Unfallrisiko für Kinder: Straßen im Norden sind besonders gefährlich

dapdKinder sind den Gefahren des Straßenverkehrs besonders stark ausgesetzt. Laut einer Studie der Bundesanstalt für Straßenwesen wurde zwischen 2006 und 2010 bundesweit 160.000 Kinder verletzt oder getötet. Besonders riskant ist es in Bremen und Hannover.

http://www.spiegel.de/auto/aktuell/u...-a-873214.html
  1. #20

    Danke

    Zitat von brille007 Beitrag anzeigen
    Diese Argumentation ist nicht absurd, sondern pragmatisch. Ich habe auch nicht gesagt "dann habe ich noch eins", sondern "selbst im Fall einer solchen Katastrophe endet meine elterliche Aufgabe nicht."

    In den ca. 20 Jahren von der Geburt bis zum Verlassen des Elternhauses kann eine Menge passieren; nicht nur im Strassenverkehr. Absurd ist eher die Annahme, durch "aufpassen" und "in Watte packen" könnte man 100-prozentige Sicherheit erzeugen. Dabei zieht man mit dieser Methode nur lebensuntüchtige Menschen gross; Gefahren sind nun einmal ein Teil des Lebens. Das wird in unserer Vollkasko-Gesellschaft nur leicht vergessen.

    Sprechen Sie doch einfach einmal mit Eltern, die ein Kind verloren haben - wenn Sie sich trauen und die Erzählungen aushalten.
    "Sprechen Sie doch einfach einmal mit Eltern, die ein Kind verloren haben - wenn Sie sich trauen und die Erzählungen aushalten. "
    Ja danke oft genug, leider. Ihre Aussage 100% -Sicherheit gibt es nicht wird hier nicht bestritten. Die Vollkaskomentalität der Deutschen auch nicht. Dennoch ist Ihre Argumentation absurd (und bitte versuchen Sie nicht im Nachhinein eine schnelle Uminterpretation, geschrieben haben Sie nicht "selbst im Fall einer solchen Katastrophe endet meine elterliche Aufgabe nicht", sondern "Banale Begründung: Bis ein Kind gross ist, kann vieles passieren. Bei einem Einzelkind ist dann möglicherweise von heute auf morgen der Sinn des Lebens dahin; ein weiteres Kind fordert und holt Eltern ins Leben zurück."

    Absurd ist für Ihre Argumentation vermutlich das falsche Wort. Weltfremd trifft es genauer. Wenn Sie es nicht glauben, sprechen Sie doch mal mit Eltern die ein Kind verloren haben. Sie mögen vielleicht einen Grund haben weiterzuleben, aber Heilung, die finden Sie nicht.
    Wie bereits früher gepostet, Ihre Argumentation scheint nicht den Sinn widerzugeben den Sie möglicherweise beim Schreiben darstellen wollten. Und wenn Sie glauben, dass Sie einem 6-jährigen Schulanfänger in der heutigen Zeit alleine durch Erziehung zu lebenstüchtigen Menschen macht die --und wollen wir mal das Thema dieses Thread nicht immer vergessen -- sie ausreichend im Strassenverkehr schützt , dann sind Sie entweder wirklich weltfremd oder vorsätzlich dumm. Unfälle können immer passieren. Eine Gesellschaft hat aber auch die Aufgabe die Schwächeren zu schützen. Wenn das die Einschränkung Ihrer persönlichen Freiheit auf manches gefühlte Recht im Strassenverkehr bedeutet, gerne !!
  2. #21

    Selbst betroffen

    Zitat von brille007 Beitrag anzeigen

    Sprechen Sie doch einfach einmal mit Eltern, die ein Kind verloren haben - wenn Sie sich trauen und die Erzählungen aushalten.
    Ich bin selbst davon betroffen und habe in meinem Umfeld auch Eltern, die ein Kind verloren haben. Darunter sind Eltern, die noch andere Kinder haben und Eltern, deren einziges Kind ums Leben kam - Ihre Argumentation bleibt absurd.
  3. #22

