganztagsschulen und Ferienbetreuungen....
  2. #81

    Jammerei

    Wir haben drei Kinder und ich kann einen Grossteil des Gejammeres nicht nachvollziehen:

    1. Wir sind niemals irgendwie schräg angesehen worden wegen der drei Kinder. Im Gegenteil sind die positiven Reaktionen weit mehr als die negativen.
    2. Geld gibt es genug. Bei drei Kindern schon um die 500€ Kindergeld/Monat. Dazu noch Erziehungsgeld und und und.
    3. Irgendwie haben wir auch keine grundsätzlichen Probleme mit den Kindergartenplätzen.

    Die meisten Probleme sind letztlich Kleckerkram die sich lösen lassen. Allerdings sind auch fast alle Probleme letztlich von staatlichen Stellen erzeugt. Die Regeln für die Kindergartenbeteeuung kann sich teilweise nur ein Idiot ausgedacht haben (z. B. dass die Vorschule grundsätzlich nachmittags stattfindet, Halbtagskinder können die also nicht besuchen). Oder dass man zwar eine Garage bauen darf, um ein zusätzliches Auto unterzubringen, aber kein zusätzliches Zimmer für ein Kind. Die artgerechte Haltung von Autos ist unserem Staat offensichtlich mehr wert als die artgerechte Haltung von Kindern.
  3. #82

    Zitat von f_aus_m Beitrag anzeigen
    Alles Unsinn: Es ist der Schiß vor dem Leben und die Angst vor der Verantwortung und der Glaube an die ewige Jugend. Solange all diese Zivilversager a la Künast, Schwarzer, Will, Roth (gerade heute wider in div. Shows) als erfolgreiche Frauen vorgeführt werden), kann auch kein vernünftíges Welt- Frauen- und Selbstbild herauskommen. Apropos? Frauenquote? Das ich nicht lache. Kinderquote muß es heißen! Sonst werden auch noch Väter gegenüber kinderlosen Karrierefrauen benachteiligt.
    Kinder sollten in der Vergangenheit bestimmte Aufgaben übernehmen. Man benötitgt kaum noch Azubis oder Menschen, die sich um "Hof und Gut" kümmern. Der Staat ist zum Rundumversorger geworden. Das ist die Realität.
  4. #83

    :(

    man soll heute flexibel sein,in allem.
    mit kindern gelingt das oft nicht. man braucht nunmal ein gewisses maß an kontinuität (geld,arbeit)mit kindern um wenigstens etwas planen zu können.
    außerdem sind kinder in deutschland immer noch ein hohes armutsrisko.
    unsere gesellschaft frist nun mal seine kinder und wird deshalb am ende so nicht überdauern.
    auch ist das rollenbild und die karriereplanung im osten nicht so fest wie im westen und trotzdem bekommen sie dort noch weniger kinder,obwohl viele gerne welche hätten. diese ursachen für den geburtenrückgang sind nur vorgeschoben in meinen augen.
  5. #84

    Wir können und Kinder nicht leisten. Trotz guter Uniabschlüsse leben wir flexibel mit Zeitverträgen. Und mit kleinen Kindern ziehe ich nicht um. Wir pendeln Beide zum Job und können zeitlich und finanziell nicht da wohnen, wo wir möchten. Jeden Tag zwei Stunden Arbeitsweg, das reicht.
    Leben wollen wir eigentlich anders. Wir arbeiten gerne aber auch diese Studie ist eine Farce. Die Lebenswelt in meinem Bekanntenkreis mit wenig Kindern sieht anders aus. Kinder gibt es da, wo die Frau es sich finanziell erlauben kann für die Kinder auf die Arbeit zu verzichten. Als Wunsch. Und die Frauen sind sich einig, das die Entscheidung die richtige war. Kein Job der Welt kann so befriedigend sein, wie die eigenen Kinder. Wenn man das will und kann. Job oder Karriere, das ist auch klar. Aber das ist eine Entscheidung. Alles andere ist eine Illusion die dann Mängel erzeugt. Bei der Erziehung oder im Job. Sagen mir die Leute die es probiert haben. ;-) Behaltet eure Politik. Ihr habt es so gewollt, also beschwert euch nicht über zuwenig Kinder. Das ist das System in dem wir Leben.
  6. #85

    Zitat von f_aus_m Beitrag anzeigen
    Apropos? Frauenquote? Das ich nicht lache. Kinderquote muß es heißen! Sonst werden auch noch Väter gegenüber kinderlosen Karrierefrauen benachteiligt.
    Dem ist schon längst so. Väter, selbst alleinerziehende Väter werden im öffentlichen Dienst nachrangig eingestellt. Frauen, selbst kinderlose Frauen, dagegen bevorzugt.
  7. #86

