Online-Restaurantpranger: Wo bleibt die App gegen Appetitverderber?

DPAJetzt kann jeder Bürger online recherchieren, welche Gastronomen bei der Hygiene schludern. Schmutzfinken werden von den Behörden genannt. Das Problem: Jede Behörde betreibt ihren eigenen Restaurantpranger, eine schnelle Suche ist unmöglich.

http://www.spiegel.de/wirtschaft/ser...-a-868996.html
  1. #1

    Hilft das wirklich?

    Oder ist die Konsequenz eher, dass Bußgeldbescheide zukünftig unter 350 EUR ausgestellt werden, damit sich die Kontrolleure keinen möglichen Regressforderungen stellen müssen?
  2. #2

    Papiertiger

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Jetzt kann jeder Bürger online recherchieren, welche Gastronomen bei der Hygiene schludern. Schmutzfinken werden von den Behörden genannt. Das Problem: Jede Behörde betreibt ihren eigenen Restaurantpranger, eine schnelle Suche ist unmöglich.

    Verbraucherschutz online: App gegen Schmuddelgastronomen - SPIEGEL ONLINE
    Das Gesetz ist so zahnlos, wie die Kontrolleure feige. - Statt solche Dreckfinken mit empfindlichen Geldbußen zu überziehen oder die Dreckschleudern gleich ganz zu schließen, werden ganz sicher nur BG's i. H. v. maximal 349,99 € verhängt, damit man bloß nicht mit Klagen überzogen wird.
  3. #3

    Wen wunderts?

    [QUOTE=sysop;11532694Die Frage habe ich mehreren Ministeriumsmitarbeitern gestellt. Sie reagierten durchweg mit Verwunderung, ja Ablehnung: Es handle sich um behördliche Daten, deren Weiterverarbeitung oder gar kommerzielle Nutzung nicht gestattet sei.[/QUOTE]

    Sie häten vielleicht keine FDP Mitglieder fragen sollen.
    Das Gesetz wird ja aber ohnehin schon durch die 350,-EUR Grenze ausgehebelt.
    Die Daten allerdings, wenn auch gut versteckt, ins Netz zu stellen und andererseits aber verhindern wollen dass diese Daten nutzbringend verarbeitet werden ist schon kurios.
    Bei dem neuen Meldegesetz war das natürlich anders, da ging es ja auch um Daten der Bürger. Die hätten natürlich kommerziell verwendet werden dürfen.
  4. #4

    Linkliste wäre hilfreich

    Eine App muss es gar nicht sein. Auch eine Liste aller recherchierten Links wäre als Beilage zum Artikel sicherlich hilfreich.
  5. #5

    In Niedersachsen gibt es 0 Verstöße

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Jetzt kann jeder Bürger online recherchieren, welche Gastronomen bei der Hygiene schludern. Schmutzfinken werden von den Behörden genannt. Das Problem: Jede Behörde betreibt ihren eigenen Restaurantpranger, eine schnelle Suche ist unmöglich.

    Verbraucherschutz online: App gegen Schmuddelgastronomen - SPIEGEL ONLINE
    Seit September in Niedersachsen 0 Verstöße! Klingt ja voll realistisch...
    alle Landkreise | Veröffentlichung von Verstößen gegen die Lebensmittel- / Futtermittelsicherheit in Niedersachsen

    Tja, man könnte es ja wie in Dänemark machen, aber dort gibt halt auch keine FDP!
  6. #6

    Was landet wirklich in den Portalen ?

    Die von den Landesbehörden erstellten Portale werden offensichtlich noch lückenhaft gefüllt.
    So sind auf dem Portal von Nordrhein-Westfalen "http://www.lebensmitteltransparenz-nrw.de" in 2 Montaten nur eine einzige Produktwarnung und 17 Meldungen zu Betrieben veröffentlicht. Die 17 Meldungen stammen aus nur 4 Behörden im Rheinland. Aus Westfalen stammt keine einzige Meldung. das kann mir niemand vormachen, dass bei 17 Mio Einwohnern nur so wenig Bußgelder verhängt werden !
  7. #7

    Dk!

    Macht es wie in Dänermark mit den Smileys! "Deutsche Sauberkeit" gab es noch nie, dass ist eine Erfindung der naiven Bürger.
  8. #8

    Zitat von Religulous Beitrag anzeigen
    Seit September in Niedersachsen 0 Verstöße! Klingt ja voll realistisch...
    Ich hatte schon vor Wochen beim Ministerium und LAVES angefragt, warum es keinerlei Einträge gibt und wie sichergestellt wird, dass die Landkreise die Verstösse auch melden.

    Null Reaktion. In Niedersachsen ist einfach alles sauber und die Meldungen wegen Gammelfleisch, verseuchten Eieren sind alles nur Lügen .....
  9. #9

    Niedersachsen ist super hygienisch

    Seit September gibt es auch eine Seite des niedersächsischen Ministeriums für .... Verbraucherschutz ...Bisher kein einziger Eintrag. Das kann ja nur bedeuten, dass in Niedersachsen alles perfekt ist. Oder dass die Kontrolleure Angst haben, Bescheide über € 350 auszustellen.