US-Präsident in Newtown: Obama tröstet die Angehörigen

DPAUS-Präsident Obama ist in Newtown eingetroffen. In einer Rede sprach er den Angehörigen der Opfer sein Mitgefühl aus - und forderte strengere Waffengesetze. "Solche Taten dürfen sich nicht wiederholen", sagte er. Die Motive des Täters sind noch immer unklar.

http://www.spiegel.de/panorama/justi...-a-873259.html
  1. #1

    Na ja, der Herr Novia ...

    das ist nun kein Experte für derartige Probleme und seine Ausführungen waren sehr vage. Er behauptet, auch Frau Lanza gut gekannt zu haben, von ihrer Leidenschaft für Waffen wusste er allerdings nichts. Ich hatte den Eindruck dass sich hier jemand wichtig machen wollte.
  2. #2

    Ausgewogenheit?

    So traurig das Schicksal der Einzelnen sein mag, die Amerikaner sollten nicht vergessen, wie viele Kinder sie im Irak, Afghanistan oder Jemen als Kollateralschäden umgebracht haben. Ich würde mir wünschen, wenn die USA ihre Menschlichkeit überall auf der Welt zeigen würden.
  3. #3

    Medienberichterstattung als Animation für Nachahmer

    Ich befürchte, dass eine derartig massive Berichterstattung über Amokläufe Anreize für zukünftige Taten setzt, vor allem im Hinblick auf den Teilaspekt, dass der Täter mit seiner Tat berühmt werden möchte, eine Spur - in dem Fall des Grauens - im Leben hinterlassen möchte, etwas schaffen möchte, was ihm über seinen Tod hinaus Geltung verschafft. Mit einer solchen Artikeldichte, die sich inhaltlich m.E. teils hart an der Grenze eines schlechten Betroffenheitsjournalismus bewegen (siehe Überschriften wie etwa "Vater über seine getötete Tochter: Sie ließ die Sonne aufgehen") führen die Medien künftigen Tätern deren zukünftige Bühne vor.
    Im Falle von Suiziden hat man erkannt, dass es heilsam war, (v.a. in Großstädten) nicht mehr über sog. U-Bahn-Suizide zu berichten. Die Suizid-Rate ging seither deutlich zurück, da Nachahmer nicht mehr über die Medien inspiriert wurden. MMn. greift dieser Inspirationsmechanismus auch für Amokläufer. Eine zurückhaltendere Medienberichterstattung stellt m.E. kein Widerspruch dar zur so notwendigen Verarbeitung eines solchen Schreckensereignisses, inklusive aller daraus folgenden, wichtigen Lernprozesse und zu ergreifenden Maßnahmen.
  4. #4

    Beileid

    Mein Beileid an alle Familienangehörigen, die einen ihrer Liebsten verloren haben. Ich wünsche allen, daß sie diesen Schock so gut wie möglich verarbeiten können.
  5. #5

    Die größte Nation auf diesem Planenten

    Meiner Meinung nach gibt es immer noch zu wenige Waffen in USA.
    Die größte Nation auf diesem Planeten hat das Recht, die Pflicht und nicht zuletzt die Notwendigkeit sich gegen jeden asozialen Nachbarn wehren zu können, das war auch schon so im wilden Westen oder? Ich denke dass jeder Amerikaner absolut stolz auf dieses Recht ist. Warum all das Gequake, es gibt halt Opfer, die hats vorher gegeben und wirds auch nachher wieder geben. Das Geschrei der Gegner wird wie immer verstummen und die Opfer vergessen sein.
    Was sind wir doch in Europa für arme Wichte, wir müssen ohne Waffen auskommen, oder ist Europa doch großartiger und sicherer wie USA, kann das sein?
  6. #6

    Alle Jahre (Monate) wieder

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    US-Präsident Obama ist in Newtown eingetroffen. In einer Rede sprach er den Angehörigen der Opfer sein Mitgefühl aus - und forderte strengere Waffengesetze. "Solche Taten dürfen sich nicht wiederholen", sagte er. Die Motive des Täters sind noch immer unklar.

    Amoklauf in Newtown: Obama tröstet die Angehörigen - SPIEGEL ONLINE
    Amerika zeigt Betroffenheit, sicher nicht das letzte Mal.
    Zu dieser Schule gehen etwa 700 Kinder, dazu kommt das Personal. Es wäre interessant, zu erfahren, wieviel Waffen insgesamt in den Haushalten der Eltern und des Personals gehortet werden, und wieviel der Schüler schon ihre ersten Erfahrungen bei Schießübungen hinter sich haben.
  7. #7

    Furchtbar!

    Auf die Tat möchte ich gar nicht eingehen.
    Der Täter scheint aber auch einen Volltreffer auf die Medien gelandet zu haben. Einen richtigen Plattschuss.
    Da wird berichtet, was das Zeug hergibt, und meist in einem Stil, mit dem man nicht mal einen Abschluss auf der Hauptschule schaffen würde.
    Ein weinender Papa, der vor laufender Kamera einen netten Satz über seine umgekommene Tochter zusammenrotzt: bittesehr, halbstündlich auf allen Kanälen. Die Heldin der Schule, that sells.
    Ja, furchtbar, dieses widerliche Betroffenheitsgesabbare! Die Journaille giert doch nach so was, endlich kann sie dieses Betroffenheitsgesabbere millionenfach & millionenbringend durch die (virtuellen) Druckerpressen quetschen. Widerlich.
    Nicht mehr lange, dann kommt so was als scripted reality.

    Wenn die Amerikaner mal eben zur Sicherheit eine Hochzeitsgesellschaft niederbomben, dann ist das kaum mal eine Meldung wert. Bei 200 Dollar Schadenersatz pro Kopf ist das ja auch grade mal ein Sachschaden von ein paar Tausendern. Wen juckt das, dafür würde sich der Friedennobelpreisträger nicht mal Zwiebelsaft an die Finger schmieren.
  8. #8

    Die Lösung ...

    gemäß amerikanischer Logik wäre doch, dass man jetzt auch jeden Sechsjährigen mit einer Pumpgun ausrüstet, weil dann hätte sich die Kinder wehren können. Da hätte es mit Sicherheit weniger Tote gegeben.

    Bin mal gespannt, ob die Waffenlobby der zig Interessenverbände auch dieses Mal aus so einem tragischen Vorfall die Verkaufszahlen steigern möchte. Klingt makaber, leider ja.
  9. #9

    Wir erleben und werden erleben Folgendes:

    Betroffenheit im ganzen Land.

    Und dann: Wir müssen eben in jede Schule einen bewaffneten Wachmann stellen. Dann kann so etwas nicht passieren.

    Und das wird es dann ein. Mir ist so übel.