Medizintechnik: Schonender stechen mit Tierstacheln

Karp LabVorbild aus der Natur: Wissenschaftler entwickeln Injektionsnadeln, die auch mit weniger Kraft und daher schonender in der Haut eindringen. Sie sind den Borsten des nordamerikanischen Baumstachlers nachempfunden - das Geheimnis ist eine feine Schuppenstruktur.

http://www.spiegel.de/wissenschaft/n...-a-871955.html
  1. #1

    Fein!

    Jetzt fehlt nur noch die Untersuchung, die bestätigt, daß beim Herausziehen solcher Nadeln 58% mehr KRaft benötigt wird, als bei herkömmlichen. Zusätzlich zum deutlich erhöhten Schmerzpotential.

    Aber erstaunlich ist die Erkenntnis allemal.
  2. #2

    Und wie...

    kriegt man die Super-Nadel dann wieder raus? 54% weniger Kraft beim Reinstechen und 300% mehr Schmerz beim Rausziehen...
    Grandiose Idee.
  3. #3

    optional

    Nur mal so als Frage, wird dann bei Enfernen der Nadel nicht auch mehr Gewebe zerstört?
  4. #4

    @Schmidmeier

    Da 90% des Schmerzes, zumindest bei i.m. Injektionen, beim Einstechen entstehen, wären 300% mehr beim Rausziehen immer noch ein deutlicher Gewinn. Die Erfahrung zeigt außerdem, dass die meisten Menschen das Rausziehen sowieso nicht wahrnehmen, weil sie den Schmerz nur beim Einstich erwarten.
  5. #5

    optional

    Wenn man im Gegensatz zur Stachelschweinborste die breite Seite der Widerhaken abgeflacht herstellt und nicht als Widerhaken dann kann man danach die Nadel auch leichter entfernen als die Borsten.
  6. #6

    optional

    Ich bezweifel, dass man bei der Größe überhaupt etwas von den Widerhaken merkt...
    Klingt aber nach einer guten Sache... hab mich als Medizinstudent gerade bei älteren Personen immer wieder ziemlihc abgemüht, durch die Haut zu kommen... wär auf jeden Fall für beide Seiten eine gute Sache...
  7. #7

    Das wissen Ureinwohner schon seit Jahrtausenden

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Vorbild aus der Natur: Wissenschaftler entwickeln Injektionsnadeln, die auch mit weniger Kraft und daher schonender in der Haut eindringen. Sie sind den Borsten des nordamerikanischen Baumstachlers nachempfunden - das Geheimnis ist eine feine Schuppenstruktur.

    Baumstachler-Borsten dienen als Vorbild für Injektionsnadeln - SPIEGEL ONLINE
    Wie es der Zufall will, gerade eben eine antike, wegen der Patina wahrscheinlich mehrere tausend Jahre alte, Pfeilspitze aus dem Gebiet des heutigen Florida erstanden. Und siehe da, der Rand ist wunderschön gleichmäßig gezackt gestaltet und es fällt sofort auf, dass diese Sägekante mit Absicht dort eingeprägt wurde und nicht per Zufall entstanden ist (glatt ist wesentlich einfacher zu machen).
    Genau das habe ich mir dabei seit ~6 Wochen gedacht, dass die Kante gezackt ist, weil die Spitze so leichter bzw. tiefer in das Ziel eindringt.

    Vermutlich haben die das dank einer besonders schlecht gefertigten Spitze herausgefunden. Wie das die Natur herausgefunden hat, ist nicht ganz so einfach, jedenfalls nicht per Zufall oder Try & Error.
  8. #8

    ...

    Zitat von lizard_of_oz Beitrag anzeigen
    [...]
    Vermutlich haben die das dank einer besonders schlecht gefertigten Spitze herausgefunden. Wie das die Natur herausgefunden hat, ist nicht ganz so einfach, jedenfalls nicht per Zufall oder Try & Error.
    Doch. Genauso, durch Try and Error !
    So funktioniert die Evolution doch... Mutation und Auslese ...
  9. #9

    Zitat:
    "Wie das die Natur herausgefunden hat, ist nicht ganz so einfach, jedenfalls nicht per Zufall oder Try & Error."
    Ich fürchte, hier versucht jemand durch die Hintertür absurden Aberglauben zu verbreiten. Solchen Versuchen muss sofort entschieden entgegen getreten werden.