Partnerbörsen-Reklame: Plötzlich prominent

Mitte November entdeckte sich "FannyFranziska" plötzlich auf der Titelseite von Bild.de. Dass sie dort als Werbemodell für eine Partnerbörse landete, gehörte zu den Nebenwirkungen eines Preisausschreibens. Eine kleine Geschichte, die eine Menge darüber sagt, wie wir heute mit dem Web umgehen.

http://www.spiegel.de/netzwelt/web/w...-a-871990.html
  1. #1

    Tja, dumm gelaufen. Wenn man die Leute soweit hat, dass sie ungelesen alles unterschreiben, dann hat man schon gewonnen. Man könnte in jeder End User License Agreement verstecken, dass man den Produzenten sein Haus überschreibt und sein Erstgeborenes opfert, und 99,9% der User würden auf "Zustimmung" klicken.
    Kein Mensch hat Zeit und Lust, ständig anzuhalten und einen halben Roman an todlangweiligem Juristendeutsch zu lesen, der einem in der Regel a.) nur mitteilt was man nicht darf und b.) sowieso immer gleich klingt.

    Eine wirkliche Lösung fiele mir da nicht ein. Standardisierte Versionen? Klartext? Leichtere Anfechtbarkeit? Alles nicht so wirklich.
  2. #2

    .

    Ich gehöre zu den Bedenkenträgern, muss bei der Umfrage aber den ersten Punkt ankreuzen - wenn ich schon so dumm gewesen wäre zuzustimmen, kann ich mich nachher kaum beklagen. Natürlich hätte ich da nicht mitgemacht...

    Die FannyFranziska wird sich womöglich nochmal wundern wo sie in Zukunft ihr Gesicht noch entdecken wird. Ob sie das dann immer noch lustig findet, müsste man nochmal nachfragen...
  3. #3

    Wo?

    Wo ist da jetzt die Story? Sie stimmt Werbung zu, es wird Werbung gemacht mir Ihr.
    Die sonst in der Werbung abgebildeten Personen sind wohl irgendwelche künstlich erzeugten Clone?
  4. #4

    .........

    selbst Schuld, wer Mann aus Steckdose sucht muss damit rechnen. Geht mit offenen Augen durch die Welt, dann findet sich schon ein Partner, wenn nicht- sind vielleicht die Augen zu geschlossen??

    Heute muss ja alles halbfertig sein und angeboten werden , die Pizza zum aufbacken, Telefonnummern gespeichert, Gemüse tiefgefroren und Partnerwillige auf einer Seite zum herauspicken.
  5. #5

    Shizophrenie

    Wer das anklickt und sich hinterher ärget, der hat eindeutig was falsch gemacht. Daher leiden ca. 50% der Teilnehmer des Votings wohl an fortgeschrittener Dummheit. Wenn man so etwas nicht will, dann setzt man seinen Haken erst garnicht - und das auch offline. Dass man bei "Preisausschreiben" mit seinen Daten bezahlt, ist wohl hinlänglich bekannt. Wem das egal ist, solls gerne tun - siehe Franziska. Wem es nicht egal ist, der nimmt nicht teil. So weit, so normal.

    @Atheist_Crusader: Im Prinzip haben Sie Recht, viele ungewöhnliche Artikel in AGB sind daher auch ungültig, zB versteckte Kosten, weil sie nicht den Erwartungen entsprechen und die AGB sowieso nicht jedesmal komplett gelesen werden. Im vorliegenden Fall hat Franziska aber bewusst zugestimmt. Ich finde die Sorglosigkeit auch bedenklich, aber nur die von Franziska. Dem Unternehmen ist ja nun wirklich nichts vorzuwerfen, im Gegenteil. Wenn er es geschafft hat, dass der User weiß, was er "unterschreibt", hat er imho sogar vorbildlich gehandelt.
  6. #6

    Hmm

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Mitte November entdeckte sich "FannyFranziska" plötzlich auf der Titelseite von Bild.de. Dass sie dort als Werbemodell für eine Partnerbörse landete, gehörte zu den Nebenwirkungen eines Preisausschreibens. Eine kleine Geschichte, die eine Menge darüber sagt, wie wir heute mit dem Web umgehen.

    Wie man per Preisausschreiben zum Werbemodell wird - SPIEGEL ONLINE
    Die Sache ist an sich ja nicht verwerflich. Und die Dame findet es auch lustig, bzw. nicht schlimm.
    Was ich allerdings nicht so toll finde ist, das noch lange Zeit nach Ihrer Zustimmung mit Ihr geworben wurde/wird. Sie bekam für einen Monat einen Premiumzugang und die Firma darf Monate-/Jahrelang mit Ihr werben. Find ich nicht so Ok.
  7. #7

    Zitat von Atheist_Crusader Beitrag anzeigen
    Tja, dumm gelaufen. Wenn man die Leute soweit hat, dass sie ungelesen alles unterschreiben, dann hat man schon gewonnen. Man könnte in jeder End User License Agreement verstecken, dass man den Produzenten sein Haus überschreibt und sein Erstgeborenes opfert, und 99,9% der User würden auf "Zustimmung" klicken.
    Kein Mensch hat Zeit und Lust, ständig anzuhalten und einen halben Roman an todlangweiligem Juristendeutsch zu lesen, der einem in der Regel a.) nur mitteilt was man nicht darf und b.) sowieso immer gleich klingt.

    Eine wirkliche Lösung fiele mir da nicht ein. Standardisierte Versionen? Klartext? Leichtere Anfechtbarkeit? Alles nicht so wirklich.
    Ganz so einfach ist es nicht. Wenn aus dem Vertrag ein offensichtlicher Nachteil entsteht (Kindesopferung gehört wohl dazu...), dann müssen Sie da schon explizit drauf hingewiesen werden. Ansonsten wird es zwar anstrengend und der Anwalt freut sich, aber Sie dürften da wieder rauskommen.
  8. #8

    optional

    "Man tritt einer Partnerbörse bei, um sich potentielle Lebensabschnittsgefährten zuführen zu lassen." - grauenvolle Formulierung. Man lässt sich Lebensabschnittsgefährten zuführen?!
  9. #9

    oh gott

    letzens gab es auch spon einen bericht, ob die welt immer dümmer wird und hier ist der beweis. 50% stimmen etwas zu und wundern sich später das es eintritt. da kann man nur mit dem kopf schütteln.