US-Debatte um "Zero Dark Thirty": Foltern im Namen der Freiheit

Universal PicturesCIA-Agenten foltern einen Gefangenen, sie wollen Details für die Jagd auf Osama Bin Laden erpressen. Mit solch drastischen Szenen schockiert der Film "Zero Dark Thirty" - und facht in den USA eine hitzige Debatte an. Mittendrin Regisseurin Kathryn Bigelow, die sich missverstanden fühlt.

http://www.spiegel.de/politik/auslan...-a-872733.html
  1. #1

    die angebliche ermordung obamas...

    wird in diesem film dargestellt.

    an die spiegelredaktion und den rest der "amerika sagt immer die wahrheit"systemmedien.

    ohne beweise geht es in allen realitystories marke hollywood um fiktion.
    schauspielerei..
    also das wovon amerika neben vernichtungstechnik am meissten zu bieten haben...
  2. #2

    Titellos

    Zitat von petraschneider Beitrag anzeigen
    wird in diesem film dargestellt.

    an die spiegelredaktion und den rest der "amerika sagt immer die wahrheit"systemmedien.

    ohne beweise geht es in allen realitystories marke hollywood um fiktion.
    schauspielerei..
    also das wovon amerika neben vernichtungstechnik am meissten zu bieten haben...
    Also haben die Taliban und Al-Kaida den Tot Bin-Ladens zugegeben, um die ganze Welt zu narren? Interessante These. Völliger Blödsinn, aber sie trägt zur allgemeinen Erheiterung bei.
  3. #3

    Land of the Free

    Fatal ist, dass die CIA-Folterer straffrei gestellt wurden, weil Sie auf Befehl gehandelt hätten. Mit genau dieser Ausrede haben schon Nazi-Militärs versucht, sich vor der Verantwortung zu drücken. Folter ist ein Verbrechen und gehört strafrechtlich verfolgt, egal aus welchen Motiven, die durchaus edel sein können, gehandelt wurde. Erschreckend ist, dass ausgerechnet das "Land of the Free" zu den Fotlerstaaten gehört und sich damit bei Syrien, Iran, Nordkorea usw. einreiht.
  4. #4

    Zitat von mantrid Beitrag anzeigen
    Erschreckend ist, dass ausgerechnet das "Land of the Free" zu den Fotlerstaaten gehört und sich damit bei Syrien, Iran, Nordkorea usw. einreiht.
    Und wo reiht sich D hiernach dann ein ?

    Fall Ouri Jallow: Gericht verhängt Geldstrafe gegen Polizist - SPIEGEL ONLINE

    Das war übrigens kein Massenmörder, der tausende Unbeteiligte auf dem Gewissen hatte ... er hat nur mutmasslich zwei Frauen angepöbelt !
  5. #5

    Nicht AQ hat den Tod von ObL bestätigt...

    ...sondern die Quelle war bekanntlich das SITE-Institut mit Sitz am Potomac. Das wurde hier im Mai 2011 hier ausführlich diskutiert. Fakt ist nunmal, daß die USA jedwede Art von Beweis für die Versenkung bin Ladens bislang schuldig geblieben sind.
  6. #6

    pentagon-propaganda aus hollywood

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    CIA-Agenten foltern einen Gefangenen, sie wollen Details für die Jagd auf Osama Bin Laden erpressen. Mit solch drastischen Szenen schockiert der Film "Zero Dark Thirty" - und facht in den USA eine hitzige Debatte an. Mittendrin Regisseurin Kathryn Bigelow, die sich missverstanden fühlt.

    "Zero Dark Thirty": Diskussion um Folter bei der Bin-Laden-Jagd - SPIEGEL ONLINE
    bisher gab's regelmäßig kitschige image-filme zur werbung des us-landsknecht nachwuchses à la top gun, gefoltert haben allenfalls die türken in midnite express - die bösen sind immer die anderen.

    wie wär's mal mit einer realistischen hollywood-action-fiktion, in der sich die chilenen für 9/11 bei den amerikanern rächen, mit flächenbombardements über lengley, der cia-centrale, renditions beteiligter us-agenten und deren anschließender folterhaft über jahrzehnte - als vergeltung für den 11. september 1973 und die us-verwicklung in den blutigen militärputsch.

    es gibt doch genügend drehbuch-stoff aus der realen us-geschichte, kongos lumumba, der schah in iran sind nur einige, damit "joe sixpack" eine ahnung davon bekommt, "warum sie uns hassen".
    aber soviel realismus, fast hätte ich gesagt, geschichtsunterricht im us-kino, ist einfach zu viel, gefährdet die nationale sicherheit, den militärisch-industriellen komplex - wahrscheinlich auch für den spon-zensor, oder?

