Achilles' Verse: Steifgefrorenes Fischstäbchen auf Rädern

APFahrradfahren im Winter ist ein Risikosport: Wer in die Arbeit strampelt, der muss Eisplatten und Schneewehen umkurven. Doch davon lässt sich ein Achim Achilles nicht abschrecken. Todesmutig rollt der Freizeitsportler in die Berliner Abendglätte.

http://www.spiegel.de/gesundheit/ern...-a-872131.html
  1. #1

    Unverantwortlich

    Warum verbindet er sich nicht gleich noch die Augen und schürt durch die Fussgängerzone? Ein durch die Gegend rutschender Radfahrer gefährdet Fussgänger und Autofahrer gleichermassen. Aber von dem Herrn ist nichts anderes zu erwarten.
  2. #2

    Winter?

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Fahrradfahren im Winter ist ein Risikosport: Wer in die Arbeit strampelt, der muss Eisplatten und Schneewehen umkurven. Doch davon lässt sich ein <i>Achim Achilles</i> nicht abschrecken. Todesmutig rollt der Freizeitsportler in die Berliner Abendglätte.

    Radfahren im Winter: Mit dem Fahrrad sicher durch Schnee und Eis - SPIEGEL ONLINE
    bin selber schon den zweten Winter mit dem rad unterwegs. Letztes Jahr war es schön kalt bei minus 21C. war aber mit der richtigen Kleidung kein Problem. Die letzten tage quäle ich mich bei 10cm schnee, mit spikereifen ausgerüstet. auch hier wieder ausrüstung ist alles, und mit kabelbinder fange ich erst gar nicht an, da 2/3 meines täglichen weges eh über geschotterte wege führen. mein persönliches fazit: einfach geil im winter zu radeln
  3. #3

    Wenn man es probiert hat...

    ... dann kann man sich äußern, sonst sollte man es bleiben lassen - Hallo granatapfel! - Mit Spikereifen, manche können es auch ohne, kann man im Winter prima radeln, vernünftige Kleidung vorausgesetzt, ich empfehle Wolle oder Kunstfaser, weil sich das nicht so nasskalt vollsaugt wie Baumwolle. Wer Angst vorm Rutschen hat, kann auch Trike plus Spikes fahren (Hase Kettwiesel, HP Scorpion etc.). Wirklich gefährlich sind große, schwere Autos mit unangepasster Geschwindigkeit! Der Radler ist wenn, dann vor allem für sich selbst ein Problem. - Ich fände es schön, wenn auf Gehsteigen der Schnee gewalzt und mit einer schmalen Splittspur versehen würde, dann könnte man vernünftig laufen und einen Schlitten mitziehen, statt sich die Schuhe mit im übrigen sehr glitschigem Salzmatsch zu ruinieren. Auf gewalztem Schnee auf dem Radweg kann man auch prima radeln und muss nicht die Straße nehmen. Walzen geht schneller, dürfte den Rücken weniger belasten und auch die ekligen Matschberge vermeiden, die später anfrieren, so dass kein Mensch mit Rad, Anhänger, Kinderwagen, Rollstuhl oder Rollator mehr darüber hinweg kommt.
  4. #4

    gefährtet Autofahrer?

    Lieber Granaten_Apfel,
    hoffentlich ist Ihr Kopf vor Scham genauso rot wie die Frucht auf die sich Ihr Nickname bezieht, denn so einen Schmonsens habe ich schon lange nicht mehr gelesen. Autofahrer kann "er" nur gefährden wenn sie als Fußgänger oder sonstwie ohne Blechmantel unterwegs sind. Wer rutschender Weise mehr Gefahr für andere birgt, KFZler oder Radler, ist doch zweifellos.
  5. #5

    Achim Achilles sagt es deutlich:

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Fahrradfahren im Winter ist ein Risikosport: Wer in die Arbeit strampelt, der muss Eisplatten und Schneewehen umkurven. Doch davon lässt sich ein <i>Achim Achilles</i> nicht abschrecken. Todesmutig rollt der Freizeitsportler in die Berliner Abendglätte.

    Radfahren im Winter: Mit dem Fahrrad sicher durch Schnee und Eis - SPIEGEL ONLINE
    "...Radfahrer als größte anzunehmende Straßenpest, vor allem bei Schnee, wenn sie auf der Fahrbahn rollen, weil der Radweg nicht zu finden ist..."
    Er hätte eigentlich gar nicht mehr schreiben müssen.
  6. #6

    Radeln ist immer Spaß!

    Normalerweise sinds bei mir 40 km täglich. Aber für die nächsten drei Monate habe ich mir erstmal ein ÖPNV-Ticket geholt. Sobald auf Niederschlag Gefriertemperaturen folgen, lasse ich das Radeln. Auf einer längeren Strecke - v.a. schön aber fern der Zivilisation - ist Glätte vorprogrammiert. Diese Fahrten sind dann doch eher stressig und Spikebereifung ist dann auch recht schnell hin, wenn sie z.B. morgens gebraucht wird, dann aber 20 km auf Asphalt genutzt wird. Zudem habe ich kein Zweitrad mit anderer Bereifung zur Verfügung.
    Die Erfahrung zeigt aber, dass das Rad auch bei schlechtesten Verhältnissen nur relativ wenig Zeit einbüßt. Bin immer wieder hin- und hergerissen, zu fahren, aber ich glaube, dass ich mich jetzt einfach mal bis Ende Feb. kutschieren lasse.
  7. #7

    Ich will Spaß!

    Hauptsache, ein frenetischer Radfahr-Fan hat seinen Spaß. Daß er damit andere gefährdet, ist natürlich Nebensache. Die Generation Fun hat leider einen sehr verkümmerten Sinn für soziale Verantwortung.
  8. #8

    Unverantwortlich

    Hallo granaten_apfel,
    unverantwortlich und für andere Verkehrsteilnehmer gefährlich, ist es mit einem Pkw im Winter durch die Gegend zu fahren.
    Hallo auweia,
    die größte anzunehmende Straßenpest sind Autofahrer, die nur weil sie so faul sind sich selbst zu bewegen, in ca. 1,5 Tonnen schweren Pkws durch die Gegend gondeln und damit wertvolle Ressourcen verschwenden.
    Radfahrer müssen auf nicht geräumten Radwegen nicht fahren, sondern dürfen die Fahrbahn benutzen.
  9. #9

    fahrrad-euphorische Alltagsabenteuerer unterwegs ....

    Goethe erkannte: wenn die Menschen ein neues Gefühl entdecken, dann hält die Wirklichkeit nicht stand. Das spezifische Bewegungsglück beim Radfahren mit Namen Radlereurphorie, ist eine solche Entdeckung. Die Jugend, besonders aber die weiblichen Geschlechts, die die Radlereuphorie für sich entdeckt, wird die Vorherrschaft der alltagsmächtige Fremdbewegungs- und Statuswirklichkeit stürzen, allein dadurch dass sie lieber Rad fährt als mit Bus und Bahnen ssich transportieren zu lassen.

    Aus den euphorischen Frühling-Sommer-Herbst-Alltagsradlern werden bald fahrradeuphorische Neuschnee-Genießer und Winteralltags-Abenteuerer werden - allen Macht- und Wirtschafts-Intreressen in Wirtschaft, Gewerkschaften und Politik zum Trotz.

    Diese Wirklichkeit hatte Goethe vor Augen.