Skiurlaub in den Alpen und Rockys: Aspen versus Arlberg

TMNFluffiger Pulverschnee und leere Pisten: Welcher Wintersportler träumt nicht von den legendären Abfahrten im Wilden Westen? Dabei muss ein Skiurlaub in Kanada oder den USA nicht teurer sein als eine vergleichbare Tour in die Alpen.

http://www.spiegel.de/reise/fernweh/...-a-865311.html
  1. #1

    Nervig

    Man darf fragen, ob der amerikanische Tourismusverband hinter dieser Art Artikel steckt. Der Schnee auf 3.000 Meter in den Alpen ist genauso gut wie in Vail. In den grossen Gebieten der Alpen ist der Hoehenunterschied Berg-Tal erheblich groesser als in Nordamerika (z.T. doppel so gross) was die Abfahrten laenger und interessanter gestaltet. Auch stimmt es nicht, wie so oft behauptet, dass in den Rockies generell mehr Schnee faellt - dazu gibt es im Internet ein paar aufschlussreiche Analysen. Letzlich sei noch erwaehnt, dass eine Tageskarte in Vail & Co mittlerweile an die 100 Dollar kostet - da sind vielfach groessere Gebiete in Europa billiger.

    Ich fahre sowohl in den Alpen als auch den Rockies sehr gerne Ski, gerade off-piste. Es muss wohl eine deutsche Charaktereigenschaft sein, das Naheliegende zu kritisieren und das Ferne (gerade wenn es in Amerika ist) zu loben.

    Von einem leidenschaftlichen Tiefschneefahrer.
  2. #2

    Kanada / USA viel teuerer als Alpen

    "Wer nicht mit mehreren Personen in einem Auto in die Skiferien fährt, kann für genauso viel Geld auch nach Nordamerika fliegen. Der Preis pro Person ist ähnlich hoch wie für eine vergleichbare Tour in die Alpen. Dies zeigt ein Blick in die Kataloge der deutschen Spezialreiseveranstalter."

    Wir fahren 1 mal pro Jahr in die Alpen. Ca. 500 km. 4 bis 8 Personen, mit 2 bis 3 Autos.
    Preise por Person:
    Spritkosten: 40 Euro zzgl. großzügig gerechnet 40 Euro für Wartung, Wertverlust ist keiner vorhanden.
    Unterkunft im Ferienhaus: 250 Euro.
    Macht 330 Euro für Transfer und Unterkunft.

    Ich wollte letztes Jahr nach Kanada. Hat leider nicht geklappt. Die Kosten waren jedoch (natürlich) viel höher.
    Ein Flug kostet eben 800 €. Ferienhäuser sind dort nicht sehr üblich.
    Hotel ca. 400 €.

    Verlgeich für Transfer und Unterkunft:
    Alpen: 330 Euro
    Kanada: 1200 Euro.

    Wenn 330 = 1200 dann habe ich irgend etwas verpasst.

    "In den Alpen zahlt man für eine kleine Flasche Wasser ein paar Euro, in Nordamerika ist Wasser in Restaurants und Berghütten kostenlos. Auch das Essen ist vergleichsweise günstig. "
    OMG.
    Ich habe selten Wasser auf einer Hütte Wasser getrunken. Vielleicht 2 Gläser in einer Woche. Auch bei den restlichen Hüttenbesucher habe ich das selten gesehen. Nehmen wir also an, mein Konsum wäre repräsentativ.
    Dann hätte ich 4 Euro gespart.
    Weiterhin kostet, zumindest in den USA, Wasser aus Flaschen auch Geld. Das kostenlose Wasser habe ich immer abgelehnt, da es nach Chlor riecht und schmeckt (nein, ich habe richtiges Chlor noch nicht getrunken, aber schlimmer kann es nicht schmecken).

    Dass das Essen günstiger ist, kann ich mir schwer vorstellen.
    Da aber der Wasservergleich bereits so lächerlich ist, muss man auch hier annehmen, dass das nicht stimmt.

    Es ging in dem Artikel um den Preisvergleich bzw. darum, dass es die gleichen Kosten wären. Das ist quatsch.

    Irgendwann fahre ich trotzdem hin, weil mich der Schnee interssiert.
  3. #3

    Schnee vs. Schnee

    Den Preisvergleich in dem Artikel finde ich lächerlich, aber ein Schneeunterschied ist schon da - in den Alpen und Californien empfinde ich ihn wesentlich nasser, schwerer. In den meisten Gebieten in Colorado jedoch ist er richtig fluffig, so trocken, dass man noch nichtmal einen Schneemann bauen kann - Ausnahmen bestätigen die Regel. Aber in Colorado ist die Luft allgemein sehr sehr trocken. Utah und Canada kann ich nicht beurteilen, da bin ich noch nicht gefahren.
  4. #4

    W&H Grüße aus Vancouver

    Noch schicker ist nur, sich Vorort. In einem der Orte als Schilehrer oder vgl. anstellen zu lassen. Bezahlt werden fürs fahren. Oder doch nur von Vancouver am Wochenend nach whistler und unter der Woche 20 min auf cypresss mountain. Am einfachsten geht das als deutscher bis 35 mit travel&Werk Visum.
    Ps. Die wenigsten Lifte haben Fußstützen
  5. #5