    Zitat von DenkZweiMalNach Beitrag anzeigen
    ... wie die Dinosaurier. Der "Westen" stellte vor kaum mehr als 100 Jahren etwas grob gesagt die Mehrheit der Weltbevölkerung.
    Das Blatt hat sich gewendet seit es eigentlich nur noch einen gesellschaftlichen Wert gibt: Geld. Wer Rollenbilder und Werte zerbricht, dafür aber nichts Neues schafft - der fährt die Ernte des Hedonismus ein. Das ist im Feminismus genau gleich wie bei Gier-Bänkern. Kinder stören da nur (zumal wenn mehr als 2).
    Im ach so hedonistischen Iran ist die Geburtenziffer seit Mitte der 80er von rund 6 auf 1,65 gefallen, im ebenfalls sehr westlichen Saudi-Arabien von über 7 auf aktuelle 2,7 mit weiter stark fallender Tendenz. In Ostasien liegen die Geburtenziffern ohnehin nicht höher als in Europa und Indien ist mittlerweile auf 2,6 gefallen. Das ist kein deutsches oder europäisches, sondern ein globales Phänomen.
  8. #87

    Kinder? Egal! Was kostet die Welt! ;)

    Die Gründe, warum gebildete Frauen und Männer auf Kinder verzichten, mögen vielfältig und sehr individuell sein. Dennoch scheint meiner Beobachtung zufolge pure Existenzangst das Hauptmotiv zu sein. Denn schauen sie sich doch mal um, wer in Deutschland es noch wagt (oder vielleicht auch gar nicht so viel darüber grübelt) Kinder zu zeugen! Und was bitteschön ist durch Zuwanderung gewonnen, wenn der Bildungsgrad dabei keine Rolle spielt? Irgendwo habe ich mal gehört und fühle mich daran erinnert: „Der Kapitalismus frisst seine Kinder“… wohl auch wahr.
  9. #88

    Etwas fehlt

    Zitat von _gimli_ Beitrag anzeigen
    Ich bin sehr glücklicher Vater zweier Kinder, trotzdem lege ich meiner Tochter (12 Jahre alt) schon heute sehr ans Herz, sich später genau zu überlegen, ob sie Kinder haben möchte.
    Kinder spenden nicht nur Glück, sie sind auch Belastung und viele Frauen ziehen heute halt Karriere, Freiheit und materiellen Wohlstand dem mühsamen Weg der Kindererziehung vor. Würde ich an ihrer Stelle genauso machen, obwohl ich mich sehr aktiv in die Kindererziehung einbringe (oder vielleicht genau deshalb, denn ich weiß, wieviel Zeit das in Anspruch nimmt).

    Der Staat kann machen was er will, wenn Frauen rational überlegen, wird sich immer ein großer Teil, gerade der gebildeten Frauen, gegen Kinder entscheiden. Kinder lassen sich sehr schwer bis gar nicht mit dem Arbeitsalltag eines Projektleiters oder Managers in Einklang bringen. Und diese Berufsbilder sind nun mal das Ziel vieler Uni-Absolventen.
    Das ist mit Sicherheit sachlich völlig richtig.
    Aber es gibt noch eine andere Seite.
    Auch wenn wir mittlerweile so "hochmodern" leben und allzeit völlig "vernetzt" sind, können wir uns unseren doch immer noch innewohnen Urinstinkten nicht völlig entziehen.
    Ich treffe beruflich öfter auf kinderlose Frauen jenseits der 40.
    In meinem natürlich subjektivem Empfinden sehe ich etwas, das all diese Frauen gemeinsam haben.
    Es ist eine gewisse Leere in ihrem Blick, eine subtile Traurigkeit, ein Ausdruck fehlender Erfüllung.
    Manche überdecken das mit einer gewissen Härte, die sie ausstrahlen, aber es nützt nichts; etwas fehlt...
  10. #89

    Kinder? Egal! Was kostet die Welt! ;)

    Die Gründe, warum gebildete Frauen und Männer auf Kinder verzichten, mögen vielfältig und sehr individuell sein. Dennoch scheint meiner Beobachtung zufolge pure Existenzangst das Hauptmotiv zu sein. Denn schauen sie sich doch mal um, wer in Deutschland es noch wagt (oder vielleicht auch gar nicht so viel darüber grübelt) Kinder zu zeugen! Und was bitteschön ist durch Zuwanderung gewonnen, wenn der Bildungsgrad dabei keine Rolle spielt? Irgendwo habe ich mal gehört und fühle mich daran erinnert: „Der Kapitalismus frisst seine Kinder“… wohl auch wahr.