Schwerverletzte im Straßenverkehr: Zahlen-Crash in der Statistik

dapd/ Polizeiinspektion StadeAb wann wird ein Unfallopfer im Straßenverkehr als Schwerverletzter gezählt? Die offizielle Statistik offenbart große Schwächen, schon eine leichte Gehirnerschütterung kann ausreichen. Dennoch berufen sich Politik und Autohersteller immer wieder auf die unsicheren Daten.

http://www.spiegel.de/auto/aktuell/v...-a-861539.html
  1. #30

    Zitat von Deep Thought Beitrag anzeigen
    Da jedoch diejenigen Unfallopfer, die zuvor am Unfallort verstorben wären, logischerweise anstatt dessen glücklicherweise als Schwerverletzte überlebten, kann logischerweise die Anzahl der ECHTEN Schwerverletzten nicht gleichermaßen abnehmen. Das ist ja wohl logisch, oder?
    Dann gehen Sie davon aus dass mehr ursprünglich Tote nun in die Kategorie schwer verletzt rutschen, als ursprünglich schwer Verletzte aus eben dieser Kategorie komplett rausfallen... ?
  2. #31

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Ab wann wird ein Unfallopfer im Straßenverkehr als Schwerverletzter gezählt? Die offizielle Statistik offenbart große Schwächen, schon eine leichte Gehirnerschütterung kann ausreichen. Dennoch berufen sich Politik und Autohersteller immer wieder auf die unsicheren Daten.

    Verkehrsunfälle: Wann ist man schwerverletzt - SPIEGEL ONLINE
    Klar kann man die Ärzte in der Notaufnahme dazu verdonnern noch mehr Zeit mit dem Ausfüllen von Formularen zuzubringen. Dann sind die Statistiker sicherlich auch froh.

    Letztlich zählt, dass die Zahlen über lange Zeit einheitlich erhoben wurden. Damit sind sie vergleichbar und ein so deutlicher Rückgang, wie wir ihn in den letzten Jahren hatten, ist auch eine Aussage.

    Wer Tot ist, sollte auch relativ eindeutig festzustellen sein, da dürfte es dann ja keine Probleme geben.
  3. #32

    Weil sie nicht gerade aussagekräftig ist

    Zitat von dunham Beitrag anzeigen
    ...wäre eine aussagekräftige Zahl oder? So eine Art Unfallquote im Vergleich zu früher. Irgendwie sind solche Zahlen schwer zu bekommen. Warum auch immer.

    DH
    Aber werr einen Taschenrechner besitzt kann sie mit öffentlich zugänglichen daten des KBA und des Destatis problemlos ausrechnen
  4. #33

    Internationale Vergleichbarkeit

    Zitat von Olaf Beitrag anzeigen
    Klar kann man die Ärzte in der Notaufnahme dazu verdonnern noch mehr Zeit mit dem Ausfüllen von Formularen zuzubringen. Dann sind die Statistiker sicherlich auch froh.

    Letztlich zählt, dass die Zahlen über lange Zeit einheitlich erhoben wurden. Damit sind sie vergleichbar und ein so deutlicher Rückgang, wie wir ihn in den letzten Jahren hatten, ist auch eine Aussage.

    Wer Tot ist, sollte auch relativ eindeutig festzustellen sein, da dürfte es dann ja keine Probleme geben.
    Die Definition der Schwerverletzten ist ja auch keine deutsche Idee sondern der globale Standart. Wenn man international vergleichbare Daten haben will muß man bei dem verfahren bleiben, denn die ganzen komplexen Erfassungen kriegen sie nie global abgestimmt.

    Btw. die DDR hatte eine andere Definition - ich glaube 3 Tage krankgeschrieben o.ä. - deshalb können wir keine Zeitreihe weiter als bis 1990 ziehen bei Unfallfragen