US-Budgetstreit: Republikaner erwägen höhere Steuern für Reiche

APZwei Wochen vor Ablauf der US-Schuldenfrist haben sich die Republikaner laut Medien erstmals zu Steuererhöhungen für Millionäre bereiterklärt. Sie fordern im Gegenzug allerdings massive Einschnitte im Sozialwesen.

http://www.spiegel.de/politik/auslan...-a-873193.html
  1. #1

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Zwei Wochen vor Ablauf der US-Schuldenfrist haben sich die Republikaner laut Medien erstmals zu Steuererhöhungen für Millionäre bereiterklärt. Sie fordern im Gegenzug allerdings massive Einschnitte im Sozialwesen.

    US-Budgetstreit: Republikaner erwägen höhere Steuern für Reiche - SPIEGEL ONLINE
    Seltsam was für ne heilige Kuh die reichen Bürger der USA doch scheinbar sind. Wobei man differenzieren muss: Wer arbeitet und viel verdient, zahlt auch einiges an Steuern, aber wer Kapitaleinkünfte hat, wird geschont, dass es schon echt peinlich ist.
  2. #2

    Fremd?

    Aus der Distanz wirken die Republikaner auf viele Deutsche wahrscheinlich wie eine seltsame, fremde Spezies. Sie reden vom Schutz fürs Leben bei Abtreibung, sind aber für Todesstrafe, Waffen und auch gerne den einen oder anderen Krieg. Rede von dem großartigen "Amerikanischen Volk", finden es aber ok wenn es innerhalb dieses Volkes quasi eine Drittweltbevölkerung von fast der Größe Deutschlands gibt, die unter schäbigsten Bedingungen lebt. Dass das nicht deren "Schuld" ist sondern schlicht mit kapitalistischen Spielregeln zu tun hat, interessiert sie auch nicht. Ach ja, Christen sind sie ja auch. Christen, diese Typen die auf Jesus stehen, den Propheten der Nächstenliebe und des Respektes für die "Geringsten".
    Bei so viel Wahn fragt man sich wie sie es schaffen ihre Krawatten so akkurat zu binden und so viel Geld zu scheffeln. Aber das geht ganz locker, das gehört zur Natur vieler Menschen, nicht nur dort, sondern auch hier. Ohne Waffen geben sie eine Spiegelbild der FDP, mit gibt es keinen großen Unterschied zum Wirtschaftsflügel der CDU.

    Erstaunlich auch wie sie von den Demokraten reden, als seien das quasi keine Amerikaner und somit richtige Menschen, sondern ebenfalls eine eigene Spezies, der man nicht trauen könne. Die ganze Pathologie dieser scheinbaren Normalität verdient doch mal eine ausführliche Analyse.
  3. #3

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    ... Sie fordern im Gegenzug allerdings massive Einschnitte im Sozialwesen.

    US-Budgetstreit: Republikaner erwägen höhere Steuern für Reiche - SPIEGEL ONLINE
    Manchmal frage ich mich, woher dieser Hass der Reichen auf die Armen kommt.
  4. #4

    Kapitaleinkünfte

    Zitat von SpitzensteuersatzZahler Beitrag anzeigen
    Seltsam was für ne heilige Kuh die reichen Bürger der USA doch scheinbar sind. Wobei man differenzieren muss: Wer arbeitet und viel verdient, zahlt auch einiges an Steuern, aber wer Kapitaleinkünfte hat, wird geschont, dass es schon echt peinlich ist.
    Um Kapitaleinkünfte zu erzielen, bräuchte man ein Konto auf das noch Zinsen gezahlt werden. Wenn Sie eins kennen, dann sagen Sie mir bitte Bescheid! Aber um die Inflation zu Kompensieren sollte es schon über 2% an Zinsen sein. Ansonsten wird man als Sparer durch die Niedrigzinspolitik fast schon enteignet.
  5. #5

    Zitat von besserbescheidwisser Beitrag anzeigen
    Um Kapitaleinkünfte zu erzielen, bräuchte man ein Konto auf das noch Zinsen gezahlt werden. Wenn Sie eins kennen, dann sagen Sie mir bitte Bescheid! Aber um die Inflation zu Kompensieren sollte es schon über 2% an Zinsen sein. Ansonsten wird man als Sparer durch die Niedrigzinspolitik fast schon enteignet.
    Hier geht es doch nicht um Zinsen. Zinsen sind was für die Unterschicht. Es geht darum, dass man in spezialisierte Hedgefonds und andere Finanzvehikel investiert bei denen dann 8% und mehr p. a. abfallen. Die stehen Ihnen aber in der Regel nicht gleichmaßen offen, da man sich mit Kleingeld nicht beschäftigen will. Auch die ganzen wirklichen Spezialisten fangen erst im stramm 7stelligen Bereich an, Ihnen ihre Dienste anzubieten.
  6. #6

