Ermittlungen: Apotheker-Lobbyist soll Gesundheitsministerium ausspioniert haben

DPADer Einfluss der deutschen Apothekerschaft auf politische Entscheidungen galt immer schon als besonders groß. Nun ermittelt die Staatsanwaltschaft: Über Jahre soll sich ein freiberuflicher Lobbyist Daten aus dem Gesundheitsministerium verschafft haben.

http://www.spiegel.de/wissenschaft/m...-a-872345.html
  1. #10

    Unappetitlich!

    Was für ein hässlicher Skandal!
    Die werden in Zukunft ja zum Glück vermieden, wenn rechtliche Zockereien mit dem Datenschutz über nationale Grenzen hinweg Cloud-Dienstanbietern ermöglichen die Diskretion des Informationstransfers zu optimieren, und ihren sekundären Kunden ein attraktives Angebot zur optimierung ihres Leistungsprofils machen können.
    Weitere Euphemismen bitte ich die die Leser selbst anhand der in Werbung und Presseerklärungen üblichen Palavers zu ergänzen.
    Nie wurde die Naivität der Menschen so offensichtlich wie im IT-Zeitalter.
  2. #11

    Fakten, Fakten, Fakten ...

    Der Beitrag ist derartig nebulös! Was genau rechtfertigt diesen Platz auf SPON?
  3. #12

    Offensichtlich...

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Der Einfluss der deutschen Apothekerschaft auf politische Entscheidungen galt immer schon als besonders groß. Nun ermittelt die Staatsanwaltschaft: Über Jahre soll sich ein freiberuflicher Lobbyist Daten aus dem Gesundheitsministerium verschafft haben.

    Apotheken-Lobbyist soll Gesundheitsministerium ausspioniert haben - SPIEGEL ONLINE
    besteht innerhalb der freiheitlich-liberalen Lobby-Gruppen des 320 Mrd. schweren gesundheits-medizinischen Industriekomplexes ein erheblicher Bedarf an verbesserter Koorditation und Abstimmung der informativen Prozesse, wenn eine Lobby-Gruppe X sich regelrecht genötigt fühlt, Datensätze ausspionieren zu müssen, die eine andere Lobby-Gruppe Y direkt im Ministerium verfasst hat.
  4. #13

    Überraschung....

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Der Einfluss der deutschen Apothekerschaft auf politische Entscheidungen galt immer schon als besonders groß. Nun ermittelt die Staatsanwaltschaft: Über Jahre soll sich ein freiberuflicher Lobbyist Daten aus dem Gesundheitsministerium verschafft haben.

    Apotheken-Lobbyist soll Gesundheitsministerium ausspioniert haben - SPIEGEL ONLINE
    Tja, so ist das, wenn man sich mit derartigen Zeitgenossen einläßt.
    Reihenweise CD´s kaufen und jetzt jammern, wenn es mal umgekehrt läuft.
  5. #14

    Was bitte ist

    eine "freiberuflicher Lobbyist"? Könnte mal jemand ein Stellenprofil dafür posten? Vielleicht interessiere ich mich ja auch für so einen Job ...
  6. #15

    Freier Lobbyist im Gesundheitsministerium

    Nein, da bin ich jetzt aber wirklich überrascht. Es kann doch nicht sein was nicht sein darf. Wer von unseren glorreichen Regierungsmitgliedern wird denn da mal wieder sein großes Bedauern äußern, wie ein getretener Hund dreinschauen und - weitermachen wie bisher?
  7. #16

    so langsam geht es zu Ende....

    ...in Deutschland mit der Berufsethik. Nach den Beutelschneidern scheuen nun auch die Medi- kamentenmixer keine Methode mehr um an die Kohle ranzukommen. Der einzige Ethos den die
    deutsche Gesellschaft noch kennt ist der Mamon
    und wie man an ihn am einfachsten rankommt.
    Wie lange lässt sich diese Parteien- und Lobbyistendemokratie noch managen? Bald gehen auch dieser liberalen und christlich-abendländischen Politik die Ideen aus, dann geht es ab in das Chaos.
  8. #17

    Die Apotheker

    hatten doch vor kurzem 200-300 Mio. von ihrem Lieblingsminister zugeschanzt bekommen... Wie passt das zusammen?
  9. #18

    Mal wieder typisch!

