Gipfel in Brüssel: EU vertagt Reformfahrplan auf Sommer 2013

APEs sollte ein Gipfel der großen Reformen werden. Doch schließlich verschoben die Regierungschefs der EU-Staaten am frühen Freitagmorgen die wesentlichen Entscheidungen auf den Sommer. Immerhin wollen die Euro-Länder nun die Banken-Union vervollständigen.

http://www.spiegel.de/wirtschaft/soz...-a-872862.html
  1. #1

    Jetzt wurden ja die Griechen mit einer neuen Zahlung ruhig gestellt. Man hat den Nobelpreis erhalten. Alles bestens. Also kann man wieder auf Sicht fahren und weiter wursteln. Ich bin zutiefst beeindruckt von Europa !
  2. #2

    Das Jahr 2012 wird als das Jahr der noch dreisteren Lügen und geräumten, vorher jedoch als völlig unverrückbaren roten Linien der Wendehals-Murksel eingehen. Leider auch als ein Jahr, in dem die Medien sich dazu wie die drei Affen aufführen: nix sehen, nix hören, nix sagen. Speichellecken was die Drüse hergibt! Einzige rühmliche Ausnahme: der Münchhausen-Check auf SPON. Leider ein Lichtlein in der finsteren Nacht.
  3. #3

    Die Feilschen zwischen den einzelnen Akteuren ist nicht nur negativ, zwar versucht jeder seine Interessen durchzusetzen, auch das ist nun mal so zwischen Geschäftspartnern. Nur wenn versucht wird dem einen höheren Sinn zu geben, wird es problematisch. Dafür müsste eine europäische Identität geben, was aber nicht der Fall ist.

    Glitzerwasser: Europa, der Friedensnobelpreis und Lessings Bogen
  4. #4

    Der Artikel wird den vielen Eurokritikern sicher überhaupt nicht schmecken. Aber vermutlich werden Sie ihn gar nicht lesen, oder - wie meistens - nicht verstehen, oder ins Gegenteil verklären. Euro und EU Gegner sind wie Schizzophrene oder Alkoholkranke, die merken gar nicht mehr was für ein unqualifiziertes Zeug Sie quatschen. Die leben fernab der Realität und Träumen von irgendwelchen Utopien.

    Jetzt ist es Zeit, diese Siebenschläfer wieder mit dem Holzhammer zu wecken und in die Realität zurückzuholen! Vier Jahre lang wurde rumgeunkt und gegen Euro, EU, Eliten und den Kapitalismus gewettert. Der Bauernaufstand wird nun aber wieder beendet. Die Leute sind der Leier von der bösen EU überdrüssig. Ein paar hardcore Gegner werden zwar bleiben und sich gegenseitig ihre Märchen und Verschwörungsstorys erzählen, aber solange keiner mehr zuhört, soll es mir Recht sein.
  5. #5

    Wie ineffektiv sich das Provinzmäuschen auf europäischem Parkett bewegt,

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Es sollte ein Gipfel der großen Reformen werden. Doch schließlich verschoben die Regierungschefs der EU-Staaten am frühen Freitagmorgen die wesentlichen Entscheidungen auf den Sommer. Immerhin wollen die Euro-Länder nun die Banken-Union vervollständigen.

    EU-Gipfel vertagt Reformfahrplan auf Sommer 2013 - SPIEGEL ONLINE
    ist doch völlig zweitrangig; bekanntlich bewegen sich in der Europaverwaltung nur jene, die geldgeil und im nationalen bereich nicht zu gebrauchen sind.

    Vorrangig hingegen ist, das bei verkündeter weiterer Reduzierung des Mittelstandes sich in dem unteren Bereich der Gesellschaft eine immer größere Ideologie der Staatsverdrossenheit etabliert, die ihr Ventil in extremen Betätigungen sucht und - wie inzwischen bekannt - von dem rechten Gesocks in den höheren Behörden freie Bahn bekommt.

    Das sind zwar nicht per se Nazis (wie so leichtfertig behauptet und kategorisiert wird), sondern berechtigt unzufriedene Menschen, die in der DDR-Machtverwaltungs-und Kohlschen-Aussitz-Politik nicht mehr vorkommen.

    Gerade so etwas steht im diametralen Verhältnis zu der von der Industrie favorisierten Individualisierungsentwicklung des Einzelnen.

    Soll sich also niemand wundern, wenn aus dem aus der Merkelschen Politik hervorgegangen rechten Mob erneut ein paar Verrückte hervorgehen, die NSU ähneln.

    Es ist vorrangigste Aufgabe der Merkel soziale Schieflagen zu verhindern, um das Volk am Ende nicht gegeneinander aufzumischen; das kann diese Dame nicht, vermutlich ist sie schon zu lange dort und befindet sich nur noch in einem begrenzten Wahrnehmungstunnel auf hoher europäischer Ebene.
  6. #6

    Fürst Metternich

    Der Kongress tanzt - damals, in Wien...und heute in Brüssel! Die "Weiter-so-Macher" widmen sich jetzt erst mal dem lieben Christkindlein, im Stall - statt ihren "Saustall" auszumisten, entzünden sie lieber Duftkerzen -und tschüß bis 2013 - Ihr großes Allheilmittel: Mehr Wettbewerbsfähigkeit in der EU - kann nur scheitern. Ist es doch eine Ursache für die Misere. Gerade der neoliberale Wettbewerbshorror schafft: Opel in Bochum, Thyssen&Krupp etc. Wie kann ich denn auf einem Irrweg einfach weitermachen? Doch, die Massen wollen jetzt Harmonie, zum Fest der Liebe. Also, gib dem Volk was es haben will. The show must go on!
  7. #7

    Verschieberei

    Man stelle sich mal die Folgen vor, wenn Unternehmen ihren Reformbedarf einfach vor sich herschieben würden !
  8. #8

    prima

    saubere Leistung!
  9. #9

    nein,nein - Merkel lässt bei uns schon die Altersvorsorgen plündern

    Die Reformen HINTER der "Endültig-alle-Krisen-beendenden-Reform" laufen schon längst. Unbemerkt hat Merkel und ihre Koalition den Lebensversicherern ermöglicht 50% der kundeneigenen Bewertungsreserven zu behalten (Gesetz wurde gestern mit Mehrheit der Koaltion CDU/CSU und FDP) verabschiedet. Diese Reserven werden eigentlich komplett dem Kunden ausgezahlt.

    Das bedeutet aktuell bis zu 5-10% Abschlag auf die Auszahlung. Im konkreten Fall bedeuetete das für die Kunden 5000- 10.000 Euro weniger.
    Anstatt den Aktionären der angeblich notleidenden Versicherer die Dividende zu kürzen wird das Geld der Kunden verfrühstückt.
    Die Mutti der Nation ist wie Rösler eine eiskalte Lobbyistin.
    Am Anfang war es die Mehrwertsteuerbefreiung für Hoteliers durch FDP, am Ende ist es der Raubzug der Kundengelder in den Lebensversicherungen durch die CDU und Fr. Merkel.

    Umverteilt wird hier also kundeneigenes Geld in die Gewinne der Aktionäre der Versicherer.
    Natürlich erfolgt das still und leise - zumal die doch aktuell ach immer auf der höhe befindlichen InternetMedien wie SPON etc. nichts davon verlauten lassen.