Neuer Finanzbericht: Mehr Geld für Bildung als je zuvor

dapdAn der Bildung wird gespart? Eigentlich nicht. Für 2012 haben Bund, Länder und Gemeinden mehr Geld für das Bildungswesen veranschlagt als je zuvor. International steht Deutschland jedoch weiterhin recht knauserig da.

http://www.spiegel.de/schulspiegel/w...-a-872458.html
  1. #1

    Versager

    Was für Typen haben wir eigentlich in der Politik? Dass ein Land ohne nennenswerte Ressourcen we Deutschland eigenlich nur durch entsprechend gebildete Menschen existieren kann, versteht sogar meine Großmutter. Und das man mt den Bildungsausgaben international vorne liegen müßte, auch.
  2. #2

    In Deutschland zählen zu den Bildungsausgaben aber auch die Pensionen für Lehrer. In anderen Ländern bin ich mir da nicht so sicher. Aber solange die Pensionen der Lehrer mit hinzugerechnet werden wird dieser Posten wenigstens immer und ewig ansteigen.

    Fraglich ist nur, warum die Medien darauf nicht hinweisen, dass es hier um eine statistische Schönfärberei geht. Je öfter man das tut, desto seltener werden die Politiker sich solche "Dinge" erlauben. Aber leider werden die Nachrichten dem schnellebigen Internet untergeordnet. Aber in der kostenpflichtigen Printfassung würde ich anraten saubere Zahlen zu benennen oder -falls nicht möglich- wneigstens auf die Schwächen und die Inhalte der Zahlen hinzuweisen.

    Ihr Medium selbst berichtet ja, dass Finanzminister sich die Bildungsausgaben schön rechnen. Sollte man immer und immer wieder wiederholen! Dann prägen sich solche FAKTEN auch beim Leser ein.
    Dreiste Datenmassage: Finanzminister rechnen Bildungsausgaben schön - SPIEGEL ONLINE
  3. #3

    Reinigungskosten

    Zitat von pepe_sargnagel Beitrag anzeigen
    In Deutschland zählen zu den Bildungsausgaben aber auch die Pensionen für Lehrer. In anderen Ländern bin ich mir da nicht so sicher. Aber solange die Pensionen der Lehrer mit hinzugerechnet werden wird dieser Posten wenigstens immer und ewig ansteigen.

    Fraglich ist nur, warum die Medien darauf nicht hinweisen, dass es hier um eine.....
    Zu den Bildungsinvestitionen werden ja auch die Kosten für die Gebäudereinigung gezählt.
    Wenn eine Kommune im Rahmen des neuen Finazmanagements (Doppik) die Verrechnungssätze für die Gebäudenutzung hochsetzt, dann steigen schon die Bildungskosten.
    Zu den besonderen Bildungsinverstitionen gehören deshalb auch die Mittel aus dem Konjunkturpaket II, mit Hilfe derer die Gebäudesanierung - energetische Sanierung - umgesetzt wurde.

    Wenn es weiter so schneit, dann werden die Bildungsbudgets ins Unermessliche steigen. Die Kosten für den Winterdienst inklusive Streusalz schlagen nämlich voll durch auf den Etat der selbständigen Schulen. Wenn dann noch ein Magen-Darm-Virus dazu kommt und tatsächlich Toillettenpapier und Seife und Einmalhandtücher beschafft werden müssen, dann sind wir absolute Spitze.

    Ich kenn kein Unternehmen, dass die laufenden Rentenzahlungen der gesetzlichen Rentenkassen seiner im Ruhestand befindlichen Betriebsangehörigen mit zu den Personalkosten zählt.
  4. #4

    Irreführend

    Die Berechnungsgrundlage ist vollkommen falsch und irreführend. Es ist vollkommen unwichtig, wie viel pro Einwohner ausgegeben wird. Viel interessanter wäre, wie viel pro SCHÜLER ausgegeben wird. Bekanntlich hat Deutschland eine vergleichsweise niedrige Geburtenrate. Da macht das einen riesigen Unterschied.
  5. #5

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Während Deutschland im nationalen Vergleich also recht gut abschneidet, sieht es international düsterer aus.

    Bildungsfinanzbericht: Ausgaben für Bildung in Deutschland gestiegen - SPIEGEL ONLINE
    Im "nationalen Vergleich" landet Deutschland immer auf dem ersten und letzten Platz, weil es nur einen Platz gibt.
    Also sollte sich der Autor für diesen Satz schon ein klein wenig schämen...
  6. #6

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    International steht Deutschland jedoch weiterhin recht knauserig da.

    Bildungsfinanzbericht: Ausgaben für Bildung in Deutschland gestiegen - SPIEGEL ONLINE
    Im "internationale Vergleich" wird im Text auf den Anteil des Gesamthaushalts referiert. Würde es also z.B. keine Sozialhilfe geben, stünde Deutschland in dieser Milchmädchenrechnung besser da als jetzt. Was für ein Unsinn...