Milliarden-Ersparnis: Google-Boss ist "sehr stolz" auf Steuertricks

APMit komplizierten Manövern spart Google Milliarden an Steuern. Peinlich ist das dem Verwaltungsratschef des Suchmaschinenkonzerns überhaupt nicht. "Das nennt man Kapitalismus", sagt Eric Schmidt.

Google-Boss Eric Schmidt ist "sehr stolz" auf Steuertricks - SPIEGEL ONLINE
  1. #1

    Und da hat er recht. Es ist genau die Gesellschaftsform, die alle wollen (meinen zu wollen). Ich finde es witzig, dass sich meist besonders diejenigen richtig laut über diese Methoden aufregen, welche selbst an jeder Stelle versuchen davon zu profitieren und diejenigen wählen, welche dafür verantwortlich sind.
  2. #2

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Mit komplizierten Manövern spart Google Milliarden an Steuern. Peinlich ist das dem Verwaltungsratschef des Suchmaschinenkonzerns überhaupt nicht. "Das nennt man Kapitalismus", sagt Eric Schmidt.

    Google-Boss Eric Schmidt ist "sehr stolz" auf Steuertricks - SPIEGEL ONLINE

    Stimmt, da hat er Recht! Das ist Kapitalismus 2012!
    ....Herr Fleischhauer ich erwarte ihr Verteidigung des rationalen Managers!

    Ich persönlich hätte aber auch nix gegen ein neues System;)
  3. #3

    So ist das Leben...

    Deshalb sollte man Reiche auch schützen und ihre Steuerzahlungen (die sie zum Teil trickreich umgehen) wenigstens im Notfall der Zahlpflicht kürzen. Eben: FDP ist angesagt, insbesondere für Nichtmilliadäre...
  4. #4

    Geld ist alles

    "Das nennt man Kapitalismus"
    Das Dumme ist, der Mann hat recht! Wer sich über solche in vielen Fällen ja völlig legalen Tricks aufregt, muß sich darüber im Klaren sein, das dagegen in letzter Konsequenz nur ein Wechsel des Wirtschaftssystems helfen würde. Und bevor hier der Aufschrei kommt - das meint gar nicht zwingend eine sozialistische Alternative. Das die nicht funktioniert, haben wir schon erfahren. Aber die Suche nach Alternativen muß weitergehen. Einfach nur den Kapitalismus als die beste denkbare Wirtschaftsordnung hinzustellen funktioniert offenbar auch nicht. Dafür ist leider der hier angesprochene Fall der Steuermanipulation nur ein Beispiel unter vielen. Also: Weiterdenken!
  5. #5

    Recht hat er.

    "... er könne seinen Anteilseignern nicht erklären, dass ihm "die Briten leid tun" und er deswegen mehr zahlen wolle. Möglicherweise gebe es sogar "irgendein Gesetz dagegen, das zu tun".--- Wahrscheinlich machte er sich denen gegenüber dann womöglich schadenersatzpflichtig.
  6. #6

    Wer ist in der Pflicht?

    Nicht Google steht in der Pflicht, sondern die Länder oder Staatengemeinschaften. Diese müssen die Steuergesetz ändern und Schlupflöcher schließen. Eric Schmidt macht das was man von ihm verlangt - clever wirtschaften im Rahmen der rechtlichen Möglichkeiten.

    Nicht Google hat diese ungerechten Steuervorteile entwickelt, sondern die Länder.
  7. #7

    Öhm ...

    Warum sollte es dem Mann auch peinlich sein, wenn seine Firma das erwirtschaftete Geld nicht korrupten Nichtskönnern in die Hände gibt, die das Geld sowieso nur verschleudern?! Ich kann Google gut verstehen und finde es schade, dass ich nicht auch solche "Tricks" draufhabe.
  8. #8

    Recht hat er

    Auch wenn es moralisch verwerflich sein sollte, ist es dennoch das, was der Kapitalismus fordert. Würden die großen Konzerne das nicht tun, würden sie sich u.U. wegen der Veruntreuung des Geldes ihrer Aktionäre schuldig machen. Was dagegen hilft sind Gesetze, die sowas verhindern. Aber das funktioniert nicht, Lobbyismus sei Dank. Die Politiker vertreten eben einfach nicht mehr die Interessen des Volkes.
  9. #9

    Gerecht ?

    Was ist an Steuern gerecht? Ist es etwa gerecht wenn der französische Staat von seinen reichen Bürgern 75% verlangt?

    Steuern werden mehr oder weniger willkürlich von den Staaten festgelegt. Je nachdem welche Regierung die Bürger gewählt haben. Die Bürger müssen sich dann an die jeweiligen Gesetze halten. Das macht Google. Wenn sie mehr zahlen würden als sie müssten wäre das eine Veruntreuung von Aktionärsvermögen.

    Wenn Großbritannien mehr Steuern von Google will müssen sie die entsprechenden Gesetze ändern. Ob dann Google weiter in Großbritannien vertreten bleibt ist eine Entscheidung der Firma.