Pflegereform 2013: Wie Demenzkranke mehr Geld bekommen

CorbisSie fühlen sich vom Staat vernachlässigt, das soll sich jetzt ändern: Erstmals können Demenzkranke ohne Pflegestufe von 2013 Leistungen aus der Pflegeversicherung beziehen. Das Geld fließt aber nicht einfach so aufs Konto. Um es zu bekommen, müssen Betroffene bestimmte Leistungen buchen.

http://www.spiegel.de/gesundheit/dia...-a-872390.html
  1. #1

    Stationäre Altenpflege

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Sie fühlen sich vom Staat vernachlässigt, das soll sich jetzt ändern: Erstmals können Demenzkranke ohne Pflegestufe von 2013 Leistungen aus der Pflegeversicherung beziehen. Das Geld fließt aber nicht einfach so aufs Konto. Um es zu bekommen, müssen Betroffene bestimmte Leistungen buchen.

    Pflegeversicherung 2013: Demenzkranke bekommen mehr Geld - SPIEGEL ONLINE
    Unklar ist aber schon noch ob auch Menschen mit Demenz die bereits in einer stationären einrichtung untergebracht sind diese Leistungen auch erhalten.
    Hier wird schon am Rand der personellen Ressourcen gearbeitet, und hier den einen oder anderen Euro zusätzlich für Pflege und Betreuung zu erhalten um die Personaldecke aufzustocken wäre eine Sache die für Pflegende und zu Pflegende ungeheuer wichtig wäre.
    Aber lieber wird hier in die Personaldecke von den Pflegekassen Geld gepumpt um die Menschen die am Rand ihrer Leistungsfähigkeit arbeiten durch teilweise unsinnige Überprüfungen zu quälen!
  2. #2

    Menschen mit Demenz zu pflegen...

    benötigt viel Zeit. Teilweise sogar mehr Zeit als jemanden mit Pflegestufe 3 zu versorgen. Mehrere Beispiel finden sich im Demenz-Blog, am deutlichsten HIER: dements.wordpress.com
    Das ganze System ist zu überdenken. Mal hier ein paar Euro mehr, mal da, bringt überhaupt nichts.
  3. #3

    Von der "krankheit" lernen

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Sie fühlen sich vom Staat vernachlässigt, das soll sich jetzt ändern: Erstmals können Demenzkranke ohne Pflegestufe von 2013 Leistungen aus der Pflegeversicherung beziehen. Das Geld fließt aber nicht einfach so aufs Konto. Um es zu bekommen, müssen Betroffene bestimmte Leistungen buchen.

    Pflegeversicherung 2013: Demenzkranke bekommen mehr Geld - SPIEGEL ONLINE
    Keinem Krankheitsbild, wenn Demenz überhaupt als Krankheit zu verstehen ist, da gibt es versch. Theorien, wird zur Zeit mehr Aufmerksamkeit zuteil als der Demenz, auch als allgemeinem Problem.
    Vermutlich liegt das daran, das auch Politiker im Privaten jemandem im familiären Umfeld haben, wie UvL., der von Demenz betroffen ist.
    Das die Hilfe vermutl. immer noch nicht ausreicht liegt für mich in dem Umstand begründet, das die Altersdemenz massiv in familiäre Strukturen der modernen Gesellschaft eingreift.

    Hier "fordert" das Individuum die notwendige Aufmerksamkeit die anderswo versagt bleibt. "Kinder kann man vernachlässigen", "Langzeitarbeitslose sanktionieren", "Armutslöhne verschweigen" bei "Globalproblemen wie Eurokrise, Finanzkrise,etc. kann man sogar die Verursacher schützen und die eigentlich zu Schützenden bestrafen (Griechenbashing)", ein gleichgültiger, selbstmitleidiger bis gehässiger Mob (den man oft in Internetforen antrifft) "toleriert das problemlos". Wenn es aber um Vergänglichkeit die eigene und die der Vorfahren geht, entsteht manchmal doch so etwas wie schlechtes Gewissen oder einfach nur Panik.
    Man kann die Demenzkranken zwar in Heime verfrachten, da die Berufspolitiker teilw. jedoch selbst demenzkranke Angehörige haben, kann man sie dort nicht einfach nur verrotten lassen, sondern muß sie versorgen. Im Gegensatz zu den gesellschaftlich sonst üblichen Verdrängungsmechanismen, fällt die Mißhandlung eher früher als später auf, weil "Schäden die ein "unmündiger Erwachsener" anrichten kann, ungleich höher ausfallen, als die von kleineren Minderheiten die sich zudem noch manipulieren lassen. Ein Demenzkranker im höheren Stadium ist nur noch begrenzt manipuliertbar.

