Strassenverkehr: Falschparken wird doppelt so teuer

DPADas Verkehrsministerium will Falschparkern tiefer ins Portemonnaie greifen. Einem Zeitungsbericht zufolge sollen sich die Bußgelder künftig verdoppeln. Derzeit sei mancherorts das Falschparken billiger als die Parkgebühr.

http://www.spiegel.de/auto/aktuell/s...-a-873268.html
  1. #230

    Zitat von SpitzensteuersatzZahler Beitrag anzeigen
    Von spielenden Kindern und Hoppelhasen kann kein Land der Welt ein Niveau wie Deutschland aufbauen oder erhalten. Ein gewisser Preis muss eben für die Vorteile der Infrastruktur bezahlt werden.
    Mit im Stau stehenden PKW sichern wir unseren Wohlstand aber auch nicht. Es ist doch offensichtlich, dass ein parkplatzsuchender Autofahrer weder produktiv, noch ein Gewinn für Anwohner und Umwelt ist.
  2. #231

    ...

    Zitat von huettenfreak Beitrag anzeigen
    Wenn man sich ansieht was das reguläre Parken in manchen Metropolen je angefangene halbe Stunde kostet, dann ist die Anhebung des Verwarngeldes schon seit langem überfällig. Es gibt nämlich Zeitgenossen die rechnen können und die wissen bei längerer Parkdauer (oftmals für einen ganzen Tag) dass sie mit einem Ticket billiger kommen.
    Eine gut Freundin von uns fährt seit Jahren 2mal die Woche in HH Bergedorf zum Markt. Sie löst nie ein Parkticket. Nach ihrer Aussage zahlt sie 2 bis 3mal/Jahr ein Knöllchen zu 5€.
    Sie parkt also ca 100mal im Schnitt 2h und zahlt dafür max 15€.
    Wenn das so stimmt muss das Verwarngeld nicht verdoppelt sondern mind. verfünffacht werden!
  3. #232

    Zitat von hasenfuss27 Beitrag anzeigen
    Das Gejammer hier im Forum ist echt mal wieder der Knaller...

    Einfach so zu parken, wie es sich gehört und damit diese Erhöhung einfach mit einem Lächeln wieder zu vergessen ist offenbar keine valide Option mehr...

    Das viele, viele mit genau der angeprangerten Prämisse "1 von 10 mal n Knöllchen ist billiger als der Parkschein" sich irgendwo in den Weg stellen ist nunmal Fakt - und das Gegensteuern mehr als begrüßenswert...
    Da haben Sie natürlich recht. Man weiß doch in der Regel welche Konsequenzen es haben kann, wenn man nicht zahlt fürs Parken oder die Parkzeit überzieht. Dann darf man sich hinterher auch nicht ärgern, wenn man bezahlen muss. Ich zahl und fertig - und wenn ich nicht rechtzeitig zurück bin, dann ist es meine Schuld!
  4. #233

    In

    Zitat von Gerdtrader50 Beitrag anzeigen
    es müssen künftig noch ein paar hundert Milliarden Euro eingesackt werden, damit die in die südliche Peripherie gesandt werden können. Hier helfen Parkgebühren, Geldbußen, Strompreiserhöhungen, Minerölpreiserhöhungen, etc., etc.
    bester Tradition. Ohne Sündenböcke geht es in diesem Land nicht.
    Es ist die simple Strategie des Untertanen, den Selbstbetrug griffig
    unter den Teppich zu kehren: nämlich nachzudenken.
  5. #234

    Zitat von huettenfreak Beitrag anzeigen
    Wenn man sich ansieht was das reguläre Parken in manchen Metropolen je angefangene halbe Stunde kostet, dann ist die Anhebung des Verwarngeldes schon seit langem überfällig. Es gibt nämlich Zeitgenossen die rechnen können und die wissen bei längerer Parkdauer (oftmals für einen ganzen Tag) dass sie mit einem Ticket billiger kommen.
    Oder dem Staat eine lange Nase machen und ins Parkhaus fahren...

    In Hamburg zum Beispiel zentral ins Parkhaus Hühnerposten ( 3,00 € bis 6 Stunden | 5,00 € für 24 Stunden ).

    Parkstrafzettel gehören so oder so zu den "PKW-Nebenkosten" die sich leicht vermeiden lassen - liegt an jedem selbst.
  6. #235

    Noch nicht genug!