    Zitat von spon-facebook-10000215408 Beitrag anzeigen
    Und wenn Sie glauben, dass Sie einem 6-jährigen Schulanfänger in der heutigen Zeit alleine durch Erziehung zu lebenstüchtigen Menschen macht die --und wollen wir mal das Thema dieses Thread nicht immer vergessen -- sie ausreichend im Strassenverkehr schützt , dann sind Sie entweder wirklich weltfremd oder vorsätzlich dumm. Unfälle können immer passieren. Eine Gesellschaft hat aber auch die Aufgabe die Schwächeren zu schützen. Wenn das die Einschränkung Ihrer persönlichen Freiheit auf manches gefühlte Recht im Strassenverkehr bedeutet, gerne !!
    Meine Lebens- und Familienplanung hatte nichts mit dem Thema dieses Threads zu tun, sondern war und ist deutlich weiter gefasst. Dass meine Kinder heute erwachsen und gesund sind, ist längst nicht nur das Verdienst ihrer Eltern, sondern auch grosses Glück, für das ich unendlich dankbar bin.

    Die Sterbefall-Statistik des Statistischen Bundesamtes weist für das Jahr 2011 bei 0 bis 15-jährigen Kindern insgesamt 3.668 Sterbefälle aus (darin sind die 86 im Strassenverkehr getöteten Kinder enthalten).

    In dieser Frage nur den "Schutz vor den Gefahren im Strassenverkehr" betrachten zu wollen mag angesichts des im SPON-Forum beliebten Autobashings den Blick verengen. Die wahrscheinlicheren Ursachen, ein Kind zu verlieren, liegen aber ganz woanders und sind auch durch "aufpassen", "behüten" und "Autos blöd finden" nicht zu eliminieren.

    Reden Sie mit Eltern auf einer Kinder-Krebsstation oder mit solchen, die ein Kind verloren haben, bevor Sie anderen "vorsätzliche Dummheit" vorwerfen.
  4. #23

    Wieder eine so tolle Statistik

    Schaut man sich diese Statistik genauer an, kommt man zu dem Schluss, dass im Landkreis Südwestpfalz vermutlich 2 Kinder zu schaden kamen und im Neumünster 6 Kinder. Jeder der auch nur einen Hauch Ahnung von Statistiken hat weiß, dass diese Zahlen in der Größenordnung einfach viel zu klein sind, um eine Aussagekraft abzuleiten.
  5. #24

    Genau das....

    Zitat von brille007 Beitrag anzeigen
    Meine Lebens- und Familienplanung hatte nichts mit dem Thema dieses Threads zu tun, sondern war und ist deutlich weiter gefasst. Dass meine Kinder heute erwachsen und gesund sind, ist längst nicht nur das Verdienst ihrer Eltern, sondern auch grosses Glück, für das ich unendlich dankbar bin.

    Die Sterbefall-Statistik des Statistischen Bundesamtes weist für das Jahr 2011 bei 0 bis 15-jährigen Kindern insgesamt 3.668 Sterbefälle aus (darin sind die 86 im Strassenverkehr getöteten Kinder enthalten).

    In dieser Frage nur den "Schutz vor den Gefahren im Strassenverkehr" betrachten zu wollen mag angesichts des im SPON-Forum beliebten Autobashings den Blick verengen. Die wahrscheinlicheren Ursachen, ein Kind zu verlieren, liegen aber ganz woanders und sind auch durch "aufpassen", "behüten" und "Autos blöd finden" nicht zu eliminieren.

