Bund der Steuerzahler: Klage gegen Dienstwagen-Regelung

Viele Angestellte zahlen zu hohe Abgaben auf ihren Dienstwagen - diese Ansicht vertritt der Steuerzahlerbund und klagt deswegen vor dem Bundesfinanzhof. Es geht dabei um die Frage, welcher Preis als Berechnungsgrundlage für die sogenannte Ein-Prozent-Regel genommen wird.

http://www.spiegel.de/auto/aktuell/b...-a-872699.html
  1. #30

    gepanzerte Limousinen

    Es sei denn, man ist auf eine gepanzerte Limousine angewiesen, die zur Selbststeuerung nicht geeignet ist, dann ist das steuerfrei! Wie sagte Bruno Jonas mal: Seitdem das Flugbenzin steuerfrei ist, kann ich endlich den Kindermädchenfreibetrag oll ausschöpfen...
  2. #31

    Zitat von nochStudent Beitrag anzeigen
    Also da sagt mein Lohnzettel aber etwas anderes. 1% des Listenpreises + Fahrweg * 0,03% werden mir jeden Monat aufs Gehalt geschlagen. Dann kommen die Abzüge (Steuer und SV) und danach wird mir der Betrag vom Netto abgezogen, also nix SV befreit......
    Da haben Sie recht. Das kam nur aus eigener Betrachtung.
  3. #32

    Zitat von nochStudent Beitrag anzeigen
    Steuern und SV Beträge haben nichts gemeinsam. Es gibt einen Spitzensteuersatz und es gibt bemessungsobergrenzen für SV Abzüge - das sollte man nicht vermischen und ergibt in der jeweiligen Maximalausprägung auch mal mehr als 50% Gehaltsabzug - weiter oben wird es dann wohl wieder relativiert und pegelt sich beim Grenzwert von 45% ein - ich verdiene aber weder genug für Variante 1 noch für Variante 2.

    richtigstellen wollte ich es trotzdem.
    Fuer die 45% Spitzensteuersatz auf den Firmenwagen mussen Sie verheiratet glaube ich in Deutschland 500.000 € versteuern. Da ist der Gehaltsabzug minimal.
  4. #33

    ...

    Zitat von rwachsmu Beitrag anzeigen
    Es handelt sich um ein unverschämtes Steuergeschenkt für Arbeitnhemer, die in der Regel schon gut verdienen und um eine ebensolche unverschämte Subvention der Automobilindustrie. Ein weiteres Beispiel für die asoziale Steuerpolitik in unserem Land, die den begünstigt und beschenkt, der es eigentlich nicht nötig hat.
    ...Nicht nur das. Es zeigt auch, für wen der "Bund der Steuerzahler" sich nur einsetzt.
  5. #34

    Steuergeschenk?

    Zitat von rwachsmu Beitrag anzeigen
    Es handelt sich um ein unverschämtes Steuergeschenkt für Arbeitnhemer, die in der Regel schon gut verdienen und um eine ebensolche unverschämte Subvention der Automobilindustrie. Ein weiteres Beispiel für die asoziale Steuerpolitik in unserem Land, die den begünstigt und beschenkt, der es eigentlich nicht nötig hat.
    An welchem Fahrzeug verdient der Fiskus wohl mehr – an einem privat genutzten oder einem Firmenwagen? Ich kenne niemand der auf sein Privatfahrzeug 1 % im Monat Steuer zahlt. An jedem Firmenwagen verdient der Fiskus also kräftig mit. Wo bitte liegt hier ein „Steuergeschenk“ vor?
  6. #35

    Bitte richtig rechnen!

    Zitat von rwachsmu Beitrag anzeigen
    Es handelt sich um ein unverschämtes Steuergeschenkt für Arbeitnhemer, die in der Regel schon gut verdienen und um eine ebensolche unverschämte Subvention der Automobilindustrie. Ein weiteres Beispiel für die asoziale Steuerpolitik in unserem Land, die den begünstigt und beschenkt, der es eigentlich nicht nötig hat.
    Hallo, was kostet denn ein Firmenwagen? Was denken Sie?
    Geschenkt bekommt man da gar nichts!

    Rechnen Sie richtig: 1% plus 0,03% mal Kilometer plus Zuzahlung und das ganze auf max. 12.500 KM beschränkt.

    Wie wäre es sollen wir rechnen.....

    mfg
  7. #36

    kleinkariert

    Der Bruttolistenpreis ist wenigsten für alle Beteiligten nachvollziehbar.
    Anderenfalls, wäre ich Finanzamt, würde ich auf das Baujahr abstellen und für jedes Nutzungsjahr den %-Satz einfach erhöhen.
    Am Ende wird immer ein sachgerechtes Ergebnis herauskommen. Ausserdem fangen mit Ablauf der Gewährleistung eh die Reparaturen an (das wollen ja auch die Hersteller, Bgrenzung der technischen lifetime (BMW))
    Blick über die Grenze: in Italien sind Benziner >2,0 L Hubraum, Diesel > 2,5 l Hubrauch steuerlich überhaupt nicht verwertbar.
    Die derzeitige Lösung gar nicht so schlecht.
    Sollen doch die Hersteller die BLP lieber senken und dann keine Rabatte geben ...
  8. #37

    Zitat von derdingens Beitrag anzeigen
    Nein - er bersteuerte 814 € für das Auto. Bei einem Spitzensteuersatz von 45% (inklusive Reichensteuer) zahlt er also maximal 366,30€.
    Für diesen Betrag ist alles und alles abgegolten. Jeder Malocher der an der Stanze steht und alle diese Kosten am Hals hat kann sich da nur noch an den Kopf greifen.

    Ein Beispiel. "Deine Wischerblätter sind schlecht. Nimm meine, ich kriege neue." Es soll Leute geben die Sprit in den Zweitwagen der Ehefrau umfüllen.

    Wenn diese Klage Erfolg hat glaube ich an nichts mehr.
  9. #38

    Zitat von trader_07 Beitrag anzeigen
    Kein Mensch auf dieser Welt hat Sie daran gehindert sich entweder einen Job zu suchen, zu dem ein Firmenwagen gehört oder sich selbständig zu machen und sich einen Firmenwagen zu kaufen.

    Oder irre ich mich?

    Auch so eine wenig hilfreiche Argumentation. Wenn jeder aus welchen Gründen auch immer (selbständig oder Firmenwagen) die Kosten so beim Staat abladen könnte gäbe es diese Regelung ganz sicher nicht.

    Meine Oma 96 hat Post vom Finanzamt bekommen in Sachen Steuererklärung. Ihre Freundin auch. Die regeln doch nicht richtig. Die sollen die Rentner in Ruhe lassen und die Sachbearbeiter in die Betriebe schicken und dort das Geld holen wo es etwas zu holen gibt. Aber das ist politisch von FDP\CDU\SPD nicht gewollt.
  10. #39

    Ist schon korrekt

    Vor der Listenpreisregelung konnte mW. ein Kioskbetreiber einen gebrauchten Porsche für 10.000 Euro Geldwert versteuern und jährlich für 10.000 Euro reparieren. D.h er hat die den Fahrzeugwert weit übersteigenden jährlichen Kosten anteilig dem Fiskus aufgebrummt und ist für ein paar Cent Eigenbeteiligung Porsche gefahren. Den Listenpreis nimmt man vermutlich zur Verwaltungsvereinfachung. Spielt ja auch keine Rolle, billiger kann man nicht Autofahren als mit dem Dienstwagen - sofern man auf stetig neue Autos steht. Und die Verkehrssicherheit wird erhöht weil weniger alte Gurken herumfahren.