Muslimbrüder gegen Demonstranten: Abrechnung im Folterkäfig

APDie Muslimbrüder greifen im Machtkampf in Ägypten zur Selbstjustiz: Auf dem Höhepunkt der Ausschreitungen in Kairo nahmen die Islamisten massenhaft Gefangene und folterten sie. Berichte legen nahe, dass die Polizei die Übergriffe duldete.

Muslimbrüder in Ägypten greifen gegen Demonstranten zur Selbstjustiz - SPIEGEL ONLINE
  1. #40

    das ist erst der anfang...

    volksabstimmung durch und dann gehts los. verfolgung (dann mit angeblich offizieller legitimation des volkes) der opposition, folter und mord. alles wird schlimmer, unberechenbarer und brutaler als unter mubarak. die islamisten haben die fäden gezogen, saudi arabien hats bezahlt und der westen war naiv oder einfach nur dumm. diese suppe wird uns noch ganz salzig zu schmecken bekommen. flüchtlingswellen, not und internationale hilfslosigkeit.
  2. #41

    Zitat von Hafenschiff Beitrag anzeigen
    Aha. Wie genau hat denn der "Westen" die Muslimbrüder in Ägypten an die Macht gebracht? Erklären Sie doch mal bitte.
    Och, der Westen ist doch immer Schuld. Wenn wir einen Diktator unterstützen, wenn wir seinen Sturz zulassen... dem Westen kann man immer die Schuld geben. Irgendeinen Weg findet man schon, wie der Westen Schuld ist. Mit all der politischen, wirtschaftlichen und militärischen Macht und den wissenschaftlichen Errungenschaften des Westens findet sich IMMER etwas, wie man ihn anklagen kann.
    Nicht, dass wir nich unseren Teil dazu beigetragen hätten, die Welt in den jetztigen Zustand zu versetzen... aber es ist ein Unterschied ob man Schuld sucht oder Schuld finden will. Am Ende gibt es mit jedem Staat der nicht gerade so isoliert wie Nordkorea ist so unendlich viele Wechselwirkungen, dass man für praktisch alles einen Grund findet. Ich bin mir sicher, irgendwo gibt es eine Verschwörungstheorie, die den Geist von Ronald Reagan, Microsoft und den Geist von Tupac für die Lage in Ägypten verantwortlich macht.

    Der Westen fängt an, einen ähnlichen Selbsthass zu entwickeln wie Deutschland. Man selbst ist scheiße, alle Anderen sind super und wären ohne einen so viel besser dran... und man lässt keine Gelegenheit aus, das zu erwähnen.
  3. #42

    Zitat von wohlmein Beitrag anzeigen
    Sie wissen doch selbst am besten, daß der Islam hier nur mißbraucht wird
    1. durch machtlüsterne Gruppierung, die sich Islambruderschaft nennt7
    (hört sich doch gut an?)
    2. durch manche Forenschreiberlinge, die gegen den Islam polemisieren.

    Also, warum schreiben Sie denn dann so´nen Mist`?

    Mit dem Islam selbst hat das doch nicht das Geringste zu tun:

    genausowenig wie Zitronen mit einem Zitronenfalter.
    Das hat sehr wohl mit dem Islam zu tun, da diese Radikalen Ihre Untaten ja "Im Namen des Islam" tun.
    Und die Masse der (angeblich) friedlichen Muslime schaut nur zu, keine Reaktion, nichts.
  4. #43

