Panorama-Bildband "America": "Je rostiger, desto schöner"

Horst Hamann/ Edition Panorama Alte Autos, leere Straßen, dazu grandiose Landschaften: In seinem Bildband "America" zeigt der Fotograf Horst Hamann das Ergebnis unzähliger Roadtrips quer durch die USA. Im Interview erzählt er von der Poesie von Rost und Verfall - und erklärt, warum der amerikanische Traum noch funktioniert.

http://www.spiegel.de/reise/fernweh/...-a-871616.html
  1. #1

    Romantisierung der Müllhalde

    Ich weiß nicht was das für ein Traum sein soll der aussieht wie ein Schrottplatz? Schöne Landschaften in der Prärie wären ein Traum aber doch nicht so was. Durch diese viele tote Städte entsteht ein immenser Umweltschaden. Amerikaner denken extrem kurzfristig und wollen in kürzester Zeit den maximalen Gewinn rausholen: für Mensch und Natur eher ein Alptraum. Würde es sich nicht um USA handeln sondern z.B. um Russland, würde man statt den romantischen Märchen eher Gejammer darüber schreiben.

    Der Autor soll nach Detroit fahren, dort kann er sich mit seiner Kamera richtig austogen und noch mehr "Träume" aufnehmen: riesige tote Fabriken und Bahnhöfe.
  2. #2

    Die

    ..ist das legendäre "Ludlow Cafe" in Ludlow, CA.

    http://www.panoramio.com/photo/6194071
  3. #3

    Der amerikanische Traum - hahaha...

    "In den USA sagt man: Es ist kein Problem, wenn du hinfällst, aber es ist ein Problem, wenn du nicht aufstehst und wieder neu anfängst."
    Hört sich fast an wie Mitt.
    Wenn du hinfällst und brichst dir den Oberschenkelhals klingt dieses 'Pioniergeist'-Klischee wohl etwas daneben...

    Aber mal ohne Polemik: was ist, wenn du aus verschiedenen Gründen (bankrott da Haus verloren mit $200,000 Schulden, kein Job da zu alt oder falsche Hautfarbe, schwere Krankheit aber nicht versichert und kein Geld für Behandlung, Betriebsunfall und im Rollstuhl aber Versicherung zahlt nicht usw) echt nicht mehr aufstehen kannst?

    Zig-millionen haben keine Chance, jemals wirklich aufzustehen... 'der amerikanische Albtraum' klingt etwas realistischer (außer wenn man zu den 1% gehört natürlich)...
  4. #4

    Schön zu haus e bleiben ...in deiner miefigen kleinstadt

    ud Nie und Nimmer in der USA reisen.. ! Am besten gar nicht reisen !
  5. #5

    Zitat von donnerfalke Beitrag anzeigen
    Der Autor soll nach Detroit fahren, dort kann er sich mit seiner Kamera richtig austogen und noch mehr "Träume" aufnehmen: riesige tote Fabriken und Bahnhöfe.
    An Detroit sieht man m.E. eher die Flexibilität der US-Wirtschaft. Die Stadt hat über 60% bzw. über 1 Mio. vom Höchststand verloren, die Leute haben sich also woanders Arbeit gesucht mit dem Ergebnis, dass die Arbeitslosenquote nur wenig über dem Landesdurchschnitt liegt.
  6. #6

    Wieso?

    Wieso kommt ein Mann, der derart in den "american way of life" vernarrt ist, nach dreißig Jahren zurück, obwohl er immer noch an den "american dream" glaubt? Diese zentrale Frage hätte ich gerne gestellt und beantwortet gesehen. Da muß doch etwas wichtiges dahinterstecken. Wieso haben Sie sie nicht gestellt, Frau Blinda?
  7. #7

    Zitat von ozzoid Beitrag anzeigen
    "In den USA sagt man: Es ist kein Problem, wenn du hinfällst, aber es ist ein Problem, wenn du nicht aufstehst und wieder neu anfängst."
    Hört sich fast an wie Mitt.
    Wenn du hinfällst und......
    ja, da haben wir es doch viel besser. der staat kümmert sich um alles, finanziert die krankenkasse, die rente und man muss den allerwertesten erst gar nicht hochkriegen. natürlich finanziert von den deppen die das aber tun... viel schöner, nicht wahr ?
  8. #8

    Richtig gruselig ...

    ... wird mir, wenn ich mache Kommentare hier lese und mir vorstelle, ich müsste eines Tages selbst so sein, ohne jedes Verständnis für menschliche Größe, blind für die Schönheit der Welt: Lemuren des Wohlfahrtsstaates. Umso mehr freue ich mich, dass es Künstler wie Horst Hamann gibt, die dafür kämpfen, dass der Zauber in der Welt bleibt. Dafür vielen Dank!
  9. #9

    Die Realität

    Zitat von Das Grauen Beitrag anzeigen
    Wieso kommt ein Mann, der derart in den "american way of life" vernarrt ist, nach dreißig Jahren zurück, obwohl er immer noch an den "american dream" glaubt? Diese zentrale Frage hätte ich gerne gestellt und beantwortet gesehen. Da muß doch etwas wichtiges dahinterstecken. Wieso haben Sie sie nicht gestellt, Frau Blinda?
    Ja die Realität eines so großen Landes sieht eben nicht immer nur super schön aus.
    Man sollte auch Aufnahmen von den Gegenden zeigen die nicht jeden Tag in den Hochglanzzeitschriften zu sehen sind und die Wirklichkeit nicht immer widerspiegeln.