Regime Baschar al-Assad: EU-Außenminister werten Syriens Opposition auf

DPADie Strategie im Konflikt mit Syriens Machthaber Baschar al-Assad lautet jetzt: Unterstützung der Opposition. Die EU-Außenminister erkannten das Bündnis "Syrische Nationale Koalition" in Brüssel als "legitimen Vertreter der syrischen Bevölkerung" an. Damit geht die EU einen Schritt weiter als im November.

http://www.spiegel.de/politik/auslan...-a-872109.html
  1. #1

    optional

    Dass man hier bewusst gegen das Völkerrecht verstößt scheint keinen in der Außenstelle der USA/NATO mehr zu interessieren. Man kann nicht einfach eine Gruppe von Rebellen/Terroristen als legitime Regierung anerkennen. Wo ist die UNO!? Warum sagt da keiner "Moment mal, so geht das nicht!" Warum erklärt man nicht gleich die Hells Angels zur legitimen Repäsentation von Hamburg?
    Und wie krank muss es für die Palästinenser sein: Die wurden jahrzehntelang politisch ignoriert und erhielten keine Rechte. Erst seit zwei Wochen ist wieder etwas Bewegung in die Sache gekommen. Und in Syrien wird eine Truppe von angeheuerten Söldnern und Terroristen über Nacht zur Regierung erklärt...
    Dass es kaum noch syrischen Widerstand gegen Assad gibt scheint auch keinen mehr zu interessieren, ebenso dass die "Oppostion" fast ausschließlich aus nicht-Syrern besteht.

    Wenn diese Koalition von Terroristen, Söldner und Islamisten gewinnt, dann wird es in Syrien keinen "Pluralismus" mehr geben und ebenso keine Wahlen und keine Religionsfreiheit. Syrien wird zum Gottesstaat umgebaut, so wie es Mursi gerade in Ägypten macht.
  2. #2

    Aussenpolitik zum Verzweifeln

    Die Anerkennung der Syrischen Nationalen Koalition als "legitimer Vertreterin der syrischen Bevölkerung" ist genauso dumm und den Tatsachen nicht entsprechend wie das Klischee von Assads Unterdrückung und Ermordung seines "eigenen Volkes". Faktisch geht es in Syrien um einen Krieg zwischen religiösen und politischen Gegnern. Auch die Formulierung von Westerwelle , es ginge um eine "pluralistische Perspektive" für Syrien, ist absurd. Wer je in Syrien war, hat die gerade die Vielfalt von ethnischen, kulturellen und religiösen Unterschieden bewundert, die jetzt unter den Allaha Akbar Rufen zerstört werden, selbst das Wirtschaftssystem Syriens war eine interessante Mischung aus sozialistischen und kapitalistischen Elementen. Gerade vor zwei Tagen hat die New York Times ausführlich berichtet, dass die militärischen Erfolge in Syrien hauptsächlich den fanatischen Nusra-Rebellen zu verdanken sind, die Al Qaida nahestehen. Die lässt man die Drecksarbeit machen. Keineswegs gibt es in Syrien eine liberale, aufgeklärte und pluralistische Revolution. Es ist unglaublich, wie wenig differenziert und deshalb propagandistisch unser Aussenpolitiker Westerwelle zusammen mit seinen Kollegen argumentiert und entsprechend handelt und von aussen in diesen Krieg massiv eingreift. Was für politische Flachköpfe! Wie wenig Klugheit und Format!
  3. #3

    Denken

    Regime Change v.2.0 und wir alle haben die gleichen Politiker an die Macht gebracht, die jetzt helfen die Islamisten in Syrien voran bringen.

    PS Irak, das gleiche Spiel aber wo sind die bis dahin in Sicherheit lebenden Christen geflohen, richtig nach Syrien
  4. #4

    ...

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Die Strategie im Konflikt mit Syriens Machthaber Baschar al-Assad lautet jetzt: Unterstützung der Opposition. Die EU-Außenminister erkannten das Bündnis "Syrische Nationale Koalition" in Brüssel als "legitimen Vertreter der syrischen Bevölkerung" an. Damit geht die EU einen Schritt weiter als im November.

    EU-Außenminister werten Syriens Opposition auf - SPIEGEL ONLINE
    Toll! Immer schön die islamistischen Terroristen unterstützen.
    Manchmal frage ich mich, ob die überhaupt noch denken in Brüssel...
  5. #5

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Die Strategie im Konflikt mit Syriens Machthaber Baschar al-Assad lautet jetzt: Unterstützung der Opposition. Die EU-Außenminister erkannten das Bündnis "Syrische Nationale Koalition" in Brüssel als "legitimen Vertreter der syrischen Bevölkerung" an. Damit geht die EU einen Schritt weiter als im November.

    EU-Außenminister werten Syriens Opposition auf - SPIEGEL ONLINE
    Ob bei der Euro-Finanzkrise, oder in der Aussenpolitik, die EU wirkt unprofessionell, hilflos und schlecht informiert.
    Das Bild ist uebrigens gut gewaehlt, es zeigt zwei Personen, denen ich noch nicht mal das Management einer Kinderkrippe (sorry) uebertragen wuerde....
    Das Aufwerten von Extremisten, die von Extremisten gesponsert werden, muss man sich mal auf der Zunge zergehen lassen....

    Es kann einem Angst und Bange werden, wenn man sieht, wer und wie Politik macht in der EU...
  6. #6

    Legitimer Präsident Syriens ?

    Nun ja, da hat man noch gewartet um den Nobelpreis einzusacken und dann kann man ja wieder die FSA Aktivisten bei ihren Aktionen unterstützen.
    Eine friedliche Lösung wird von der EU nicht unterstützt.
    Friedensnobelpreis. Lachhaft.
    Wer hat denn den "Präsidenten" gewählt ?
    Wo wurde er gewählt ?
    Wieviel % der Syrer haben denn den "gemässigten" Scheich gewählt ?
  7. #7

    Hoffentlich

    werden die diplomatischen Handlungen durch humanitäre Hilfe verbindlich interpretiert.
  8. #8

    Wer genau wird anerkannt und aus welcher demokratischen Legitimierung?

    Soweit ich der Berichterstattung vertrauen darf, sind Assads Gegner völlig unterschiedliche Gruppen, die nur durch die Opposition zu Assad zu definieren sind und die alle ihre eigenen Interessen vertreten.
    Daher frage ich mich, wer genau als Vertreter des syrischen Volkes anerkannt wird und worin die demokratische Legitimierung besteht für diese Anerkennung.
  9. #9

    Das nennt man

    eine echte Demokratie... Nicht das syrische Volk, sondern die EU entscheidet, wer das Land legitim vertreten kann und darf...
    Die Früchte dieser Politik des Westens werden für ganz Europa noch sehr bitteren Geschmack bringen...