    Reden Sie mit Eltern auf einer Kinder-Krebsstation oder mit solchen, die ein Kind verloren haben, bevor Sie anderen "vorsätzliche Dummheit" vorwerfen.
    tue ich ja regelm. aus berufl. Gründen. Daher stosse ich mich ja an Ihrer albernen Argumentation so sehr. Mir scheint Sie reden hier serh theoretisch und ein wenig aus der Hüfte geschossen. Theoretisieren träfe es ganz gut.
    Aber wenn Sie selbst nicht erkennen , wie absurd und schief Ihre Argumente sind , werde ich Ihnen sicher nicht auf die Sprünge helfen können. Sie reden hier von 86 toten Kindern. Na gut statistisch für Sie ja nur ein "Grundrauschen" , wie sie selber sagen. Die verletzten und schwerverletzten Kinder lassen Sie mal lieber gleich unter den Tisch fallen. Geschickt. Dass in alleine 50% der Fälle bei den Verkehrstoten (gesamt, nicht nur Kinder) nicht angespasste Geschindigkeit und in 25% der Fälle Trunkenheit die Ursache sind wollen wir auch mal nicht weiter ausbreiten, oder ? Also alles Panikmache ? Bürgergängelung. Schuld der Kinder ? Der Eltern ? Autobashing ?. Oder doch mehr ein verschrobenes Weltbild eines Einzelnen ? Sie setzen hier ernsthaft den Todesfall eines Kindes z.B. durch einen trunkenen Fahrer, oder einen Fahrer der wegen unangepasster Geschwindikeit auf ein anderes Fahrzeug auffährt mit dem Tod durch ein onkolog. Krankheitsbild gleich ? Weichteilsarkom beim 9-Jährigen vermeidbar ? Leukämie vermeidbar. Werfen Sie doch nicht so hablgebildet verschiedene Entitäten mit unterschiedl. Kausalketten in einen Topf. Sie negieren den protektiven Effekt von Verkehrsregelungen auf die Unfallwahrscheinlichkeit ? Da Sie sich einigermassen auszudrücken wissen , gehe ich davon aus , dass Sie intelektuell den Sinn Ihrer eigenen Worte erfassen. Somit bleibt für mich nur vorsätzliche Dummheit. Aber damit kommt man ja heute scheinbar auch gut durch.
  6. #25

    Zitat von jupp78 Beitrag anzeigen
    Jeder der auch nur einen Hauch Ahnung von Statistiken hat weiß, dass diese Zahlen in der Größenordnung einfach viel zu klein sind, um eine Aussagekraft abzuleiten.
    In der Tat: Menschen mit Sachkenntnis wissen aber auch, dass eine kontinuierliche Reduktion der Todesfälle auf ein Drittel innerhalb 10 Jahren eine grosse Leistung vieler Beteiligter ist.

    Nur Ahnungslose plärren herum "...es müssten aber Null sein!"

    Diesen Zeitgenossen sei der Umzug auf einen Urwaldbaum nahegelegt - mit der Garantie, dort nie vom Strassenverkehr oder sonstigen zivilisatorischen Errungenschaften behelligt zu werden. Stattdessen bläst einem dort, in der "Natur", dann eben Hunger, Durst oder der erste Eiterzahn das Lebenslicht aus.

    Zitat von spon-facebook-10000215408 Beitrag anzeigen
    Dass in alleine 50% der Fälle bei den Verkehrstoten (gesamt, nicht nur Kinder) nicht angespasste Geschindigkeit und in 25% der Fälle Trunkenheit die Ursache sind wollen wir auch mal nicht weiter ausbreiten, oder ? Also alles Panikmache ? Bürgergängelung. Schuld der Kinder ? Der Eltern ? Autobashing ?. Oder doch mehr ein verschrobenes Weltbild eines Einzelnen ?
    Sehen Sie: Auf genau diese beschränkte Wahrnehmung bezog sich mein obiges Statement. Warum tun Sie so, als wären Sie im Besitz eines Patentrezepts gegen Verkehrsunfälle? Glauben Sie, Ihnen könnte kein Kind ins Auto laufen und schwer oder gar tödlich verletzt werden?

    Zitat von spon-facebook-10000215408 Beitrag anzeigen
    Sie setzen hier ernsthaft den Todesfall eines Kindes z.B. durch einen trunkenen Fahrer, oder einen Fahrer der wegen unangepasster Geschwindikeit auf ein anderes Fahrzeug auffährt mit dem Tod durch ein onkolog. Krankheitsbild gleich ?
    ja, bei meiner Familienplanung habe ich das getan, weil mir schon damals klar war, dass man allgemeine Lebensrisiken letztlich nicht mit Gesetzen und Verboten ausschliessen kann. Auch wenn es schon vor 20 Jahren Zeitgenossen gab, die ernsthaft glaubten, wenn sie selbst nur alles "richtig" machten (und andere ständig darüber belehren), blieben sie selbst vor solchen Schicksalsschlägen verschont.