    Religion/Stillstand der Gesellschaft

    Zitat von chancenlos Beitrag anzeigen
    Keine Wirtschaft die derartige Bevölkerungsmengen autark ernähren kann, kein Wasser ausser dem Nil, die düngenden Überschwemmungen bleiben dank Staudamm aus und der steht auch noch im Ausland.
    Der Tourismus hängt von den wirtschaftlichen Gegebenheiten anderer Länder ab und die Nobelpreise lassen auf sich warten, während der Kindersegen dank uralter Heilververfahren und Kulturvorstellungen ständig zunimmt. Was glauben Sie wie dies wohl weitergeht?
    Übrigens, kennen Sie auch nur ein Land zu irgendeiner Zeit in welchem solche Konstellationen nicht zu einem, natürlich verwerflichen, Massensterben geführt hat.
    Über all wo die Religion den Hauptton in der Gesellschaft angibt, da bleibt die gesellschaftliche Entwicklung des Landes zurück, denn es ist nur ein Machtinstrument bestimmer herrschender Kreise, die nicht wirklich an ihre Bürgern und deren Entwicklung interssiert sind, denn sie haben sehr große Angst um ihre eigene Macht.
    Nur ein gut entwickeltes Bürgertum ist in der Lage da was zu verändern, sonst wird man die Dunkelheit der Religion nicht entfliehen können.
    Unwissenheit und Angst vor der Macht sind die engen Vertrauen und Ausführenden der Religionen.
    Man muss ja nicht immer gleich alles vertäufeln, aber man muss diese Religionen die Machtbefugnisse über den Menschen entziehen, Bildung abseits der religiösen Bücher ist ein guter Schritt, nur wenn die Menschen auch gesellschaftlich aufgeklärt sind, dann können sie selbst und frei über sich und ihrer Entwicklung entscheiden, sonst bleiben sie ständig in der untertänigen Abhängigkeit ihrer Religion gefangen.
    Wer die Schriften der Religion zu ernst nimmt und sie als die einzigste Wahrheit anerkennt, der bleibt auf ewig auch der Skave der Religion, aber so ergeht es auch allen anderen die sich den Ideologien ausgeliefert haben.
    Diese Schriften geben den Menschen nur eine schlechte und einseitige Sichtweite auf das Leben und deren Entwicklung.
    Bildung und soziale Entwicklung kann den Menschen aus dieser Dunkelheit führen.
    HR
  5. #44

    Wehret den Anfängen!

    Moslembrüder sind schlimmer als Faschisten, denn sie fühlen sich von Gott legitimiert und agieren noch menschenverachtender. Sie sind eine extremistische und gewaltbereite Sekte, die mit dem Islam wenig zu tun hat. Demokratie und Religion sollte man auch nicht in Abhängigkeit zueinander setzen. Die katholische Kirche ist auch nicht demokratisch und keiner würde deshalb Katholiken als von Natur aus demokratieunfähige Bürger betrachten.
    Respekt und Anerkennung für die vielen mutigen Ägypter, die Ihre junge Demokratie gegen diese Terroristen verteidigen. Wieviele Deutsche haben denn eigentlich so Widerstand gegen die Nazis geleistet?
    Wir, die in diese traumhafte Demokratie (relativ im globalen Rahmen betrachtet) und den großen Wohlstand in Deutschland hineingeboren sind, dürfen nicht vergessen, dass dieses Umfeld über Jahrhunderte mit vielen Opfern erkämpft (auch mit dringend benötigter Hilfe anderer Staaten...) werden musste und stetig neu verteidigt wird (z.B. NPD Verbot, etc.). Die Demokratie fällt nicht vom Himmel und wird auch nicht von uns exportiert, sie stellt in stabiler Form meistens das Ergebnis einer langen Entwicklung dar. Wir sollten die demokratischen Prinzipien stärker in unserer Außenpolitik beherzigen, den die steht im Mittelpunkt der Wahrnehmung in der Welt da draussen und ist viel zu undemokratisch.
    Ägypten hat über Jahrtausende eine Tradition der Fremdherrschaft und Diktatur. Das Volk wird seit mind. 60 Jahren systematisch zum Gehorsam erzogen. Das ganze Schulsystem dient fast nur dem Zweck eigenständiges Denken, Kreativität und Kritikfähigkeit zu unterdrücken. Auch Religion (egal ob Moslem oder Kopte, usw.), und Tradition stehen einer freiheitlichen, demokratischen Lebensweise im Weg. Große Armut und niedriger Bildungsstandard erledigen den Rest. Vor diesem Hintergrund und auch im Vergleich zu dem Verlauf der Revolutionen in Libyen und Syrien können die Ägypter wirklich stolz sein. Unter diesen Bedingungen, auf eine so friedliche Art und Weise, sich den Beginn einer demokratischen Entwicklung „erkämpft“ zu haben, verdient Anerkennung und unsere Unterstützung.