Ausgegraben - Neues aus der Archäologie: Versunkene Schiffe, vergessene Sprachen

City of HamiltonZwei im Ontariosee in Nordamerika versunkene Schiffe sind auch nach 200 Jahren noch extrem gut erhalten. Nun dienen sie immer mehr Muscheln als Heimat. Außerdem in den Archäologie-Meldungen: das Ende der sumerischen Sprache, ein Helm als Urne und Zeichen aus der Altsteinzeit.

http://www.spiegel.de/wissenschaft/m...-a-871363.html
  1. #1

    Ja, die Sumerer

    Die sumerische Kultur ist wegen Klimawandel untergegangen (hatten wohl schon SUVs).
    Unsere wird die erste sein, die untergeht, weil sie einen angeblichen Klimawandel verhindern wollte.

    Da haben Archäologen noch 10'000 Jahre zu lachen darüber
  2. #2

    Zitat von johnnybongounddie5goblins Beitrag anzeigen
    Die sumerische Kultur ist wegen Klimawandel untergegangen (hatten wohl schon SUVs).
    Der Gedanke kam mir auch als erstes ;)

    Konflikte um natürliche Ressourcen begleiten die Menschheit vermutlich schon von Anfang an und scheinbar konnte sie noch nie Ursache und Wirkung auseinanderhalten oder richtig deuten. Diese zehntausende Jahre alte Hilflosigkeit ist eigentlich grotesk, wenn man bedenkt das "wir" inzwischen zum Mond fliegen.
  3. #3

    Zitat von pfzt Beitrag anzeigen
    Der Gedanke kam mir auch als erstes ;)

    Konflikte um natürliche Ressourcen begleiten die Menschheit vermutlich schon von Anfang an und scheinbar konnte sie noch nie Ursache und Wirkung auseinanderhalten oder richtig deuten. Diese zehntausende Jahre alte Hilflosigkeit ist eigentlich grotesk, wenn man bedenkt das "wir" inzwischen zum Mond fliegen.
    Klimawandel ist keine natürliche Ressource. Und lachen wird da niemand drüber.

    Die Ursachen des anthropogenen Klimawandels sind bekannt, und nur ganz ignorante Zeitgenossen leugnen das.

    Hilflosigkeit gegenüber den Herausforderungen des Klimawandels tritt dann ein, wenn die Ursachen wegen kleingeistiger und kurzsichtiger Egoismen nicht bekämpft werden.

    Die Leugner des Klimawandels sind allerdings nicht die Durchblicker, oder die Klügsten:

    In Potsdam, im Einstein-Wissenschaftspark auf dem Telegrafenberg, sitzt der Klimaforscher Stefan Rahmstorf vor seinem Rechner und seufzt. »Im Internet gibt es inzwischen eine Vorherrschaft der Klimaskeptiker«, sagt er. »Dort kann ein Laie kaum noch vernünftig recherchieren.«

    Skeptiker gebe es zwar, seit er Klimaforschung mache, »aber im letzten Jahr sind sie in die seriösen Medien durchgebrochen.«


    Tatsächlich kann das Bezweifeln der Erderwärmung für Unternehmen mit klimaschädlichen Produkten ein bequemer Ausweg aus der Rechtfertigungsfalle sein.

    Mitarbeiter von E.on, Bayer und BASF in den USA haben in diesem Jahr mindestens 70.000 Dollar an klimaskeptische Politiker gespendet.

    BASF lud kürzlich zu einer Führungskräfteschulung Björn Lomborg ein, jenen dänischen Statistiker, der die Risiken des Klimawandels für übertrieben hält, über dessen unseriösen Umgang mit Fakten aber inzwischen dicke Bücher geschrieben wurden (The Lomborg Deception, Yale University Press 2010).


    Als Anfang der neunziger Jahre die Beweise für den Klimawandel deutlicher wurden, gründeten Auto-, Erdöl- und Kohlekonzerne Organisationen mit wohlklingenden Namen wie Global Climate Coalition oder Information Council on the Environment.