    Kapitaleinkuenfte

    Zitat von besserbescheidwisser Beitrag anzeigen
    Um Kapitaleinkünfte zu erzielen, bräuchte man ein Konto auf das noch Zinsen gezahlt werden. Wenn Sie eins kennen, dann sagen Sie mir bitte Bescheid! Aber um die Inflation zu Kompensieren sollte es schon über 2% an Zinsen sein. Ansonsten wird man als Sparer durch die Niedrigzinspolitik fast schon enteignet.
    Falls es Ihnen noch niemand gesagt hat:

    Der Grossteil der Kapitaleinkuenfte ist nicht das Result von Konten, auf das noch Zinsen geZahlt wird.

    Ich will Ihnen aber nicht verraten, wo diese Kapitaleinkuenfte her kommen. Das muessen Sie selber rausfinden.
  7. #7

    Republikaner sind so grosszuegig

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Zwei Wochen vor Ablauf der US-Schuldenfrist haben sich die Republikaner laut Medien erstmals zu Steuererhöhungen für Millionäre bereiterklärt. Sie fordern im Gegenzug allerdings massive Einschnitte im Sozialwesen.

    US-Budgetstreit: Republikaner erwägen höhere Steuern für Reiche - SPIEGEL ONLINE
    und verstehen weiterhin nicht, dass die politische Landschaft eine andere geworden ist.

    Zuerst erklaeren sie sich grosszuegigerweise bereit, im Gegenzug fuer Kuerzungen bei den Sozialleistungen Schlupfloecher im Steuersystem zu schliessen. Im Klartext heisst das: Der Praesident soll nachgeben.

    Dann fordern sie den Praesidenten auf, ein Angebot auf den Tisch zu legen, das fuer sie akzeptabel ist. Dabei schwebt ihnen ein Angebot vor, dass den Reichen kaum Nachteile bringt, den Armen aber umso groessere..
    Anschliessend wird das Angebot abgelehnt und medienwirksam behauptet, der Praesident habe die Sozialleistungen kuerzen wollen.

    Doch Obama hat aus der ersten Amtszeit gelernt. Er geht jetzt nicht mehr mit einem Kompromissvorschlag in Verhandlungen, die dann zu nichts fuehren. Ausserdem arbeitet die Zeit gegen die Republikaner.

    Die Republikaner riskieren nicht nur, fuer das Scheitern der Verhandlungen verantwortlich gemacht zu werden, sie riskieren auch, im neuen Jahr dann eine Entscheidung mittragen zu muessen, die den Reichen keine Steuergeschenke bringt.

    Dem wollen sie nun mit ihrem Last-Minute-"Angebot" vorbeugen.
  8. #8

    Risikoanlagen

    Zitat von SpitzensteuersatzZahler Beitrag anzeigen
    Hier geht es doch nicht um Zinsen. Zinsen sind was für die Unterschicht. Es geht darum, dass man in spezialisierte Hedgefonds und andere Finanzvehikel investiert bei denen dann 8% und mehr p. a. abfallen. Die stehen Ihnen aber in der Regel nicht gleichmaßen offen, da man sich mit Kleingeld nicht beschäftigen will. Auch die ganzen wirklichen Spezialisten fangen erst im stramm 7stelligen Bereich an, Ihnen ihre Dienste anzubieten.
    Das sind dann aber wahrscheinlich auch Finanzprodukte bei denen man auch mal ganz schnell über 50% des eingesetzten Kapitals verlieren kann. Ich hab auch Aktien in mein Depot die schon über 100 % an Wert gewonnen haben. Leider auch welche mit über 90% Verlust. Wer zur Zeit in Produkte mit über 5% Wertsteigerung p.a. investiert hat auch ein entsprechendes Verlustrisiko.
  9. #9

    Wieviel?

    Zitat von SpitzensteuersatzZahler Beitrag anzeigen
    Seltsam was für ne heilige Kuh die reichen Bürger der USA doch scheinbar sind. Wobei man differenzieren muss: Wer arbeitet und viel verdient, zahlt auch einiges an Steuern, aber wer Kapitaleinkünfte hat, wird geschont, dass es schon echt peinlich ist.
    Hier in D zahl ich 40% (15% Körperschaftssteuer + 25% Abgeltungssteuer).
    Wieviel ist das in den USA?