Warum Weihnachtsgeschenke ökonomischer Unsinn sind: "Wer schenkt, muss leiden"

DPAWofür der ganze Stress und das viele Geld? Weihnachtsgeschenke lassen zwar die Einzelhändler jubeln, sind aber trotzdem Unsinn, jedenfalls aus ökonomischer Sicht, sagt Achim Wambach. Der Wirtschaftsprofessor rät ganz unromantisch: Schenkt euch Gutscheine und Geldbündel!

http://www.spiegel.de/unispiegel/job...-a-871972.html
  1. #1

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Wofür der ganze Stress und das viele Geld? Weihnachtsgeschenke lassen zwar die Einzelhändler jubeln, sind aber trotzdem Unsinn, jedenfalls aus ökonomischer Sicht, sagt Achim Wambach. Der Wirtschaftsprofessor rät ganz unromantisch: Schenkt euch Gutscheine und Geldbündel!

    Weihnachtsgeschenke: Schenken ist ökonomischer Unsinn - SPIEGEL ONLINE
    Reichts, wenn ein Forist den Werteverfall anprangert, das Geld als treibende Kraft verflucht, die Ideenlosigkeit unserer Zeit verurteilt oder muss da jetzt wieder seitenlang Forenfreude in Form von Redundanz erzeugt werden?
  2. #2

    Weniger Konsumwahn, mehr Weihnachten

    Krampfhaft nach Geschenken suchen ist doof. Man sollte (in Absprache) auf überflüssige Geschenke verzichten. Es sollte (längerfristig) zur guten Sitte werden, an Weihnachten nicht mehr benötigtes aber noch brauchbares wegzugeben, z.B. an staatliche Sammelstellen, die dann geeignetes an Arme (auch in anderen Ländern) weiterreichen und zum Verschenken ungeeignetes dem Recycling zuführen. (imho)
  3. #3

    was für ein Schwachsinn, und das von einem VWL-Professor...

    Die Argumentationen die der Prof bringt, haben keine eindeutige Analogie und sind damit sehr fiktif. Zum Beispiel, er behauptet, wenn wir eine stunde nach einem Geschenk suchen, msste man die verbrauchte Zeit als Opportunitätskosten auf den Kaufpreis aufsummieren, abhängig davon was man sonst normalerweise in einer Stunde verdient; - da ist schon der erste Fehler, denn man arbeitet nicht jede freie Minute um Geld zu verdienen, sondern hat meißtens geregelte Arbeitszeiten, die in jedem Fall erfüllt werden. Man geht ja nicht während der Arbeitszeit extra zum Einkaufen und unterbricht sein Einkommen für diese Dauer. - Selbst wenn es so wäre, müsste man vergleichen, ob die Arbeitszeit des beschenkten nicht evtl mehr wert ist, als die des Schenkers. ....selbst wenn das Geschenk nur wenig Wert für den Beschenkten bringt, kann es unter Umständen, durch einen enormen Einkommensunterschied, durchaus ein Wertzuwachs für den Beschenkten generieren.
    Des Weiteren sagt er, dass man ein Geschenk nach seinen persönlichen Schwächen auswählen soll....hm, das kann mächtig schief gehen...Was soll meine Oma mit einem Surfboard, oder meine Mutter mit einer guten Grafikkarte, oder ein Kind mit einer guten Flasche Wein, oder die Frisösin mit einem Wirtschaftsbuch?! - das sind nachher wirklich die Geschenke, die einen Wertverfall darstellen, da man für sie wahrscheinlich viel Geld ausgegeben hat (als experte in seinem Metier, sucht man ja etwas gutes aus, was normalerweise nicht illig ist).
    Und zurück zum Anfang seiner Argumentation...aus rein ökonomischer Sicht, entsteht kein Wertverfall, wenn wir etwas kaufen um es zu schenken. Das Geschenk wurde erzeugt, dafür mussten Leute eingestellt und bezahlt werden. Das unternehmen macht umsatz (gewinn) und investieren das entweder neu, oder zahlen Steuern. Der Arbeitnehmer gibt seinen Lohn ebenfalls aus....dadurch wird die Wirtschaft am Leben gehalten. ....WEnn wir uns "nur" geld gegenseitig zuschieben würden, hätte die Wirtschaft keine zusätzliche Auftragslage, was wiederrum zu einer Kettenreaktion führen kann....
    ...ich könnte jetzt noch weiter argumentieren, aber das soll erstmal reichen....wie gesagt, für einen Prof der VWL, ziemlich dürftige Argumentationskette.
  4. #4

    korrektur

    das muss natürlich "Interessen" und nicht "Schwächen" heissen
  5. #5

    Selten...

    ...so einen Schmarrn gelesen.
    Zitat: "Ich als VWL-Professor..."
    Verstehe. DAS erklärt natürlich alles.
    Glossen bitte auch als solche kennzeichnen.
  6. #6

    Auch in Details total daneben

    Gutscheine schenken ist das Unsinnigste überhaupt. Das sind ja im Prinzip zinslose Kredite des Käufers an den Anbieter, mit gleichzeitgem Flexibilitätsverlust und natürlich beträchtlicher Chance auf kompletten Verlust.
  7. #7

    Guter Plan.

    Wenn man sich gegenseitig Geld schenken soll, braucht man sich letztendlich gar nichts mehr zu schenken, wenn sich die "Geschenke" gegensetig ausgleichen würden.

    Guter Plan. Geniale Idee.

    Dann hört der Unsinn mit den Geschenken endlich auf, und der Einzelhandel muß keine blödsinnigen Prognosen und falsche Jubelmeldungen mehr ausgeben.

    Der Plan ist so ähnlich, wie der Glaube ans unendliche Wachstum. :D
  8. #8

    Nullsummenspiel

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Der Wirtschaftsprofessor rät ganz unromantisch: Schenkt euch Gutscheine und Geldbündel!
    Wenn man sich aber gegenseitig Geld schenkt, kann man auch einfach seins behalten, ändert sich ja nichts. Es sei denn der eine schenkt deutlich weniger als er von dem anderen bekommt. Aber damit macht er sich vermutlich keine Freunde...

    Mein Tip, wenn kein Wunschzettel vorliegt: irgendwelche Genussmittel verschenken (Wein, Schockolade etc.). Am besten etwas, dass man nicht in jedem Supermarkt findet. Das setzt keinen Staub an und zur Not kann der Beschenkte es ja mit seinen Freunden teilen, wenn es wirklich nicht schmeckt ;)
  9. #9

    Meine Geschenke dieses Jahr...

    ...werden etwas anders ausfallen. Ich werde einfach nur jedem , den ich beschenken möchte, sagen: "Such dir eine Organisation aus und ich spende einen Betrag in deinem Namen."