Was halten Sie vom Sicherheitskonzept der DFL?

Das Sicherheitskonzept des Ligaverbandes soll von den 36 Proficlubs verabschiedet werden. Doch viele Punkte sind strittig, etwa mögliche Ganzkörperkontrollen, Videoüberwachung und das totale Verbot von Pyrotechnik im Stadion. Was halten Sie von dem Konzept?
  1. #10

    volle zustimmung

    Zitat von Ihr5spieltjetzt4gegen2 Beitrag anzeigen
    Schaut man sich die Diskussion etwas genauer an, entdeckt man, dass es sich um die Innenminister der Länder und des Bundes handelt. Sollte mich wundern, wenn die auf einmal sämtlich den Christ-Sozialen angehören. Schaut man noch genauer hin, wird man entdecken, dass Herr Jäger, Innenminister von NRW und SPD-Mitglied, sich hier besonders hervortut. Böse Zungen behaupten, er trainiere bereits für den Job im Bund nach der nächsten Bundestagswahl.
    Herr Jäger ist schon auf der Tragödie der Loveparade-Katastrophe durch geschicktes Medienmanagement nach oben geschwommen und konnte sich zum Chefaufklärer aufspielen und dem geschassten OB alle Schuld aufladen. Dabei hatte die von ihm geführte Polizei vor Ort die Hauptverantwortung.

    Auch jetzt spielt er sich in populistischer law-and-order-manier auf. Einfach schlimm. In diesem Punkt bin ich froh, dass ich nicht in NRW lebe.

    Im übrigen muss ich sagen, dass der SpON-Artikel wirklich einmal bemerkenswert sachlich und unaufgeregt ist.
  2. #11

    sicherheitswahn.

    seit 9/11 scheint die totale absicherung durch totale überwachung volksphilosophie geworden zu sein -.- das leben ist nun mal gefährlich, wer das nicht anerkennen will wird irgendwann bitter desilosioniert. nichts gegen die durchsetzung von regeln, aber diese hysterie nimmt den leuten noch das letzte bisschen hirn, das bier,bild und rtl übrig gelassen haben
  3. #12

    @1Piantao

    Nur um das richtig zu Stellen:
    Die Zäune sind in England nicht abgeschafft worden weil nichts mehr passierte. Sie sind nach der Katastrophe von Hillsborough, als 96 Menschen aufgrund der Unfähigkeit von Polizei und Veranstalter ihr leben liessen und 766 zum teil schwerst verletzt wurden, verboten worden!
    Auch in England gehts ab und zu auch in den Stadien noch richtig zur Sache. Ich denke da West Ham vs. Milwall im FA Cup zum Beispiel.
  4. #13

    Zitat von MikeSchneider Beitrag anzeigen
    Nur kurz zur Klarstellung, da das in der Debatte immer mal wieder gerne (vor allem von Politikern und Boulevard-Medien) vermischt wird: Pyrotechnik hat nichts mit Straftaten und Gewalttaten zu tun! Das Abbrennen von Pyrotechnik ist eine Ordnungswidrigkeit. So wie falsch parken.
    Nun, ich bin kein Jurist - aber ich denke, das geht schon eher in den Bereich versuchte gefährliche Körperverletzung, und das ist eine Straftat, keine Ordnungswidrigkeit.
    Durch den Rauch von Pyrotechnik ist außerdem der Straftatbestand der Nötigung erfüllt.

    Für das Abbrennen von Pyrotechnik auf dem freien Feld mögen Sie Recht haben, das Abbrennen in einer gedrängten Menschenmenge ist aber etwas ganz anderes.
  5. #14
  6. #15

    Ich schrieb schon vor ein paar Tagen, ich weiss nicht wer schlimmer für den Fussball ist - Minister Friedrich oder einige Unverbesserliche.

    Pyrotechnikverbot ist ja OK, da kann wirklich einiges schiefgehen. Aber alles andere ist mehr als Blödsinn und wie der Artikel es schon sagt, Wahlen stehen an, oder man könnte auch sagen dass viele Politiker anscheinend keine echte Arbeit verrichten müssen. So stürzen sie sich auf diesen Blödsinn.

    Und dieses Argument wonach Stehplätze das Stadion gefährlicher machen sind einfach nur blöd. In England haben sie nur Sitzplätze, trotzdem wurden gestern wieder Spieler mit Gegenständen beschmissen und auch getroffen.
  7. #16

    Fans wie tiere Chippen und Fanführerschein

    Das Sicherheitsproblem ließe sich leicht und kosteneffektiv lösen, wenn zum Fan - Besuch von Fußballstadien ein implementierter RFID Chip (wie zB bei Hunden und Katzen) vorgeschrieben wäre, nebst entsprechenden Chips im Fanmaterial.
    Die Erlaubnis zum Chip bekommt nur, wer sich mit qualifiziertem Führungszeugnis ausweist, einen psychologischen Fragebogen zur Erkennung von latentem Gewalt/Aggressionspotential ausfüllt, wenn ID Fotos genommen sind, nach Datenabgleich mit Ermittlungsdatenbanken, usw., kurzum, wenn er nachweist, dass er völlig harmlos ist.
    Außerdem sollte noch ein Pfand verlangt werden, welches bei Verstößen verfällt.
    Dann bekommt der Fan einen vorläufigen Fanführerschein ausgestellt, der in bei Unauffälligkeit in einen ordentlichen übergeht.
    Ein gewisses Kontigent Nichtfanbesucher sind auf speziellen Tribünen zugelassen. Zur Sicherheit bekommen diese eine spezielle, nichtabnehmbare Fussfessel gegen Pfand, mit der sich nichtswürdig aktuell der Standort ermitteln lässt, sondern wo im Aggrofall sie dem Träger auf Anweisung der Polizei (und bei Anwesenheit von Sanis) eine Hochdruckinjektion mit einem K.O. Mittel verabreicht.
    Somit werden aus aufmüpfigen Stadionbesuchern friedliche Fans, die sich an einem Fußballspiel erfreuen.
  8. #17