    Kanadas hoher Norden

    Naja, das Kostenargument koennte man genauso andersherum machen und Amerikaner in die Alpen schicken. Es gibt eben in Nordamerika auch riesige Unterschiede in den Preisen. Europaeische Skifahrer sollten sich lieber genau informieren, was zu erwarten ist an Schneemenge und -qualitaet, Unterkunft, Transport, etc. Geringe Luftfeuchtigkeit und viel Sonne in den Rockies bedeuten eben auch, dass es nicht immer viel Tiefschnee gibt - da kommt es sehr auf das Mikroklima an. Und wenn uns SPON in den "hohen Norden Kanadas" schicken will, dann ist meine Empfehlung, nochmal genauer auf der Karte nachzuschauen.
  6. #6

    Milchmädchenrechnung

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Fluffiger Pulverschnee und leere Pisten: Welcher Wintersportler träumt nicht von den legendären Abfahrten im Wilden Westen? Dabei muss ein Skiurlaub in Kanada oder den USA nicht teurer sein als eine vergleichbare Tour in die Alpen.

    Preisvergleich Nordamerika-Alpen: Skiurlaub in Übersee - SPIEGEL ONLINE
    Zunächst mal, ich war selbst noch nicht skifahren in den USA oder Kanada, aber von dem 'Champagne Powder' haben mir schon einige vorgeschwärmt, der durch die sehr geringe Luftfeuchtigkeit dort erzeugt wird.

    Nur was die Kosten angeht - sorry, wer sich Skiurlaub in Kitzbühel im Viersternehotel leisten kann, der wird mit 99%-iger Sicherheit auch einen Firmenwagen fahren. Somit: Transportkosten nach Kitzbühel: 0. Zudem wird es wohl eher die Ausnahme sein, alleine in Skiurlaub zu fahren. Die Autokosten, falls vorhanden, teilen sich also i.d.R. durch 2 bis 5, während Flugkosten immer pro Person sind.

    Zum Rest kann ich nichts sagen - ich denke in den Alpen wie auch in den Rockies gibt es eine irre Preisspanne, je nachdem wie luxuriös man urlauben will. Aber ich kann mir eher schlecht vorstellen, daß die hohen Anreisekosten durch anderweitige Ersparnisse aufgewogen werden. Sicher nicht durch Gratiswasser!
  7. #7

    Die spinnen

    Ja, der Schnee in den Rockies ist trockener (in Calgary gibt es keine Schneeräumer sondern Schneebläser).

    Aber deshalb für eine Woche über den Atlantik zu fliegen macht keinen Sinn, das ist doch gaga.

    Dann gibt es ein paar ganz praktische Nachteile in den Rockies: Die Abfahrten sind wesentlich flacher als in den Alpen - das sind eher Hügel wie im Harz - die Skipisten etwas langweilig zu fahren. Baumfreie Gebiete gibt es kaum. Gemütlichkeit kommt auch nicht auf, echte Hütten gibt es nicht.

    Wenn jemand echtes Rocky-Feeling haben möchte, muss er nur während der Woche kurz nach einem längeren Schneefall irgendwo tief in den Bayerischen Alpen durch die Wälder brettern. Das ist wesentlich billiger und vom Fahrgefühl das Gleiche :-)).
  8. #8

    Blödsinn!

    So ein Blödsinn! Offenbar haben die Veranstalter Probleme, ihr Nordamerika-Skireisen loszuwerden, denn die unrealistische Vergleichsrechnung zwischen den Alpen und Nordamerika muss sich ein PR-Experte ausgedacht haben (dpa hat sie gern genommen). Und für fünf Skitage in die USA oder nach Kanada zu fliegen ist einfach nur bekloppt, zumal der erste Skitag wg. Jetlag sowieso im Eimer ist.
  9. #9

    Beaver Creek - traumhafte Skiferien

    Wir waren im März in Beaver Creek und es war traumhaft. Der Service, das Wetter und die Pistenverhältnisse sind unschlagbar. Die niedrige Luftfeuchtigkeit und 300 Sonnentage im Jahr sprechen für sich... Nicht zu unterschätzen sind 8 Stunden Zeitverschiebung und die Höhenlage.

    Ein Skiurlaub in Beaver Creek ist ein Erlebnis und hat etwas von Disney World. Die Hotels gehören z. T. zu den besten Skiresorts der Welt.

    Die Lage der Hotels ist häufig direkt an der Piste. Die Skier werden einem von den Ski-Concierges in den Schnee gelegt... Wer es mag, dem werden die Skischuhe angezogen.
    Das Publikum besteht fast nur aus Amerikanern.
    Hinter dem Ritz Carlton ist die Piste mit einer Außenbar und Live-Countrymusik. Zum unkomplizierten Apres-Ski wird ein Lagerfeuer angezündet. Dabei kann man gratis Marshmallows grillen.

    Die Pisten werden den ganzen Tag mit bis zu 10 versetzt fahrenden Pistenraupen in einem hervorragenden Zustand gehalten. Für Pistenrowdies gibt es eine Pistenpolizei. Außerdem gibt es Skiguides zur Information und Hilfe auf den Pisten.