    "Die bösen Apotheker." Wer zwischen Pharmaindustrie und Apothekerschaft nicht unterscheiden kann sollte hier nicht mitdiskutieren. Wenn es wirklich so einen Lobbyisten gab dann hat er ziemlich schlechte Arbeit geleistet, denn den Apotheken geht es schlecht wie nie. Und das hat keiner kommen sehen! An einem Medikament verdient am allermeisten der Staat (19%!), dann die Krankenkassen und die Pharmaindustrie und für den Apotheker, der dem Patienten gegenübersteht und sein Leiden direkt mitbekommt, der verdient nur einen Bruchteil. Und dann wurde die Finanzkrise der Krankenkassen noch auf dem Rücken der Apotheken ausgetragen. Unter anderem durch die sogenannten "Rabattverträge" zwischen Krankenkassen und Pharmafirmen, die den Apotheken einen Haufen Unkosten hinterlassen und viele in die Existenzkrise getrieben haben. Die Krankenkassen sind jetzt voll. Und die Apotheken werden immer noch zu Zwangsrabatten gegenüber den Krankenkassen gezwungen...
    Ich frage mich wirklich welche Lobby dahintersteckt, dass Apotheker immer nur Negativschlagzeilen kriegen?! Ich bin selber vom Fach, Berufsanfängerin und entsetzt darüber welches Bild wir in den Medien haben. Ich weiß dass wir gute und harte Arbeit am Menschen leisten und doch dienen wir immer nur als Sündenbock...
  10. #19

    Zitat von Justwondering Beitrag anzeigen
    Und klar wer glaubt der Pharmaindustrie und den Apotheken ginge es nur um das Wohl der Menschen und nicht um Profit der glaubt auch an den Weihnachtsmann.
    Daran glaubt auch wohl keiner.

    Na ja, und die Profiteure von Placebos und Pseudokuren wie Homöopathen sollte man dann auch anprangern. Nix drin in den Zuckerkügelchen und trotzdem kostet das Zeug enorm viel. Gerade die Quacksalber verrdienen doch mit Sch..e Geld. Die Pharmaindustrie produziert immerhin zu einem großen Teil noch wirksame Medizin!


    Im alten China wurden Ärzte bezahlt, solange die Menschen gesund waren, sie waren gleichzeitig Arzt, Ernährungsberater, Seelsorger etc. Wie weit sind wir davon entfernt?
    Ziemlich weit. Glücklicherweise. Auf die Medizin des alten China wollte ich mich nicht gerne verlassen.

    Im übrigen hätte ich gerne mal Belege zu der Behauptung dass Ärzte da bezahlt wurden solange die Menschen gesund waren.
    Was, wenn jemand doch krank wurde (was ja häufig geschah). Welcher Arzt wurde dann dafür belangt? Und auf welche Weise? Rübe ab?

    Und schon mal daran gedacht wie die Lebenserwartung überall erst gestiegen ist seit es eine wissenschaftliche Medizin gab (d. h. langsam entwickelnd ab grob gesprochen Mitte des 19. Jh.) und die (zu) langsam auch nicht-europäischen Völkern zugute kam?


    Unser Gesundheitssystem lebt von den chronisch Kranken. Das einzige was heutzutage wirklich ein Fortschritt ist ist die Versorgung im Akut- bzw. Notfall (z. B. Knochenbrüche).
    Das "einzige"?

    Und all das andere, was man medizinisch braucht. Sinnlos das alles hier ins Unendliche aufzulisten.
    Besuchen Sie nicht nur mal eine Krankenhaus-Notaufnahme, sonder eine Kinder-Krebsstation, palliativmedizinische Stationen, sprechen Sie mal mit Narkoseärzten usw.