Schüler aus bildungsfernen Familien: Viel fördern, nichts fordern

dapdSie lernen spät Deutsch, ihre Eltern haben wenige Bücher, sie bleiben unter sich: Risikoschüler können nach der vierten Klasse nicht ausreichend lesen und rechnen, wie neue Studien bestätigen. Förder-Aktivisten versuchen mit viel Geld und Eifer, den Abgehängten zu helfen. Warum nur klappt das nicht?

Warum Berlin mit der Förderung der Schüler so wenig Erfolg hat - SPIEGEL ONLINE
  1. #1

    optional

    Wie soll man von einer weltfremden Behörde optimale Förderung erwarten, wenn sie selbst allergrößter Förderung bedarf? "Denken in Strukturen" heißt die Zauberformel - wer kann das noch hierzulande bzw. ist dazu bereit?
  2. #2

    Was ich so erstaunlich finde ist, dass früher Eltern für sich und für ihre Kinder ein besseres Leben wollten. Ob nun deutsche Eltern oder eben auch (ehemalige) Ausländer, die ja aus genau dem Grund ihre Heimatländer verlassen und hergekommen sind.

    Wir Deutsche waren ja auch nicht anders. Vor hundert Jahren haben viele die beschwerliche und gefährliche Reise nach Amerika auf sich genommen, um in den USA oder Kanada sich ein besseres Leben aufzubauen.


    Ist uns dieser Drive abhanden gekommen? Oder bietet das Leben in Hartz 4 ein gerade noch hinnehmbares Gleichgewicht aus finanzieller Mindestabsicherung und 24h für sich haben zu können, ohne arbeiten zu müssen?
  3. #3

    Rührend diese

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Sie lernen spät Deutsch, ihre Eltern haben wenige Bücher, sie bleiben unter sich: Risikoschüler können nach der vierten Klasse nicht ausreichend lesen und rechnen, wie neue Studien bestätigen. Förder-Aktivisten versuchen mit viel Geld und Eifer, den Abgehängten zu helfen. Warum nur klappt das nicht?

    Warum Berlin mit der Förderung der Schüler so wenig Erfolg hat - SPIEGEL ONLINE
    naiven Gutmenschenpädagogen die jedem kleinen Schulkind "helfen" wollen und die einfach nicht akzeptieren können das es Schichten in unserer Gesellschaft gibt, Klassen wo es die einen einfacher haben als die anderen. Diese Schönwetternaiven werden niemals die Defizite in Asozialenhaushalten ausgleichen können, nicht einmal im Ansatz. Was ist so schlimm dabei die Bildungsfernen unter sich zu lassen, der Arbeitsmarkt braucht auch einfältige Fließbandarbeiter und Helfer die billig und willig unreflektiert die einfachsten Anlerntätigkeiten ausführen. Genau dieses Klientel wächst in den Berliner Problemschulen heran. Das viele dieser Abgehängten später auf staatliche Hilfeleistungen angewiesen sind und das allgemeine Miteinander durch Aggression und Kriminalität verderben steht auf einem anderen Blatt. Aber der betrieben Aufwand um einen dieser verlorenen Seelen "zu retten" steht in keinem Verhältnis zum Erfolg! Lieber das Geld in willige und lernbereite Schüler investieren, in Kinder die aus ordentlichen Familien stammen und wo Bildung kein abzulehnendes Übel ist vor dem man sich gefälligst zu distanzieren hat. Der übrigbleibende Rest des eingesparten Geldes in Polizei und Strafanstalten investieren um die ehrlichen, gesunden Bürger zu schützen!
  4. #4

    unverschämt

    die armen pädagogen müssen jetzt ausbügeln was jahrelang versäumt wurde. wenn migranten kein deutsch lernen ist das eine fehlerkette ohne ende. da erst bei deren kindern mit schadensbegrenzung anzufangen is schlicht zu spät.was wäre so schlimm daran festzulegen dass man in deutschland wenn man hier leben möchte nach 2-3 jahren wenigstens in der lage sein sollte die deutsche sprache zu schreiben und sprechen? ist das zu viel verlangt integrationswille zu zeigen? man kann dem staat doch nicht aufbürden fehler zu korrigieren die eltern machen. seien das jetzt migranten oder eltern die ihr kind einfach nicht fördern wollen oder können.
  5. #5

    Vielleicht....

