Schülerin trauert um Vater, Bruder, Freund: "Ich will kein Mitleid"

Innerhalb weniger Wochen verlor die Schülerin Linda, 18, drei Menschen - ihren Vater, ihren Bruder und einen guten Freund. Mal ist sie hilflos, mal wütend, mal unendlich traurig. Hier erzählt sie, wie sie nach einem Weg sucht, mit dem Tod zu leben. Ihr größter Wunsch: Ich möchte wieder fröhlich sein!

Wenn Angehörige sterben: Schülerin trauert um Vater, Bruder und Freund - SPIEGEL ONLINE
  1. #1

    Nichts von dem, was man Ihr sagen kann ...

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Innerhalb weniger Wochen verlor die Schülerin Linda, 18, drei Menschen - ihren Vater, ihren Bruder und einen guten Freund. Mal ist sie hilflos, mal wütend, mal unendlich traurig. Hier erzählt sie, wie sie nach einem Weg sucht, mit dem Tod zu leben. Ihr größter Wunsch: Ich möchte wieder fröhlich sein!

    Wenn Angehörige sterben: Schülerin trauert um Vater, Bruder und Freund - SPIEGEL ONLINE
    ... verträgt die Grobheit der Öffentlichkeit. Der Beistand, ob der stille oder der mit Worten, kann am ehesten von Menschen kommen, die Ähnliches durchleben mußten.
    So wünsche ich Linda Stärke, liebevolle Helfer und die Hoffnung, daß Sie Ihre Lieben dereinst wiedersehen wird. Meine besuchen mich manchmal im Traum, auf eine Weise, die kaum einen Zweifel läßt ...
  2. #2

    optional

    Berührend. Dafür kann man nur Respekt zollen.
  3. #3

    Zeit, Ablenkung und Liebe

    Ich habe vor etwas mehr als einem Jahr meine Freundin (32) bei einer Bergtour verloren. Es dauert lange, bis man sich daran gewöhnt, ohne der anderen Person weiterzuleben, die Phantomschmerzen hallen lange nach. Ich verstehe vollkommen, dass Linda und ihre Mutter wenig über die beiden sprechen. Ich habe mich ebenfalls mit anderen Dingen und anderen Leuten abgelenkt, und das ist gut so. Und ich habe jemand Neues kennengelernt. Halte gut durch Linda, es wird besser. Nicht richtig oder fair, aber besser.
  4. #4

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Innerhalb weniger Wochen verlor die Schülerin Linda, 18, drei Menschen - ihren Vater, ihren Bruder und einen guten Freund. Mal ist sie hilflos, mal wütend, mal unendlich traurig. Hier erzählt sie, wie sie nach einem Weg sucht, mit dem Tod zu leben. Ihr größter Wunsch: Ich möchte wieder fröhlich sein!

    Wenn Angehörige sterben: Schülerin trauert um Vater, Bruder und Freund - SPIEGEL ONLINE
    Manche Schicksale sind unglaublich traurig. Ich hoffe sie kommt darüber hinweg und schafft die Rückkehr zu einem "normalen" (Seelen-)Leben.

    Für viele andere die über ihre Wehwehchen meckern sollte dies ein Beispiel sein, wie gut es ihnen eigentlich geht.
    Anstatt sich aufzuregen lieber feststellen, dass man es doch ganz gut hat. Das Leben ist kurz.
  5. #5

    Vielleicht...

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Innerhalb weniger Wochen verlor die Schülerin Linda, 18, drei Menschen - ihren Vater, ihren Bruder und einen guten Freund. Mal ist sie hilflos, mal wütend, mal unendlich traurig. Hier erzählt sie, wie sie nach einem Weg sucht, mit dem Tod zu leben. Ihr größter Wunsch: Ich möchte wieder fröhlich sein!

    Wenn Angehörige sterben: Schülerin trauert um Vater, Bruder und Freund - SPIEGEL ONLINE
    Diese Geschichte macht mich wieder ein bisschen demütiger dem Leben gegenüber und relativiert schnell alle Problemchen, die ich zu haben scheine.
    Vielleicht ist darin ein gewisser tiefer Sinn zu finden...
  6. #6

    .

    Zitat von ratxi Beitrag anzeigen
    Diese Geschichte macht mich wieder ein bisschen demütiger dem Leben gegenüber und relativiert schnell alle Problemchen, die ich zu haben scheine.
    Vielleicht ist darin ein gewisser tiefer Sinn zu finden...
    Bei mir gab es mit 16 ein massives Erweckungserlebniss. Allerdings nicht religiöser Art. Auf Grund eines Ärztefehlers musste ich mit 16 Jahren über 3 Monate hinweg eine Chemo-Therapie über mich ergehen lassen. An meinen ersten Tag in der Onkologie werde ich mich immer erinnern. Da fuhren Kleinkinder mit Metallgestellen auf ihren Köpfen auf Bobby-Cars langsam durch die Flure und gespensterhaftige Leukemie-Patienten um die 12, 13 Jahre mit Schläuchen an mehreren Stellen am Körper schauten einen mit leeren Blicken an. Damals habe ich mich mit der Diagnose Knochenkrebs (die sich zum Glück nach 3 Monaten als Fehler rausstellte) total gefreut, weil es eben noch andere gab, denen es weitaus schlimmer ging und ich mir somit nicht erlauben konnte, in eine Art Depression zu verfallen. Ich habe mich nie wirklich für Religion interessiert aber nach dieser Erfahrung wurde mir klar, was "das Leben" wirklich ist und wieviel Zeit man vergeudet, wenn man an so etwas wie einen Gott glaubt. Es ist zwar schön, dass sich Menschen wie Linda durch den Glauben Kraft einholen aber ich persönlich kann es nicht nachvollziehen denn jeder der einmal auf einer onkologischen Kinderstation gewesen ist, muss, wenn er oder sie an Gott glaubt, diesen für einen unfairen Sadisten halten.
  7. #7

    optional

    Trotz allem will sie ihr Abitur durchziehen. Nicht jeder hätte an ihrer Stelle die Kraft dafür. Respekt!
  8. #8

    optional

    alles Gute und unmengen von Kraft wünsche ich Linda und Ihrer Familie (und auch der von Max). Zieh dein Abi durch und Lebe dein Leben mit allen Möglichkeiten die es für dich bereit hält!
  9. #9

    optional

    Das ist das Grauenhafteste was ich seit langem gelesen habe. Keine Worte.