    Gleichzeitig kann diese Erkrankung die hastige kranke Industriegesellschaft wieder etwas "erden". Wenn man die "Erkrankten" eine Weile beobachtet,sich auf sie einläßt, sich selbst weniger von vermeintl. gesellschaftlichen Zwängen und Rollen pushen läßt, kann diese vermeintl. "Negativerfahrung" das eigene Selbstverständniss gehörig aufmischen.

    Es ist eben nicht so, das Demenzkranke ua. hilfsbedürftige Personen ein reiner Störfaktor beim eigenen Karriereaufbau sind,sie können integriert eine Bereicherung sein, in Dingen wie: Geduld, Ehrlichkeit, Charme Zuneigung oder Verständniss.

    Das sind jedenfalls meine eigenen Erfahrungen die ich als ehrenamtlicher Demenzbetreuer machen durfte;vielleicht gehöre ich ja irgendwann auch zu den selbst Betroffenen-wer weiß?

    Ciao
    DerDemokrator
  4. #4

    demenz

    es ist ein Anfang ,es ist leider so das die alten Leute keine Lobby haben und anstatt die rentenbeitraege zu senken solltean die pflegeversichert. beitraege erhoehen
  5. #5

    @bolek1234

    Die alten Leute haben keine Lobby? Ähem, nein! Wir haben in Deutschland de facto eine herrschende Gerontokratie! Kein Politiker traut sich den Rentnern irgendetwas wegzunehmen (siehe Rentengarantie). Das geht zu Lasten meiner Generation, wir sollen bitte schön: Kinder kriegen und zwar viele, fürs Alter vorsorgenE und zwar mindestens dreistellig pro Monat und für die eltern das Pflegeheim zahlen und zwar auch im höheren dreistelligen Bereich pro Elternteil. Und das alles von durchschnittlichen Einkommen um die 1500€ netto...
  6. #6

    Neue Leistungen ab 2013 für Demenzkranke

    Zitat von Demokrator2007 Beitrag anzeigen
    Keinem Krankheitsbild, wenn Demenz überhaupt als Krankheit zu verstehen ist, da gibt es versch. Theorien, wird zur Zeit mehr Aufmerksamkeit zuteil als der Demenz, auch als allgemeinem Problem.
    Vermutlich liegt das daran, das auch Politiker im Privaten jemandem im familiären Umfeld haben, wie UvL., der von Demenz betroffen ist.
    Das die Hilfe vermutl. immer noch nicht ausreicht liegt für mich in dem Umstand begründet, das die Altersdemenz massiv in familiäre Strukturen der modernen Gesellschaft eingreift.

    Hier "fordert" das Individuum die notwendige Aufmerksamkeit die anderswo versagt bleibt. "Kinder kann man vernachlässigen", "Langzeitarbeitslose sanktionieren", "Armutslöhne verschweigen" bei "Globalproblemen wie Eurokrise, Finanzkrise,etc. kann man sogar die Verursacher schützen und die eigentlich zu Schützenden bestrafen (Griechenbashing)", ein gleichgültiger, selbstmitleidiger bis gehässiger Mob (den man oft in Internetforen antrifft) "toleriert das problemlos". Wenn es aber um Vergänglichkeit die eigene und die der Vorfahren geht, entsteht manchmal doch so etwas wie schlechtes Gewissen oder einfach nur Panik.
    Man kann die Demenzkranken zwar in Heime verfrachten, da die Berufspolitiker teilw. jedoch selbst demenzkranke Angehörige haben, kann man sie dort nicht einfach nur verrotten lassen, sondern muß sie versorgen. Im Gegensatz zu den gesellschaftlich sonst üblichen Verdrängungsmechanismen, fällt die Mißhandlung eher früher als später auf, weil "Schäden die ein "unmündiger Erwachsener" anrichten kann, ungleich höher ausfallen, als die von kleineren Minderheiten die sich zudem noch manipulieren lassen. Ein Demenzkranker im höheren Stadium ist nur noch begrenzt manipuliertbar.

