Kampf gegen Assad: USA erkennen syrische Opposition an

APBarack Obama erhöht den Druck auf den syrischen Diktator Assad. Der US-Präsident verkündete in einem TV-Interview, dass die USA das syrische Oppositionsbündnis als die alleinige legitime Vertretung des Volkes anerkennen werden.

http://www.spiegel.de/politik/auslan...-a-872367.html
  1. #1

    Dann können die Amis auch ihre neusten Waffen einsetzen, falls in Syrien die Mullahs an die Macht kommen -praktisch.
  2. #2

    Friedensnobelpreisverdächtig

    Das ganze syrische Volk leidet unter ihnen und die überwiegende Mehrheit unterstützt die Rebellen nicht, aber Friedensfürst Obama erkennt die "Opposition" als Vertretung an. Glückwunsch...
  3. #3

    eigentlich recht erstaunlich …

    denn ich wette, die USA haben bisher keinen "Plan B" für den Fall, dass die "Rebellen" gewinnen und aus den Assad-Archiven die Dokumente über die gemeinsame Folter-Vergangenheit mit den USA (und Deutschland, nicht zu vergessen!) ans Tageslicht kommen. Im Fall
  4. #4

    Das wird den Iran stärken...

    ...wie auch die Niederschlagung der mehrheitlich schiitischen Bevölkerung in Bahrain.
    Was nützt es auf Dauer eine Militärdiktatur durch eine Theokratie zu ersetzen? Vielleicht denkt die USA in Jahrzehnten - Jahrhunderten.
  5. #5

    Ma weeßes net...

    Vom Prinzip her unterstütze ich ja generell Rebellen, die einen Diktator stürzen wollen, doch in Syrien ist die Gemengelage so unübersichtlich, da weiß man nicht, was man davon halten soll. Bei aller bisherigen politischen Unfreiheit muss man doch festhalten, dass unter Assad immerhin ein großes Maß an Religionsfreiheit geherrscht hat. Ob die religiösen Minderheiten in einem potentiellen neuen Syrien genauso unter Schutz gestellt wären, darf bezweifelt werden. Immerhin gilt es als gesichert, dass die syrische Opposition zu beträchtlichen Teilen (Warnung an alle Stänkerer: zu beträchtlichen Teilen, nicht zum GROßEN Teil!!) aus Islamisten besteht.

    Man sieht ja auch am Beispiel Ägyptens, was es bringt, wenn einige wenige fortschrittlich denkende Menschen einen Diktator stürzen, und danach wählt das ungebildete Landvolk nun mal irgendwelche Islamspinner. Es ist noch ein sehr, sehr langer, steiniger Weg zur Demokratie und Freiheit in der islamischen Welt, und die Religiosität großer Massen ist das größte Hindernis dabei. Man kann das Volk nur graduell, in einem langen Prozess, zu mündigen Bürgern erziehen. Dazu gehört Bildung, Bildung, Bildung und soziale Reformen, die wirklich dem einfachen Volk zugute kommen. Solange der Großteil der Araber bitterarm und religiös indoktriniert ist, werden sie sich an irgendwelche islamischen Heilsversprechen klammern. Da können noch so viele halbwegs aufgeklärte Hauptstadtjugendliche auf dem Tahrir-Platz demonstrieren. Das einfache Volk ist aufgrund von Bildungsmangel in der Hand der religiösen Eiferer. So sieht's aus in der islamischen Welt. All die freiheitsliebenden jungen Männer und Frauen generell können einem nur leidtun. Niemand weiß, ob sie nach ihren Revolutionen demnächst nicht noch mehr in den A**** gef**** werden.
  6. #6

    verlogen

    Wie würden die usa wohl reagieren wenn ein anderer staat die taliban als afghanische Opposition anerkennen würden? Es ist unglaublich zynisch welcher spielball syrien mittlerweile geworden ist.
  7. #7

    vor nicht all zu langer zeit..

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Barack Obama erhöht den Druck auf den syrischen Diktator Assad. Der US-Präsident verkündete in einem TV-Interview, dass die USA das syrische Oppositionsbündnis als die alleinige legitime Vertretung des Volkes anerkennen werden.

    Syrien: USA erkennen Opposition an - SPIEGEL ONLINE
    Vor nicht all zu langer zeit arbeitete ich mal mehrere wochen als zivil-komparse (bezahlter pazifist mit der aufgabe, us-besatzer im vermeintlichen irak zu beschimpfen ;-), für und bei der us-armee in bayern.

    Als ex-zoni und dann weltreisender habe ich mit einem araber nichts zu tun, wurde aber nicht nur von den us-soldaten regelmäßg gefragt, ob ich evt. einer bin.
    Nicht auf grund meines äusseren, sondern weil ich fast manöver stoppte, wie man sich so UNWISSEND arabern gegenüber zu verhalten denkt !!

    Der ami kennt sich, dann lange gar nichts, und dann hat er mal etwas vom rest der welt gehört...man man. Obama hätte ich für klüger gehalten, aber warum sollte er es sein, wenn ich selbst noch us-offiziere über arabische geflogenheiten aufklären musste ?!
    Daumen hoch, als "freundschaftsgeste", ist zb. in arabien wie stinkefinger zeigen!

    In die häuser stürmen und von männern die frauen fesseln lassen? Große augen als ich ihnen klar machte, damit noch jeden arabischen ami-freund zum totfeind zu machen !! Schon angucken ist viel, aber anfassen, fesseln, von männern??

    Assad böse, oppositionsbündnis gut, so einfach ist die welt in amerika. Aus ägypten und afghanistan hat man viel gelernt ;-)

    (kann man nobel-preise eigentlich auch wieder aberkennen? )
  8. #8

    Grausame Besatzermentalität

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Barack Obama erhöht den Druck auf den syrischen Diktator Assad. Der US-Präsident verkündete in einem TV-Interview, dass die USA das syrische Oppositionsbündnis als die alleinige legitime Vertretung des Volkes anerkennen werden.

    Syrien: USA erkennen Opposition an - SPIEGEL ONLINE
    Da wird ein Bündnis von durchgeknallten Terroristen, das das Land in Schutt und Asche gelegt hat, als legitime Regierung anerkannt. Diese ausländischen Verbrechen haben nicht mal die Unterstützung von 10% der Bevölkerung. Das ist Demokratie the American way, ob Bush oder Obama - kein Unterschied.
  9. #9

    Sichtweise

    Wie wäre es wohl gewesen, wenn Russland die Occupy-Bewegung als "alleinige legitime Vertretung des Volkes" der USA anerkannt hätte?

    Wobei mir dieser Gedanke sympathischer ist, als die Vorstellung, die ich von den s.g. Rebellen in Syrien gewonnen habe.