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Sie lernen spät Deutsch, ihre Eltern haben wenige Bücher, sie bleiben unter sich: Risikoschüler können nach der vierten Klasse nicht ausreichend lesen und rechnen, wie neue Studien bestätigen. Förder-Aktivisten versuchen mit viel Geld und Eifer, den Abgehängten zu helfen. Warum nur klappt das nicht?

    Warum Berlin mit der Förderung der Schüler so wenig Erfolg hat - SPIEGEL ONLINE
    ...liegt es genau an diesen sogenannten Förder-Aktivisten....diese bilden sich auf Supervisionen fort und diskutieren in breiten Foren ihre "Erfahrungen"...wirklich tun, tun diese Leute nichts...in den mir bekannten Grundschule gibt es zwar sogenannte "Beauftragte" für diese Fälle...nur ein zusätzlicher Unterricht oder eine Hilfe für die Kinder wird nicht angeboten...
  6. #6

    optional

    Ich glaube dass Kinder in erster Linie ihre Eltern als Vorbilder brauchen. Wenn die im Zweifelsfall komplett versagen, dann kann ein Förderungs- oder Bildungssystem den Fall maximal verlangsamen, aber nicht wirklich aufhalten. Für Kinder sind die Eltern die Vorbilder, als Kind vertraut man blind darauf, dass die Eltern nur richtige Dinge tun. Indem jemand fremdes mir eine andere Sprache, andere Werte, einen anderen Tagesablauf vermitteln will, kritisiert er doch hintenrum das Verhalten meiner Eltern. Ein Kind weiß doch mit 3 Jahren noch nicht, was mal gut für seine Zukunft ist. Es schlägt sich blind auf die Seite seiner Eltern. Wenn man das nicht berücksichtigt, versanden meiner Meinung nach viele gute Ansätze einfach.
  7. #7

    Lüge!

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Die Erklärungen liegen auf der Hand: Die große Zahl an Hartz-IV-Empfängern und der hohe Ausländeranteil prägen das soziale Gefüge in einigen Stadtquartieren von Berlin wie in kaum einer anderen Metropole. Die sozial Abgehängten bleiben unter sich, weit weg von den Bildungsbürgern in den besseren Vierteln. Sie bekommen gar nicht mit, dass es Möglichkeiten gibt, dem eigenen - vermeintlich vorgezeichneten - Lebensweg zu entkommen.

    Warum Berlin mit der Förderung der Schüler so wenig Erfolg hat - SPIEGEL ONLINE
    Wann hört Berlin endlich auf mit dieser Lüge.
    In den Großstädten des Südens: Frankfurt, München, Stuttgart und Nürnberg (alle über 25%) ist der Ausländer-Anteil DOPPELT so hoch wie in Berlin, die mit einem Ausländer-Anteil von geringen 13,5 % ganz weit hinten rangieren.

    Im Grunde genommen ist das eine schweinerei, wenn man mit so einer preußisch-chauvinistischen Aussage kommt. Heißt es ja nichts anders als Ausländer sind dumm! Und das spiegelt dann wohl doch eher den inneren Integrationswillen und der Einstellung im Norden der Nation. Der Rest sind wohlweißlich von triefender politcal correctness geprägte Lippenbekenntnisse zum Thema Integration.

    Die Frage, die sich mir immer wieder stellt ist wieso nimmt man in Berlin und Hamburg HALB soviele Ausländer im Stadtbild um das DOPPELTE wahr wie in Städten wie Nürnberg, München und Stuttgart. Die Wahrheit ist doch, dass man sich dort im Norden nicht gerne zu Ausländern an einen Tisch sitzt und es deshalb als gesteigerte Fremdenwahrnehmung eben wahrgenommen wird. Und so läßt sich auch dort die Ballung von Ausländern und Bürgern mit Migrationshnitergrund erklären, weil die deutschen Hamburger und Berliner aus diesen Stadtteilen fliehen.