    Zitat von spon-facebook-10000215408 Beitrag anzeigen
    Somit bleibt für mich nur vorsätzliche Dummheit. Aber damit kommt man ja heute scheinbar auch gut durch.
    einmal abgesehen davon, dass ich auch in der (vermeintlichen) Anonymität des Internet nicht auf die Idee käme, einen mir unbekannten Menschen öffentlich als "dumm" zu bezeichnen: Ihre "Argumentationslogik" erinnert an einen Reporter, der Passanten nach ihrer Meinung zur Todesstrafe befragt - und ein "bin dagegen" interpretiert als "aha, dann sind Sie also dafür, dass Mörder und Kinderschänder frei herumlaufen dürfen?"

    Bleiben Sie doch einfach in Ihrer feinen, kleinen, heilen Welt und machen dort weiterhin alles richtig. Dann kann Ihnen auch nichts passieren. Nie. Versprochen... ;-)
  7. #26

    Festgefahren...

    Zitat von brille007 Beitrag anzeigen
    In der Tat: Menschen mit Sachkenntnis wissen aber auch, dass eine kontinuierliche Reduktion der Todesfälle auf ein Drittel innerhalb 10 Jahren eine grosse Leistung vieler Beteiligter ist.

    Nur Ahnungslose plärren herum "...es müssten aber Null sein!"

    Diesen Zeitgenossen sei der Umzug auf einen Urwaldbaum nahegelegt - mit der Garantie, dort nie vom Strassenverkehr oder sonstigen zivilisatorischen Errungenschaften behelligt zu werden. Stattdessen bläst einem dort, in der "Natur", dann eben Hunger, Durst oder der erste Eiterzahn das Lebenslicht aus.


    Sehen Sie: Auf genau diese beschränkte Wahrnehmung bezog sich mein obiges Statement. Warum tun Sie so, als wären Sie im Besitz eines Patentrezepts gegen Verkehrsunfälle? Glauben Sie, Ihnen könnte kein Kind ins Auto laufen und schwer oder gar tödlich verletzt werden?


    ja, bei meiner Familienplanung habe ich das getan, weil mir schon damals klar war, dass man allgemeine Lebensrisiken letztlich nicht mit Gesetzen und Verboten ausschliessen kann. Auch wenn es schon vor 20 Jahren Zeitgenossen gab, die ernsthaft glaubten, wenn sie selbst nur alles "richtig" machten (und andere ständig darüber belehren), blieben sie selbst vor solchen Schicksalsschlägen verschont.


    einmal abgesehen davon, dass ich auch in der (vermeintlichen) Anonymität des Internet nicht auf die Idee käme, einen mir unbekannten Menschen öffentlich als "dumm" zu bezeichnen: Ihre "Argumentationslogik" erinnert an einen Reporter, der Passanten nach ihrer Meinung zur Todesstrafe befragt - und ein "bin dagegen" interpretiert als "aha, dann sind Sie also dafür, dass Mörder und Kinderschänder frei herumlaufen dürfen?"

    Bleiben Sie doch einfach in Ihrer feinen, kleinen, heilen Welt und machen dort weiterhin alles richtig. Dann kann Ihnen auch nichts passieren. Nie. Versprochen... ;-)
    a) sie haben scheinbar zu viel Zeit und im Umkehrschluss Ihrer Ausführung sehr viel Ahnung. Respekt.
    b) je mehr Sie schreiben umso geringer bei Ihnen aber der Infomationsgehalt, leider
    c) sie haben sich verrannt.
    d) nicht "dumm" , korrekt lautete es "vorsätzlich dumm" ! Wenn Sie schon zitieren , dann besser korrekt (wirkt glaubwürdiger) ;-)
    Und Tschüss.................
  8. #27

    Da ist was dran

    Zitat von sasala Beitrag anzeigen
    einer Stadt in der der Autoverkehr ausgebremst,zurückgedrängt und überwacht wird wie kaum wo anders...
    Aber eben auch die Stadt der regellosesten Radfahrer...rote Ampeln,Vorfahrt,Bürgersteige?Nicht für Bremens Radfahrer...und die Kinder lernen eben von den Erwachsenen.
    Da ist was dran. Aber das Bremen mal wieder keinen negativen Rekord auslässt, hat mich in diesem Fall doch schon überrascht. Unser fahrradverliebter grüner Verkehrssenat tut alles, um die Radfahrer zu unterstützen und die Autofahrer zu drangsalieren, da hätte ich so einen "Rekord" nicht erwartet.