    "das wetter wickert" musste sich für ähnlich "abstruse" gedanken ganz schnell öffentlich entschuldigen, sonst wäre er seinen tagesthemen-job los geworden... .
  7. #7

    Zitat von Kesha Beitrag anzeigen
    Fakt ist nunmal, daß die USA jedwede Art von Beweis für die Versenkung bin Ladens bislang schuldig geblieben sind.
    Fakt ist, dass den USA am Hintern vorbei geht, ob Sie sich Verschwör-Schmonzes aus dem Märchen-Web zusammenpuzzeln ... das ist denen vollkommen schnurzpiepegal. Genau deshalb sind die da auch niemand "etwas schuldig". OBL hat sich Krieg gewünscht und den Krieg hat er bekommen. Und gut ist's ...
  8. #8

    pentagon-propaganda aus hollywood

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    CIA-Agenten foltern einen Gefangenen, sie wollen Details für die Jagd auf Osama Bin Laden erpressen. Mit solch drastischen Szenen schockiert der Film "Zero Dark Thirty" - und facht in den USA eine hitzige Debatte an. Mittendrin Regisseurin Kathryn Bigelow, die sich missverstanden fühlt.

    "Zero Dark Thirty": Diskussion um Folter bei der Bin-Laden-Jagd - SPIEGEL ONLINE
    bisher gab's regelmäßig kitschige image-filme zur werbung des us-landsknecht nachwuchses à la top gun, gefoltert haben allenfalls die türken in midnite express - die bösen sind immer die anderen.

    wie wär's mal mit einer realistischen hollywood-action-fiktion, in der sich die chilenen für 9/11 bei den amerikanern rächen, mit flächenbombardements über lengley, der cia-centrale, renditions beteiligter us-agenten und deren anschließender folterhaft über jahrzehnte - als vergeltung für den 11. september 1973 und die us-verwicklung in den blutigen militärputsch.

    es gibt doch genügend drehbuch-stoff aus der realen us-geschichte, kongos lumumba, der schah in iran sind nur einige, damit "joe sixpack" eine ahnung davon bekommt, "warum sie uns hassen".
    aber soviel realismus, fast hätte ich gesagt, geschichtsunterricht im us-kino, ist einfach zu viel, gefährdet die nationale sicherheit, den militärisch-industriellen komplex - wahrscheinlich auch für den spon-zensor, oder?

    "das wetter wickert" musste sich für ähnlich "abstruse" gedanken ganz schnell öffentlich entschuldigen, sonst wäre er seinen tagesthemen-job los geworden... .
  9. #9

    Folter-Propaganda

    Was die amerikanische Serie 24 angefangen hat, setzt Bigelow fort: die die Wiedereinführung von Folter in der westlichen Welt zu rechtfertigen. Natürlich geschieht dies nicht ohne Krokodilstränen und die fortwährende Beteuerung, dass man ja gerne die Folter verurteilen würde, aber leider durch die Umstände gezwungen sei, ihre Notwendigkeit und ihren Erfolg anzuerkennen.

    Folterer wie Bigelows Heldin werden deshalb als unermüdliche Kämpfer gegen das Böse inszeniert, die um der guten Sache Wille kurzzeitig die moralischen Grenzen überschreiten müssen, am Ende aber als gefeierte Helden da stehen. Auf die Erwartung, dass sich die Kinogänger mit der positiv gezeichneten Hauptfiguren identifizieren, baut sich dann Hoffnung, dass das Publikum auch deren Methoden als unvermeidlich hin nimmt. Die USA foltern für die Freiheit...

    Ein Glück auch für Bigelow, dass islamische Terroristen angeblich überall lauern. Mussten amerikanische Filme füher auf Indianer zurückgreifen, wenn es darum ging zu zeigen, wie wie agressiv-grausame Hordenwesen von guten weißen Amerinaern niedergemetzelt wurden, kann man man nun auf fremdländissche aussehende Islamisten zurückgreifen, die von guten weißen Amerikanern niedergemetzelt werden. Filme wie die von Bigelow geben sich oberflächlich betroffen, werben aber letztlich für die Entmenschlichung der Feinde, die, indem sie sich gegen die USA stellten, offensichtlich alle Rechte verwirkt haben. Für die, die Hollywood als die Feinde der Freiheit ausersehen hat, gibt es keine Würde, kein Recht auf einen fairen Prozess und keine faire Darstellung.

    Man kann Gefangene z.B. dabei fotografieren, wie sie nackt an der Hundeleine durch einen irakischen Folterknast geführt werden, weil man ein nettes Souvenir will. Man in einem Spielfilm darstellen, wie Gefangene zu Brei geschlagen und gefoltert werden, weil man den amerikanischen Sieg medial inszenieren will. Beschwert sich jemand darüber, hat er natürlich alles falsch verstanden...