    Sorry, Du integrations-heuchelnder hohe Norden Deutschlands. Du investierst viel Geld in die Integration. Aber im Grunde genommen machst Du es mit Geld, weil Du Dich selbst nicht mit "Anderen" an einen Tisch sitzen willst. Hier WERDEN Menschen abgehängt, die es an sich einfach nicht SIND.

    Aber viellecht sollten wir mal die Ausländer und Mitbürger mit Migrationshintergrund fragen wie sehr sie sich in der jeweiligen Stadt heimisch und wohl fühlen.

    Mit freundlichen Grüßen.
    Matthias Walser
  8. #8

    Ein besseres Leben ...

    durch eigenes Bemühen (über die Erhaltung des Status Quo hinaus) wurde früher angestebt. Heute ist nur noch ein besseres Leben gewollt ( ohne Extra-Bemühungen).
  9. #9

    optional

    Gerade Eltern der Mittelschicht wollen das Beste für ihr Kind, verschlechtern dadurch aber ungewollt die Bedingungen für die verbleibenden Kinder vor allem mit Migrationshintergrund", klagt Geschäftsführerin Gunilla Fincke.
    Das ist mal wieder eine typische Stellungsnahme dieser realitaetsfremden Menschen, die diese Missere mit zu verantworten haben.
    DIe Grundvoraussetzung fuer ein zusammenleben ist eine einheitliche Sprache, die nicht notwendigerweise die Landessprache sein muss, es muss aber sichergestellt werden, dass die Sprache auf die man sich geeinigt hat von allen in dieser Gesellschaft ausreichend gut gesprochen wird um die Gemeinschaft funktionieren zu lassen. Falls nun Menschen in dieser Gesellschaft leben, die die entsprechenden Grundlagen nicht mitbringen, dann gehoeren sie nicht in eine Bildungsinstitution, die diese Fertigkeit voraussetz.

    Das bedeutet:
    1.) Wer die Erfordernisse fuer die Schule nicht mitbringt geht nicht in die Schule, bis er die erforderlichen Grundkenntnisse erworben hat.
    2.) Wer die geforderten Lernziele eines Jahrganges nicht erreicht hat, wiedrholt den Jahrgang um die geforderten Lernziele zu erreichen.
    3.) wer wiederholt die Lernziele nicht erreicht, wird aus dem normalen Schulsystem entfernt und in einer sonderpaedagogischen Einrichtung gezielt gefoerdert.

    das selbe gilt fuer die vorschulische Erziehung der Kinder, daher wuerde meiner Meinung nach ein verpflichtendes Vorschuljahr zur Sicherstellung der Erlangung der Grundkenntnisse sowie ein entsprechender Test zur Schultauglichkeit das Problem sofort loesen und dazu fuehren, dass eine entsprechende Foerderung waehrend des Vorschuljahres stattfindet und die Kinder mit den entsprechenden erforderlichen Kenntnissen in die Schule kommen.

    Es kann nicht im Interesse einer Gesellschaft sein sich am schwaechsten Glied zu messen, es muss das Interesse der Gesellschaft sein sich an hohen Standardszu messen. Nur das sorgt fuer eine Weiterentwicklung der Gesellschaft. Richtet man sich allerdings am schaechsten aus fuehrt das zur Degenaration der Gesellschaft und verlust des erlangten Lebensstandart.

    Ich befuerworte die Foerderung, aber nur Foerderung mit Forderung ist zielgerichtet. Die heutige Kuschelpaedagogik ist meiner Meinung nach nicht zielfuehrend. Ein Lehrer als Freund ist nicht korrekt, ein Lehrer als Feind jedoch auch nicht. Eine Respektsperson, die einem Wissen vermittelt, die foerdered und fordert in einem, da muss unser Bildungssysten wieder hin. Nicht ausgerichtet auf den Schwaechsten in der Klasse, ausgerichtet am oberen Mitteleld der Schueler mit dem Ziel die Besten zu fordern und die Schlechten zu foerdern.