    Aber: wenn man mal morgens die Schüler mit Fahrad auf dem Weg zur Schule beobachtet, wird einem schlecht. Die fahren überall und volles Rohr, aber nicht da, wo sie dürfen und auch einigermaßen sicher sind - auf dem Radweg in die richtige Richtung. Rote Ampeln, Fußwege, quer über eine große belebte Kreuzung im Berufsverkehr ohne auch nur einen Blick auf die Verkehrslage zu werfen - es ist ein Wunder, dass da nicht mehr passiert.

    Aber, die erwachsenen Radfahrer in Bremen fahren genau so; sie sind die aggressivsten und rücksichtslosesten Radfahrer in diesem Land und Kinder lernen von Erwachsenen.

    Aber was sagte ein Experte vom ADFC gestern Abend im Bremer Regionalfernsehen: die Autofahrer sind Schuld. Ok, von einem Fahrradfanatiker habe ich auch keine andere Antwort erwartet, aber dass das von den Journalisten einfach so unkommentiert hingenommen wurde, schon.
  9. #28

    Zitat von Stefan_G Beitrag anzeigen
    Betrachtet man
    1. den Anteil von Kindern, die aufgrund von Schulpflicht zwangsläufig täglich am Straßenverkehr teilnehmen müssen, an der Gesamtbevölkerung und
    2. die 86 getöteten Kinder gegenüber den insg. ca. 4000 Verkehrstoten
    muss man zu dem Schluß kommen, dass nicht etwa "Kinder im Straßenverkehr so stark gefährdet sind" sondern dass sie -im Gegenteil- zu einer Gruppe mit weit unterdurchschnittlichem Risiko im Straßenverkehr zählen.
    Das ist auch eine genauere Beschreibung für den wahren Sachverhalt (nicht "statistisches Grundrauschen")
    Es klingt zwar irgendwie beruhigend, dass Kinder - statistisch gesehen - im Straßenverkehr weniger gefährdet seien als Erwachsene. Aber das ist kaum die halbe Wahrheit. Wie z.B. anders_denker schreibt, ist es in HH fast unmöglich, seine Kinder auf der Straße spielen zu lassen. Vor allem nicht in der Nähe der großen Chausseen, die ganz Hamburg durchziehen.
    Ich kann mir das von Ihnen beschriebene Phänomen, dass Kinder "zu einer Gruppe mit weit unterdurchschnittlichem Risiko im Straßenverkehr zählen", nicht anders erklären, als dass Kinder vergleichsweise wenig am Straßenverkehr teilnehmen.
    Kinder sind wohl kaum weniger anfällig für Verkehrsunfälle oder überleben sie leichter. Soweit sie am Straßenverkehr teilnehmen, dürften sie aufgrund ihrer kindlichen Eigenschaften wohl eher besonders gefährdet sein.
    Die Erklärung ist vielleicht eine andere - und viel einfacher: Die Straßen gehören den Autos. Das ist offensichtlich. Und Kinder werden vom Straßenverkehr "sinnvollerweise" möglichst ferngehalten.
    Da es um Statistik geht, habe ich mal ein Rechenbeispiel gewagt: Wenn die Hälfte aller Erwachsener im Schnitt nur 1,2 mal häufiger am Straßenverkehr teilnähme als alle Kinder das im Schnitt täten, kämen im Straßenverkehr ungefähr 2 Kinder auf 98 Erwachsene (der Bevölkerungsanteil liegt bei ca. 12 Kindern auf 88 Erwachsene).
    Dieser Anteil der Kinder im Straßenverkehr entspräche ungefähr den 86 Kindern unter den 4000 Verkehrstoten. Ein geringeres Risiko für Kinder ließe sich so nicht mehr ableiten. Schade, wie ich finde.
    Aber wie sollte ein geringeres Risiko für Kinder im Straßenverkehr auch begründet sein?