    Seltsame Kommentare hier

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Das Sicherheitskonzept des Ligaverbandes soll von den 36 Proficlubs verabschiedet werden. Doch viele Punkte sind strittig, etwa mögliche Ganzkörperkontrollen, Videoüberwachung und das totale Verbot von Pyrotechnik im Stadion. Was halten Sie von dem Konzept?
    Die Kernaussage des Artikels ist eigentlich, dass in den Stadien eigentlich fast gar nichts passiert. Und das ist auch so! Zumindest wenn man die 1. Bundesliga nimmt, in den unteren Klassen wird es allerdings immer schlimmer, weil die echten Gewalttäter dort noch eine Chance haben, unerkannt davon zu kommen.

    Trotzdem wird hier heftig diskutiert, wie man die Sicherheit in den Stadien verbessern könne. 1,6 Verletzte pro Spieltag (das heißt 1,6 von 700.000 oder 800.000).

    Da ist der Nürnberger Christkindlsmarkt bei weitem gefährlicher.

    Ich gehe seit mehr als 40 Jahren zu Bundesligaspielen. So sicher wie heute habe ich mich noch nie gefühlt. Im Vergleich zu früher ist das, was in den Bundesligastadien geschieht, der reinste Kindergeburtstag.
  9. #18

    Zitat von fussball11 Beitrag anzeigen
    ...
    P.S.
    ...und unser Innenminister hat jahrelang fremdenfeindliche Terroristen unbehelligt durchs Land fahren lassen und die einzige Antwort darauf ist das Verschwinden von Akten - da will man von eigenem Versagen schon mal ablenken....
    Meinst Du den Innenminister von Niedersachsen (ich vermute, dass Du als Besucher der Spiele der Braunschweiger Eintracht dort lebst) oder den des Bundes?

    Letzterer zumindest ist wie lange Innenminister? Und die NSU-Mordserie ging von wann bis wann? Mein Gedächtnis lässt mich sicherlich das eine oder andere Mal im Stich, aber ich meine mich erinnern zu können, dass von 1998 bis 2005 im Bund eine rot-grüne Koaltion regierte und der Innenminister Schily (SPD) hieß. Von 2005 bis 2009 regierte eine Große Koalition und der Innenminister hieß Schäuble. Seit 2009 regiert eine schwarz-gelbe Regierung, in der de Maizière bis März 2011 Innenminister war.

    Außerdem kann man den Innenminister des Bundes wohl kaum für Versäumnisse seiner Länderkollegen verantwortlich machen. Und auch bei den Aktenvernichtungen wird dies schwerlich gelingen. Man muss kein Freund von Friedrich oder seiner Partei sein. Dennoch gestehe ich ihm zu, dass er ermittlungstechnisch die richtigen Konsequenzen gezogen hat und ein Abwehrzentrum gegen Rechtsterrorismus geschaffen hat und damit auch die Ermittlungen von Ländern und Bund bündelt. Im übrigen kam der meiste Widerstand hier von Herrn Jäger (SPD), Innenminister von NRW. Weil er sich hier liebend gerne in Zeiten des Wahlkampf selbst hier profiliert hätte, wie abermals böse Zungen behaupten und wie es auch mein Eindruck ist.

    Es steht mir nicht an, Deine Meinung in irgendeiner Form zu kritisieren. Es geht mir nur darum, zwischen Meinung und Fakten zu trennen. Und da halte ich Deine Vermutung, hier wolle jemand von anderen Dingen ablenken, für nicht stichhaltig.

    Im übrigen bin ich der Auffassung, dass Friedrich in puncto 'Sicherheitskonzept' eher ein Getriebener denn ein Treiber ist. Ich kann nur jedem empfehlen, der sich für den Themenkomplex interessiert, sich einmal mit den Positionen und Vorschlägen seines jeweiligen Länder-Innenministers zu befassen. Die eine oder andere Überraschung schließe ich nicht aus.
  10. #19

    Rechenfehler

    Zitat von Christoph Ruf
    Selbst wenn man die teilweise grotesk überhöhten Zahlen der Zentralen Informationsstelle Sporteinsätze (ZIS) als Grundlage nimmt, kommt man zu dem Ergebnis, dass sich pro Spieltag der ersten und zweiten Liga 1,6 Menschen verletzen. 1,6 Verletzte bei 19 Großveranstaltungen.
    Ein Rechenfehler wird nicht dadurch korrigiert, dass man ihn wieder und wieder wiederholt. Pro Spieltag sind es nach den Zahlen der ZIS 33,6 Verletzte - also 21 mal so viel wie auf SPON wieder und wieder behauptet.
    Und sogar pro Spiel in 1.+2. Bundesliga kommt man auf dieser Grundlage auf 1,9 Verletzte.
    Woher die rätselhaften 1,6 pro Spieltag, also 54 Verletzte insgesamt im ganzen Jahr, stammen, bleibt mir schleierhaft.