    Gleichzeitig kann diese Erkrankung die hastige kranke Industriegesellschaft wieder etwas "erden". Wenn man die "Erkrankten" eine Weile beobachtet,sich auf sie einläßt, sich selbst weniger von vermeintl. gesellschaftlichen Zwängen und Rollen pushen läßt, kann diese vermeintl. "Negativerfahrung" das eigene Selbstverständniss gehörig aufmischen.

    Es ist eben nicht so, das Demenzkranke ua. hilfsbedürftige Personen ein reiner Störfaktor beim eigenen Karriereaufbau sind,sie können integriert eine Bereicherung sein, in Dingen wie: Geduld, Ehrlichkeit, Charme Zuneigung oder Verständniss.

    Das sind jedenfalls meine eigenen Erfahrungen die ich als ehrenamtlicher Demenzbetreuer machen durfte;vielleicht gehöre ich ja irgendwann auch zu den selbst Betroffenen-wer weiß?

    Ciao
    DerDemokrator
  7. #7

    Arme Wurst

    Zitat von asentreu Beitrag anzeigen
    Die alten Leute haben keine Lobby? Ähem, nein! Wir haben in Deutschland de facto eine herrschende Gerontokratie! Kein Politiker traut sich den Rentnern irgendetwas wegzunehmen (siehe Rentengarantie). Das geht zu Lasten meiner Generation, wir sollen bitte schön: Kinder kriegen und zwar viele, fürs Alter vorsorgenE und zwar mindestens dreistellig pro Monat und für die eltern das Pflegeheim zahlen und zwar auch im höheren dreistelligen Bereich pro Elternteil. Und das alles von durchschnittlichen Einkommen um die 1500€ netto...
    Jahrelang in irgendwelchen Ballermännern rumhängen, aber wenn's beruflich nicht klappt, wenn das Einkommen nicht reicht, dann das große Flennen starten. Mensch, reißen Sie sich mal zusammen und nehmen Sie endlich Ihr berufliches Fortkommen in Angriff oder fehlt Ihnen jegliches Potenzial? Dieses ständige Geheule kann man doch nicht mehr ertragen... mannomann, ist doch wahr!
  8. #8

    Ich

    Zitat von asentreu Beitrag anzeigen
    Die alten Leute haben keine Lobby? Ähem, nein! Wir haben in Deutschland de facto eine herrschende Gerontokratie! Kein Politiker traut sich den Rentnern irgendetwas wegzunehmen (siehe Rentengarantie). Das geht zu Lasten meiner Generation, wir sollen bitte schön: Kinder kriegen und zwar viele, fürs Alter vorsorgenE und zwar mindestens dreistellig pro Monat und für die eltern das Pflegeheim zahlen und zwar auch im höheren dreistelligen Bereich pro Elternteil. Und das alles von durchschnittlichen Einkommen um die 1500€ netto...
    glaube nicht, dass es Ihnen gelingt, Jung gegen Alt aufzuhetzen. Dazu
    sind Ihre Angaben zu unglaubwürdig. Ich bitte Sie um eine Quelle, dass jemand mit einem Einkommen von 1500 Euro netto einen Betrag
    von 1000 Euro für seine Eltern zahlen muss.
    Wenn das stimmt, haben Sie die volle Unterstützung aller Foristen, bin ich überzeugt.
    Ich vermute aber eher, diese Aussage ist blanke Demagogie und soll nur Menschen gegeneinander hetzen. Darauf sollte niemand hereinfallen.
    Also bitte eine Quelle, nach der jemand pro Elternteil einen höheren dreistelligen Bereich bezahlt.
    Ansonsten hat der Mitforist recht.
    Und natürlich sollen Sie Kinder in die Welt setzen, für Ihr Alter vorsorgen und sich um Ihre Eltern kümmern, so wie es alle Generationen vor uns getan haben und alle Generationen nach uns es ebenfalls tun. Das gehört sich so und ist unter Menschen
    selbstverständlich.
  9. #9

    Deutschland ist auf dem besten Wege dazu ...

    ... ein Land von Alten, Rentnern, HartzIV-Empfängern, Kranken und Halbleichen zu werden. Unsere armen Kinder. Die haben ein wirklich grausiges Leben vor sich.