    Die Erhöhung ist im Grunde absolut sinnvoll und notwendig, wenn auch in meinen Augen (beim Parken im Parkverbot!) noch nicht stark genug. Ob man jetzt fünf oder zehn Euro zahlt, wird den meisten doch egal sein, sieht man doch sowieso häufig Autos aus einer Preisklasse im Parkverbot stehen, deren Besitzer bei solchen Beträgen nur müde lächeln werden.
    Die Folgen des Parkens im Parkverbot sieht man bereits bei uns in einer Stadt mit ca. 3000 Einwohnern (allerdings Mittelzentrum für die Region), wo ein Fahrzeug, dessen ignoranter Besitzer "mal eben gegenüber in die Bäckerei" geht, zu bestimmten Zeiten bereits den ganzen Verkehr in der Stadt lahmlegen kann.

    Nur würde bei drastischen Erhöhungen direkt wieder über Abzocke gejammert, was ich noch nie verstanden habe und wahrscheinlich auch nie verstehen werde: Wenn ich etwas falsch mache, habe ich die Konsequenzen zu tragen. Was gibt mir nun das Recht, mich zu beschweren?
  7. #236

    Attraktivität

    Zitat von Schlaumüller Beitrag anzeigen
    Das "Du" war nicht persönlich gemeint.
    Ansonsten zählen Fakten: Die Uhlandstraße ist mir bestens bekannt und hat max. 17tsd PKW am Tag zu verkraften (kurz vor der Blissestrasse. Quelle: Stadtentwicklung Berlin, Verkehrszählung 2009.
    "Zeche" meint: negativen Externen Kosten (Volkswirtschaft. Quelle: UBA Erhebung aus 2005. Demnach verursacht ein PKW Kilometer für knapp 3ct. Schäden, ein LKW für 17ct. Über alle Strecken gerechnet; bedeutet für die Stadt auf Grund der Dichte sicher wesentlich höhere Werte. Und Kinder konnten früher auf der Straße spielen. Das geht fast nirgends mehr und dann muss man eben Spielplätze bauen.
    Die Lösung gegen die steigenden Mieten in der Stadt ist doch wohl kaum, die Stadt unattraktiver zu machen…
    Sicher habe ich nicht die korrekt ermittelte Zahl von PKW-Bewegungen auf der Uhlandstraße geschrieben, sondern die "gefühlte" Zahl.

    Darum geht es aber nicht. Sie hatten mir ja unterstellt, Pendler zu sein. Mein Beitrag zielte darauf ab, dass uns die Pendler eher helfen, die Stadt bewohnbar zu halten. Denn wie Berlin ohne Speckgürtel und mit menschenleerem Umland aussähe, das wage ich mir nicht vorzustellen.

    Ich bin auch der Meinung, dass Autos nicht grenzenlos vermehrt werden können und nicht überall fahren müssen. Auf Reisen zieht es mich meist in autofreie Altstadtbereiche, die finde ich am gemütlichsten. Dass allerdings auf jeder Hauptstraße Kinder spielen können, ist auch nicht mehr vorstellbar.

    Den Kosten, die durch Fahrzeuge verursacht wird, muss auch der Nutzen gegenübergestellt werden. Eine wirklich seriöse Rechnung, die objektiv wäre, habe ich da noch nicht gesehen. Alle Rechnungen waren darauf aus, das Kraftfahrzeug möglichst schlecht zu rechnen. Um bestimmte Ziele zu erreichen
  8. #237

    Eng

    Zitat von fel|216 Beitrag anzeigen
    (...)
    Nur würde bei drastischen Erhöhungen direkt wieder über Abzocke gejammert, was ich noch nie verstanden habe und wahrscheinlich auch nie verstehen werde: Wenn ich etwas falsch mache, habe ich die Konsequenzen zu tragen. Was gibt mir nun das Recht, mich zu beschweren?
    Das ist leicht zu erklären: Wird der Spielraum so eng, dass man sich kaum noch bewegen kann ohne anzuecken, dann fühlt ma sich schikaniert.
  9. #238

    Zitat von rennflosse Beitrag anzeigen
    Ja, das Märchen von den sozialisierten Kosten ist unausrottbar.
    Wo eine Reihe Autos parkt, kann kein Radweg sein. Anders: die Autos parken da um den Preis des Radwegs an der Stelle.
    Nennt sich Opportunitätskosten...
  10. #239

    Zitat von rennflosse Beitrag anzeigen
    Um das Verhältnis wieder herzustellen, könnte man vielleicht auch günstigere Parkgebühren haben. Aber das wäre natürlich zu vermessen.
    Angesichts chronisch leerer Gemeidekassen müsste diese Maßnahme entweder durch Schulden oder Kürzungen an anderer Stelle finanziert werden. Meines Erachtens in der Tat vermessen.
    Nur zur Erinnerung: Schwarzfahren in Bus und Bahn kostet min. 40€!