Suchwort-Vermarktung: BGH erlaubt Werbung mit Namen der Konkurrenz

Unternehmen dürfen im Internet auch mit den Namen von Wettbewerbern werben - zumindest, wenn es dabei um Stichwortvermarktung in Suchmaschinen geht. Das entschied der Bundesgerichtshof.

http://www.spiegel.de/netzwelt/netzp...-a-872998.html
  1. #1

    Also mitunter ...

    Manchmal fragt man sich ja doch, ob Richtern die Folgen ihrer Entscheidungen einfach egal sind (sein müssen ?) oder ob sie diese billigend inkauf nehmen oder gar vorsätzlich handeln.

    Wenn Wettbewerber jetzt erfolgreiche Marken der Konkurenz als Adwords verwenden können, zwingt das den Markeninhaber dazu, selbst einiges Geld an Google zu überweisen, um in der Trefferliste überhaupt noch aufzutauchen. Wenn es genug Trittbrettfahrer gibt, kommt er ggf. alleine nicht mehr dagegen an und der Suchende sieht vom eigentlichen Inhaber der Marke gar nichts mehr, sondern nur noch die "me too"-Produkte ... Mal abgesehen von Google - in wessen Interesse könnte das sein ? Sonst erlaubt man Firmen sich Farben (Magenta) oder Buchstaben (T, i, M, ...) schützen zu lassen und stellt sich fast auf den Kopf um diesem Markenschwachsinn gerecht zu werden (vernichtet Milliardewerte an Plagiaten, etc.), aber hier untergräbt man das ? Ich versteh' die Welt nicht mehr :-) ... Nur gut, daß mir die Adwords egal sind :-).
  2. #2

    Wenn ein Unternhemen deshalb im Suchindex absinkt dann müssen da wohl einige Schwachköpfe arbeiten die von SEO und SEM keine Ahnung haben. Damit haben sie es dann aber auch zu recht verdient. Ich hab bis heute noch nie von Most Pralinen gehört.
  3. #3

    Richter muessen die Folgen ihrer Entscheidungen

    eigentlich sogar egal sein - die meisten halten sich bloss nicht daran. Das dadurch entstehende Adwords-Problem wir Google sicher in keiner Weise schaden.
  4. #4

    was regt ihr euch auf

    nach diesem Urteil haben alle die gleichen Chancen.
    Richtet eure Webseiten richtig ein dann braucht keiner Jammern.
    ach ja ob das allerdings mit diesen onlinewebseitenbaukästen geht
    keine Ahnung ;-)
    aber sowas werte ich auch nicht als richtige Webseite
    wer sich dann beklagt sry der hat das Business nicht verstanden
  5. #5

    Mehr als 10 Jahre Internet

    Vor ca. 10 Jahren wurde man von allen als Onlinehändler noch müde belächelt und bemitleidet. Nun hat das Internet einen Stellenwert erreicht, so dass den "Haifischen der Branche" der Tisch, respektive das Festmahl vom Gesetzgeber vorbereitet wird. Armer BGH , die Väter unseres Grundgesetzes drehen sich bei solchen Entscheidungen im Grabe um! Anscheinend ist die Deutsche Rechtsprechung von Lobbyisten so beeinflusst, dass mittlerweile , eigentlich zwingend, der Vergleich zu einer "Bananenrepublik" mehr als gerechtfertigt erscheint.
    Aber andersrum gesehen: Welche Entscheidung kann man auch von Menschen hinsichtlich des Internets erwarten/ abverlangen, die aufgrund ihrer Erfahrung und technischen Auffassungsgabe allenfalls in der Lage sind einen Taschenrechner oder Schreibmaschine vernünftig und richtig zu bedienen? Diese Rechtsprechung hat das Internet vor mehr als 10 Jahren nicht verstanden (überhaupt bemerkt?) und mit diesem Urteil eindrucksweise bestätigt, dass es immer noch Lichtjahre davon entfernt ist, dessen Gefahren und Problematiken überhaupt ansatzweise zu verstehen und richtig zu beurteilen zu können!
  6. #6

    Mehr als 10 Jahre Internet

    Vor ca. 10 Jahren wurde man von allen als Onlinehändler noch müde belächelt und bemitleidet. Nun hat das Internet einen Stellenwert erreicht, so dass den "Haifischen der Branche" der Tisch, respektive das Festmahl vom Gesetzgeber vorbereitet wird. Armer BGH , die Väter unseres Grundgesetzes drehen sich bei solchen Entscheidungen im Grabe um! Anscheinend ist die Deutsche Rechtsprechung von Lobbyisten so beeinflusst, dass mittlerweile , eigentlich zwingend, der Vergleich zu einer "Bananenrepublik" mehr als gerechtfertigt erscheint.
    Aber andersrum gesehen: Welche Entscheidung kann man auch von Menschen hinsichtlich des Internets erwarten/ abverlangen, die aufgrund ihrer Erfahrung und technischen Auffassungsgabe allenfalls in der Lage sind einen Taschenrechner oder Schreibmaschine vernünftig und richtig zu bedienen? Diese Rechtsprechung hat das Internet vor mehr als 10 Jahren nicht verstanden (überhaupt bemerkt?) und mit diesem Urteil eindrucksweise bestätigt, dass es immer noch Lichtjahre davon entfernt ist, dessen Gefahren und Problematiken überhaupt ansatzweise zu verstehen und richtig zu beurteilen zu können!
  7. #7

    so kann man seine Firma auch ruinieren....

    in dem man jahrelang sinnlos durch alle Instanzen klagt, wegen einem vermeintlichen Wettbewerbsverstoß und das auch noch von relativ unbedetenden Unternehmen. Wenn das einer mit mir versucht schick ich meine russichen Kumpels vorbei um den Kläger "sehr höflich" auf die Unsinnigkeit seines Unterfangens hinzuweisen,
  8. #8

    Geld und Hirn

    Zitat von divina_commedia Beitrag anzeigen
    Wenn ein Unternhemen deshalb im Suchindex absinkt dann müssen da wohl einige Schwachköpfe arbeiten die von SEO und SEM keine Ahnung haben. Damit haben sie es dann aber auch zu recht verdient. Ich hab bis heute noch nie von Most Pralinen gehört.
    Nicht immer ist gute und erfolgreiche SEM (inkl SEO) eine Frage des Hirns.
    Wir betreuen einige Kunden, da ist es schlicht eine Frage des Geldeinsatzes. Bei Moneykeywords sind die TOP 3 Positionen sehr umkämpft, sowohl bei den organischen Suchergebnissen, wie auch bei Adwords...mit Hirn alleinn kommt man da nicht mehr wirklich weit. Das Generieren von guten Backlinks, bzw das Bereitstellen von vernünftigen Inhalten (die ja "Google" so liebt), ist einfach auch eine Frage des Geldes.
    Die Zeiten sind vorbei, in denen es ein wenig Onpage-Offpage-SEO alleine tut...manchmal denke ich, leider :-)

    Was das Urteil angeht, bin ich gespannt, wann es in Adwords berücksichtigt wird...bisher blockt Google diese Art der Werbung noch in den meisten Fällen.