    Sie machten sich in Zeitungsanzeigen über Klimaforscher lustig: »Manche sagen, die Erde erwärmt sich. Manche sagten auch, die Erde sei eine Scheibe.«


    Nach diesem Muster hätten Firmen schon den Zusammenhang von Zigarettenrauch und Krebs bestritten, die Ursachen des Ozonlochs, die Risiken des Pestizids DDT oder eben heute den Klimawandel.
    »Zweifel ist unser Produkt«, beschrieb 1969 ein Tabakmanager in einem internen Memo den Kern der Strategie.


    Klimagipfel in Cancún: Seit "Climategate" stecken Klimaforscher in einer Glaubwürdigkeitskrise | Wissen | ZEIT ONLINE
  4. #4

    Zitat von johnnybongounddie5goblins Beitrag anzeigen
    Die sumerische Kultur ist wegen Klimawandel untergegangen (hatten wohl schon SUVs).
    Unsere wird die erste sein, die untergeht, weil sie einen angeblichen Klimawandel verhindern wollte.

    Da haben Archäologen noch 10'000 Jahre zu lachen darüber
    Haben Sie die letzten 15-20 Jahre unter einem Stein verbracht?

    Fahren Sie mal nach Groenland oder Nordkanada, oder recherchieren Sie das einfach.
    In Dawson (Yokon) taut der Permafrost-Boden, in Groenland baut man wieder Kartoffeln an. Das Packeis ist laengst soweit zurueckgegangen dass die Nordwestpassage jeden Sommer frei ist, der Meeresspiegel erhoeht sich seit Jahrzehnten schon. Sie haben Rekordernten an Lobster durch das waermere Meer von Neuengland bis Nova Scotia etc., und sie faseln hier was von "angeblichen" Klimawandel? Der ist sehr real - ob das jetzt nur schlecht ist sei mal dahingestellt.

    Als Kanadier hab ich lokal vermutlich mehr Vor- als Nachteile, aber die Nachteile woanders koennten die Vorteile hier bei weitem aufheben.
  5. #5

    die Überschrift ist so wie sie da steht...

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Zwei im Ontariosee in Nordamerika versunkene Schiffe sind auch nach 200 Jahren noch extrem gut erhalten. Nun dienen sie immer mehr Muscheln als Heimat. Außerdem in den Archäologie-Meldungen: das Ende der sumerischen Sprache, ein Helm als Urne und Zeichen aus der Altsteinzeit.

    Wracks von Hamilton und Scourge im Ontariosee fotografiert - SPIEGEL ONLINE
    etwas irreführend. Gut, dass dann inhaltlich ein wenig relativiert wird.
    Man kennt das ja: jede wissenschaftliche Disziplin, und es sind ja
    mehr als zwei Hände Finger besitzen, versucht sich "höchst impressiv bis dominant" durchzusetzen, wenn es nun gilt, archäologisch-
    geschichtliche Befunde nicht nur zu stützen, sondern auch den
    "argumentativen Durchbruch" zu propagieren. Deshalb erlaube ich mirergänzend hier einige Anmerkungen anzufügen, obwohl sicherlich
    klimatische Veränderungen mit dazu beitrugen, dass Kultur und
    Sprache von Sumer, hier exakter: des Reiches von Akkad, allmählich
    in Vergessenheit gerieten, erloschen.
    Hier haben Klimatologen bzw. Geologen recht: denn man muss dich
    die sumerischen Städte, so auch Uruk, als "kleine Venedigs" zu
    Blütezeiten vorstellen. Von Kanälen durchzogen wie Handelsstrassen
    und gleichzeitig in Ergänzung zu den Befestigungsmauern des
    Gilgamesch z.B. Schutz bietend. Der Ischtar-Tempel auf einer Insel,
    das Grab des Gilgamensch mitten im Euphrates. In den Zeiten der
    der sich verschlechternden klimatischen Verhältnisse brach das step
    by zusammen. Und neben den im Bericht aufgeführten "sozialen
    Unruhen" trat ein mitentscheidender Faktor hinzu:
    Schon in Zeiten der Infiltration der semitischen Stämme im Land der Sumerer gab es eine vollständige Durchdringung der Sitten und
    Gewohnheiten beider Völker. Natürlich erst einmal positiv. Doch
    die Spannungen die folgten, führten zu dem "berühmten Staatsstreichder Semiten": Sargon I. übernahm die Macht, erweiterte das "Staats-
    gebiet zwischen Mesopotamos und Mittelmeer", Kultur und Sprache
    der Sumerer wurden "überlagert" und so versank eben auch vor
    diesem geschichtlich bedeutsamen Hintergrund der Glanz der Sumererim Nebel der Jahrtausende. - Vielleicht hat Abraham ja noch
    sumerisch gesprochen. Der grossartige Handelsmann aus Ur, der
    "donkey caravaneer" und Stammvater grosser Völker. - Dankeschön
    für das interessante Thema: auf jeden Fall ein spannender Bericht.
  6. #6

