Zum Tod von Manfred Amerell: "Alle wussten, wie streng er ist"

Getty ImagesVier Rote Karten in einem Zweitligaspiel, öffentliche Schelten für Spieler und Trainer: Manfred Amerell galt als strenger, aber gerechter Schiedsrichter. Vor zwei Jahren kamen Vorwürfe der sexuellen Belästigung auf, die nie bewiesen wurden - von denen sich der 65-Jährige aber nie erholte.

http://www.spiegel.de/sport/fussball...-a-872481.html
  1. #1

    Also, ...

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Vier Rote Karten in einem Zweitligaspiel, öffentliche Schelten für Spieler und Trainer: Manfred Amerell galt als strenger, aber gerechter Schiedsrichter. Vor zwei Jahren kamen Vorwürfe der sexuellen Belästigung auf, die nie bewiesen wurden - von denen sich der 65-Jährige aber nie erholte.

    Nachruf zum Tod von Schiedsrichter Manfred Amerell - SPIEGEL ONLINE
    ... der Ex-DFB-Opa Zwanziger hat ganz sicher ein Alibi, wie bei seinen sonstigen Untaten. Kempter, was nun?
  2. #2

    Traurig

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Vier Rote Karten in einem Zweitligaspiel, öffentliche Schelten für Spieler und Trainer: Manfred Amerell galt als strenger, aber gerechter Schiedsrichter. Vor zwei Jahren kamen Vorwürfe der sexuellen Belästigung auf, die nie bewiesen wurden - von denen sich der 65-Jährige aber nie erholte.

    Nachruf zum Tod von Schiedsrichter Manfred Amerell - SPIEGEL ONLINE
    Traurig, wie viele Menschen durch die Medien ruiniert werden (s. a. England die Krankenschwester, die von australischen Radioreportern veralbert wurde).
  3. #3

    optional

    aber...woran er jetzt leider gestorben ist, steht nirgends geschrieben
  4. #4

    Sein zweiter

    Spitzname war " Der rote Manni "
  5. #5

    Manfred Amerell

    Der Spitzname "Aquarell" kam nicht von ungefähr: Amerell galt als unerschrockener Fanatiker seiner eigen speziellen radikalen Rechtsauslegung und agierte auf dem Platz in entsprechender Weise.Ob er deshalb ein besonders guter Schiedsrichter war, kann man im Nachhinein schwierig beurteilen. Zumindest war er jemand, der gerne polarisierte.
    Die persönlichen Vorwürfe gegen ihn sind komplett niemals in der Gänze aufgeklärt worden.Ein solcher Vorgang kann ohne weiteres einen Menschen izerstören. Ist dies nun der Grund eines öffentlichen Hypes um einen einsamen Menschen? Zumindest scheint es so. Seht her, da ist jemanden Unrecht geschehen, an dem er zerbrochen ist.......

    Der Tod Amerells , dessen Ursache aber noch der genauen Aufklärung bedarf , ist zum medialen Ereignis geworden. In einer Zeit, in der fast wöchentlich ein Vater seine Familie meuchelt, eine Mutter ihr Neugeborenes in die Tonne kippt, eine sonderbar intensive Anteilnahme einer ansonsten eher zurückhaltenden Medienlandschaft.
  6. #6

    Interessant

    "kritisierte er regelmäßig die mangelnde Respektlosigkeit der Profis"

    Wie darf man das denn verstehen ? Da ist wohl eher das Gegenteil gemeint ;-)
  7. #7

    Was kommt denn sonst noch so ans Tageslicht?

    Babak Raffati, Manfred Amerell...
    Der Fußball in Deutschland hat längst Grenzen überschritten, die es schwer machen, an den sauberen Fußball zu glauben. Es geht um mehr als um Korruption, und das ist schon schlimm genug; es geht um das Leben. Man darf den Betroffenen und deren Angehörigen nur zurufen: "You' ll never walk alone."
  8. #8

    Zitat von Steve111 Beitrag anzeigen
    "kritisierte er regelmäßig die mangelnde Respektlosigkeit der Profis"

    Wie darf man das denn verstehen ? Da ist wohl eher das Gegenteil gemeint ;-)
    Da müssen Sie sich wohl verlesen haben. Das ist hier der Spiegel! Qualitätsjournalismus. Wäre denen ein derart peinlicher Bock passiert, hätten sie den Text doch nicht einfach heimlich nachtäglich ausgebessert, sondern den Fehler eingestanden. ;-)

    Ansonsten aber ein für Spon überraschend niveauvoller Artikel.
  9. #9

    ...

    Zitat von derweise Beitrag anzeigen
    Traurig, wie viele Menschen durch die Medien ruiniert werden (s. a. England die Krankenschwester, die von australischen Radioreportern veralbert wurde).
    Man sollte schon unterscheiden zwischen Personen, die freiwillig in den Medien unterwegs sind, die sich aus eigenen Stücken in die Öffentlichkeit drängen, durch ihre Position, ihr Handeln, ihre Eitelkeit...und solchen, die das nicht tun.

    Ich habe Amerells Karriere nicht verfolgt, kann über seinen Charakter nichts sagen, aber ich finde es an sich seltsam, Strenge als Tugend zu interpretieren. Ein Schiedsrichter muß Entscheidungen treffen und er sollte konsequent sein und insofern verlässlich, daß er unabhängig von Interessen entscheidet, so objektiv es eben möglich ist. Deswegen muß er trotzdem nicht streng sein.

    Ein anderer Aspekt im Zusammenhang mit dem Fall Kempter...aus was für Gründen sollte Michael Kempter falsche Beschuldigungen erheben? Zu welchem Zweck und mit welchem Nutzen? Der Vorwurf der sexuellen Belästigung mag oft genug aus Rache erhoben werden, aber im speziellen Fall war es vorher schon absehbar, daß niemand unbeschädigt aus einer solchen Anklage herauskommt, der Angeklagte nicht und auch nicht der Ankläger. Wozu also diesen Schritt tun, wenn es keinen Wahrheitsgehalt hat? Daß Kempter sich öffentlich widersprochen hat, kann einfach nur dem Umstand geschuldet sein, daß er sich zu verschiedenen Gelegenheiten geäußert hat. Andere haben immer nur geschwiegen. Als Schiedsrichter kann ich mir keine Affären mit Abhängigen erlauben bzw. muß ich wissen, was ich tue und auch die Folgen aushalten. Das zu vermischen und sich hinterher zu beschweren, es sei alles eine Kampagne und das eigene Leben wäre zerstört, ist weniger den Medien anzulasten, als der eigenen Inkonsequenz.