Leistungsvergleich der Grundschüler: Deutschland vergeudet junge Talente

dapdViele Risikoschüler, wenig Überflieger: Die Probleme des deutschen Bildungssystems zeigen sich schon in der Grundschule. Bei den internationalen Studien Iglu und Timss schnitt die Bundesrepublik zwar gut ab. Der Vergleich zeigt aber auch, wie ungerecht es zugeht - bei den Schwachen und den Starken.

http://www.spiegel.de/schulspiegel/w...-a-872202.html
  1. #1

    es gibt eine ganz andere Erklärung

    Dieses Thema wurde hier ja auch schon oft durchgekaut: Meines Erachtens spielt der LernWILLE die entscheidende Rolle. Man kann eben entweder die Hausaufgaben machen, man kann die Hausaufgaben machen und vielleicht noch eine Aufgabe extra oder man daddelt eben auf dem Smartphone herum. Auch deswegen schneiden vielleicht Kinder aus Akademikerfamilien im Schnitt besser ab: Dort ist man an schulischen Dingen interessiert und vertraut nicht blind darauf, dass schon alles gut wird. Es ist wirkich tragisch für Migrantenkinder. Ganztagsschulen können - gut gemacht - eben geanu diesen Mehrwert schaffen. Aber wir schaffen stattdessen ja lieber Fehlanreize mit der CSU.Herdprämie.
    Es gibt eine sicher eine Testeritis: Diese Bildungsforscher müssen doch alle Jahre wieder ihre Daseinsberechtigung abliefern...
  2. #2

    Bewegung und Konzentration

    "Es bringt wenig, Kinder einfach länger im Schulgebäude zu behalten und nachmittags die Tische zur Seite zu schieben, damit Platz ist für Ballspiele. "
    Der Punkt ist eher nachdem die Kinder den halben Tag auf dem Hintern gesessen haben ist was anderes kaum möglich.
    Es gibt Pilotschulen die mit einem mehr an Bewegung deutlich bessere Erfahrungen machen. Mehr Bewegung macht die Kinder auch gesünder.
    Und jede Reform ist nur so gut wie die Lehrkraft die sie vermittelt das ist der Knackpunkt. Die Lehrer sollte man auch mal testen.
  3. #3

    Spiegel der Gesellschaft

    Der Optimismus, die Leidenschaft unzähliger Lehrer, Sozialarbeiter, Politiker, schlechthin - Menschen, den Schwachen zu helfen und eine bessere Gesellschaft zu schaffen, ist abgeschlafft. Da war mal was, noch in den 70er, vielleicht auch ein bisschen länger. Jetzt ist nur noch Technokratie angesagt, die Schwachen werden beleidigt, oder ignoriert, und belehrt - sie sollen sich selbst optimieren. Dafür wurde ja auch von unserer kleinlich gewordenen Mittelschicht Gauck als Moralprediger inthronisiert. Weil das seine schlichte Narration ist: Dankbar soll der Arme sein für die tollen Chancen, und voller Schwung die Sache selbst in die Hand nehmen, dann wird's schon.
    Während unser äußerlich ach so drolliges Madamchen eiskaltes Management betreibt. Ohne das zu sehen wäre wohin das führen soll.
  4. #4

    der Thread von heute morgen führte wohl nicht in die gewünschte Richtung...

    die rot-grünen Übeltäter wurden mehr und mehr entlarvt.
  5. #5

    Wieder mal ...

    ...schlägt die Realität die Idelogie ...

    Erstmals wird zugegeben, dass leistungsstarke Schüler hier benachteiligt werden, weil die gesamte Bildungsideologie aud egalitären Zielen beruht.
    Dabei wird ein Geld für Projekte verpulvert, die niemals zielführend sind, nur um den Vorwürfen zu entgehen, man würde bestimmten Bevölkerungsgruppen benachteiligen.
    So gibt es solche Stilblüten wie "Teamteaching", Frühenglisch für alle (auch für solche, die nicht mal Deutsch können), Klassen mit neun Schülern, die von einem Lehrer und einem Sozialpädagogen gemeinsam unterrichtet werden (müssen...) usw.
    Außer dem Effekt, dass die Stärkern jetzt benachteiligt werden, findet man bei den Schwächeren keinen Erfolg.

    Durch das hymnisch besungene, längere gemeinsame Lernen werden Normalschüler und Leistungsschüler behindert.

    Natürlich werde ich gesteinigt werden: Aber wir müssen zurückkommen zum viergliedrigen Schulsystem (Haupt-, Real-, Förderschulen und Gymnasien), jeweils mit glasklaren Anforderungen.
  6. #6

    Wir guten Deutschen

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Viele Risikoschüler, wenig Überflieger: Die Probleme des deutschen Bildungssystems zeigen sich schon in der Grundschule. Bei den internationalen Studien Iglu und Timss schnitt die Bundesrepublik zwar gut ab. Der Vergleich zeigt aber auch, wie ungerecht es zugeht - bei den Schwachen und den Starken.

    Iglu- und Timss-Studien: Deutsche Viertklässler lesen und rechnen gut - SPIEGEL ONLINE
    Antidiskriminierungsgesetz, Inklusion und Wegfall der Grundschulempfehlung machen es möglich. So können im Extremfall Eltern eines geistig behinderten Kindes verlangen, dass es auf einem Gymnasium beschult wird. Was ist die Folge: Überforderte Kinder einerseits, abgenervte unterfo(ö)rderte Mitschüler und unvorbereitete Lehrer auf der anderen Seite. Super, aber wir sind ja alle gleich!
  7. #7

    mein Sohn

    konnte lesen und rechen, als er eingeschult wurde. Doch im ersten halben Jahr durfete er bis 10 rechnen im weiten bis 20 und so ging es weiter während der gesamten Schulzeit. Förderung der Stärkeren - Fehlanzeige!! Intelligente Menschen nicht erwünscht?
  8. #8

    optional

    na sehr schön, am besten gleich die 6-jährigen auf Leistung und stupide Lehrnideale trimmen.
    Viel wichtiger ist es heute kreativität und denken zu fördern und es den kleinen Wichten zu ermöglichen Persönlichkeiten zu werden.
    Arbeite jeden Tag mit den ah so gebildeten Koranern und Chinesen zusammen... numberchrunshing können die, doch sobald ein bisschen denken zur Lösungsfindung nötig ist weil der Lösungsweg nicht im Buch steht, was passiert dann? Genau, nichts!
  9. #9

    Es ist sehr aufschlussreich,...

    ...dass, wenn es um die Benachteiligung von Migrantenkindern geht, nur solche Länder wie Bulgarien und Ungarn hinter Deutschland stehen. Bulgarien hat ebenso wie Rumänien traurige Bekanntheit für seinen teilweise unmenschlichen Umgang mit Minderheiten wie den Sinti und Roma und in Ungarn wollte man doch gerade erst quasi den Judenstern wieder einführen, oder?! Natürlich ist dies kein zwangsläufiger logischer Schluss, aber meiner Ansicht nach ein weiterer deutlicher Hinweis darauf, dass Deutschland immer noch deutlich von xenophobischem, rechten, nationalistischen Gedankengut geprägt ist, wenn es mit diesen Staaten "konkurriert"...etwas, dass in der derzeitigen Euro-Debatte, wie sie hierzulande geführt wird, übrigens hervorragend zum Ausdruck kommt.