    Das ist ja verrückt

    "Mitarbeiter von E.on, Bayer und BASF in den USA haben in diesem Jahr mindestens 70.000 Dollar an klimaskeptische Politiker gespendet"

    Nur so wenig? Und trotzdem setzen sich deren Argumente durch? Da müssen deren Argumente ja gut sein :-)

    Wenn man bedenkt, wieviele Millionen die Rückversicherer den Alarmisten spenden. Und wieviele Milliarden erst die Staaten den Alarmisten wie Rahmstorf und Hansen geben!
  7. #7

    kulturelle Überlagerung

    alBab hat mit seinem Kommentar vollkommen recht. Der Artikel ist insofern irreführend, da er die kulturelle Überlagerung der Akkadier mit den Sumerern nicht explizit darstellt. Der Artikel suggeriert auch, dass die Sumerer zu ihrer Zeit den Gilgamesh-Epos niederschrieben, was aber der akkadischen Kultur zuzuschreiben ist.
    Eine eindeutigere Formulierung wäre in diesem Falle angemessen.
  8. #8

    Zitat von zila Beitrag anzeigen
    Haben Sie die letzten 15-20 Jahre unter einem Stein verbracht?

    Fahren Sie mal nach Groenland oder Nordkanada, oder recherchieren Sie das einfach.
    In Dawson (Yokon) taut der Permafrost-Boden, in Groenland baut man wieder Kartoffeln an. Das Packeis ist laengst soweit zurueckgegangen dass die Nordwestpassage jeden Sommer frei ist, der Meeresspiegel erhoeht sich seit Jahrzehnten schon. Sie haben Rekordernten an Lobster durch das waermere Meer von Neuengland bis Nova Scotia etc., und sie faseln hier was von "angeblichen" Klimawandel? Der ist sehr real - ob das jetzt nur schlecht ist sei mal dahingestellt.
    Solche Phänomene bestreitet ja auch keiner, nur der Blick auf die Geschichte der Summerer zeigt auch das es Klimaphänomene gab die wohl kaum von der Moderne verursacht worden sein können. Also kann man annehmen das die heutigen Phänomene vielleicht auch teilweise einfach passieren, relativ unabhängig vom Einfluß des Menschen. Die Erkenntnis erfordert hingegen neue Denkansätze wie wir den Problemen begegnen werden.
  9. #9

    Ur-sprung des Monotheismus + ritu. Beschneidung als Folge weitreichender Ver/wüstung?

    Zitat von alBab Beitrag anzeigen
    ...Kultur und Sprache
    der Sumerer wurden "überlagert" und so versank eben auch vor
    diesem geschichtlich bedeutsamen Hintergrund der Glanz der Sumererim Nebel der Jahrtausende. - Vielleicht hat Abraham ja noch
    sumerisch gesprochen. Der grossartige Handelsmann aus Ur, der
    "donkey caravaneer" und Stammvater grosser Völker. - Dankeschön
    für das interessante Thema: auf jeden Fall ein spannender Bericht.
    Wie auch immer hatte "Abraham" -eher symbolisch- die Götterstatuen/Metaphern seines Vaters mit einem Schläger zerschlagen (Koran Sure 21, 51 - 67 *). Forthin betete "er" nur den stärksten der Götter (Baal/) Jahwe an. Der Legende nach entstand der 'Bund'. Nunmehr als Reaktion auf das wohl klimatisch bedingte "Ur-Trauma": nach archetypischen Überfällen durch vor Hunger vagabundierender Nomaden.
    *) Quelle Planet Wissen - Judentum

    Wir erinnern uns: auch die Maya hatten nach langer Dürreperiode offenbar ihre Priester massakriert, nachdem alle Regenopfer und Gebete nichts mehr halfen.