Berkéwicz-Abberufung: Es droht der Suhrkamp-Schock

dapdDer erbittert geführte Streit zwischen Hans Barlach und Suhrkamp-Chefin Ulla Berkéwicz eskaliert: Mit ihrer Abberufung als Geschäftsführerin durch das Landgericht Berlin steht der ganze Verlag in Frage - und damit ein wichtiger Teil der intellektuellen Kultur Deutschlands.

http://www.spiegel.de/kultur/literat...-a-872027.html
  1. #1

    optional

    Rettet Suhrkamp, zurück nach Frankfurt mit dem Verlag!
  2. #2

    Geld gewinnt

    und wieder mal gewinnt die Macht des Geldes und das Land wird um ein kulturelles Betrieb ärmer.
  3. #3

    Hmm...

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Der erbittert geführte Streit zwischen Hans Barlach und Suhrkamp-Chefin Ulla Berkéwicz eskaliert: Mit ihrer Abberufung als Geschäftsführerin durch das Landgericht Berlin steht der ganze Verlag in Frage - und damit ein wichtiger Teil der intellektuellen Kultur Deutschlands.

    Suhrkamp-Chefin Unseld-Berkéwicz abberufen - SPIEGEL ONLINE
    ... Richtig die Post geht ja hier in der Diskussion nicht ab. War Frau B. nicht früher eine begnadete Schauspielerin? Und von wem hat Herr Barlach seine Anteile gekauft?
  4. #4

    Warum sollte ...

    ein Gericht den Verlag auflösen können, nur weil eine Führungskraft dessen sich unter Umständen (laufendes Verfahren, ich will hier sowas von gar nichts implizieren), eine Verfehlung geleistet haben könnte?!?

    Aber: auf See und vor Gericht ...

    Und: in dieser Republik ist seit Jahren eh alles möglich.

    Meines Erachtens wäre das der GAU für die deutsche Verlagswelt.
  5. #5

    Gegen Marktschnittigkeit und Inhaltsleere...

    Mir kommen die Tränen, nur Suhrkamp hält im Alleingang den leider doofen Massen der Buchkäufer stand? Wenn etwas gut geht, verkauft oder gar noch Spaß macht ist es eh indiskutabel (bzw. "inhaltsleer"). Schön dass es da uneitle, dem Elfenbeinturm verpflichtete, bescheiden agierende und vor allem liebenswerte bzw. niemals umstrittene Persönlichkeiten gibt, die ihren Autoren freien Lauf lassen. Und wenn was schief geht in dieser warmherzigen Idylle, dann ist garantiert der kalte Markt, die dummen Leser, der verantwortungslose Staat und natürlich auch das soziale Umfeld schuld. Und jeder, der das nicht glauben will, muss jetzt nonstopp fünf Suhrkamp-Romane ohne motivationsfördernden 500 èr am Stück lesen. Wäre ja noch schöner, Kulturkritik, Einfluss für Geld, Bücher, die sich verkaufen, ja gegenenenfalls auch noch lesbar sind. Denn das nennt sich ja Marktschnittigkeit und da sei Sebastian Hammelehle vor, der letzte Ritter von Suhrkamp. Wann erscheint übrigens sein erstes Werk dort, ehe der Untergang des kulturellen Abendlandes eingeblasen wird? Schockierend...
  6. #6

    Naja,

    also bei ThyssenKrupp haben alle Medien quasi einen Rücktritt von Claasen gefordert weil er Geschäftliches mit Privatem vermischt hat. Bei Suhrkamp unterstützt zumindestens der Spiegel jetzt die Vermischung von Geschäftlichem mit Privatem bei einer Summe von mehr als 200.000 €. Warum so ein grosser Unterschied? In meinen Augen müsste man das Verhalten von Frau Berkéwicz ebenso kritisieren wie das Verhalten von Herrn Claasen ja zu Recht kritisert wurde.
  7. #7

    ...

    Sollte 'Herr' Barlach sich am Ende aus Gewinnsucht als Totengräber des Suhrkamp-Verlages herausstellen, wird er sich bei vielen verhasst machen.
  8. #8

    Das Gesetz der unbeabsichtigten Konsequenzen ...

    ... hat sich auch für den verstorbenen Firmengründer Siegfried Unseld bewahrheitet. Nur eine einzige falsche Entscheidung ...
  9. #9

    Kompetenzüberschreitung?

    Das Gericht greift hier massiv in die Unternehmensführung ein, setzt eine erfolgreiche Unternehmerin ab und gefährdet damit das Fortbestehen des Unternehmens und die Arbeitsplätze!