Bürgerkrieg in Syrien: Assads Regime schürt Angst vor Chemiewaffen

APWir setzen keine Massenvernichtungswaffen ein, beteuert das syrische Regime. Angeblich aber kontrollieren jetzt islamistische Rebellen eine Chemiefabrik: die Nusra-Front. Die USA sind in Sorge: Wie sollen sie die Opposition unterstützen, ohne die Extremisten zu stärken?

http://www.spiegel.de/politik/auslan...-a-871825.html
  1. #1

    Nichts gelernt aus Afghanistan und Irak

    Nicht nur Al-Jazeera, sondern auch AFP und die BBC berichten über den zunehmenden Einfluss der terroristischen Al-Nusra innerhalb der bewaffneten Opposition. Im FSA-besetzten Ost-Aleppo gäbe es sowohl Demonstrationen für Al-Nusra und gegen die FSA als auch Demonstrationen gegen alle bewaffneten Brigaden. Die Unterstützer von Al-Nusra betrachteten deren hauptsächlich ausländische Kämpfer zwar als fanatisch, andererseits aber als nicht korrupt. Im Gegensatz dazu seien viele FSA-Brigaden einfach nur noch Einheiten korrupter Warlords und durchsetzt mit Kriminellen, die Zivilisten ausnehmen und Wohnungen plündern.
    Der Westen hat mit seiner Unterstützung des bewaffneten Aufstandes schon jetzt ein Chaos angerichtet, das sich unweigerlich gegen ihn selbst richten wird.
  2. #2

    Die sogenannten Rebellen scheinen also über Chemiewaffen oder den Zugang zu gefährlichen Chemikalien zu besitzen. Wieso schürt dann "Assads Regime" die Angst vor Chemiewaffen in der Überschrift des Artikels? Vielmehr müsste es heißen "Terroristen in Syrien offenbar im Besitz von Chemiewaffen".
    In einem Forum wollte ich mich ehrlich gesagt nie anmelden. Nur, die Spiegel-Online-Berichterstattung zu Syrien scheint nicht von journalistischen Motiven getrieben zu sein. Wird bei Ihnen jemand für diese Propaganda bezahlt?
  3. #3

    Die USA sind in Sorge: Wie sollen sie die Opposition... unterstützen, ohne die Extremisten zu stärken?

    ...unterstützen, ohne die Extremisten zu stärken?

    Darum haben sie sich bisher doch auch einen Dreck gekümmert.

    Wahrscheinlich zeichnen sie derzeit an den "Beweis"-Fotos von den Giftgasfabriken, die dann bedauerlicherweise nach dem Zusammenbruch Syriens nicht gefunden werden können.
  4. #4

    In solche Angelegenheiten mischt man sich lieber nicht ein. Das Volk feiert Assad nach wie vor, die "Rebellen" halten dagegen. Das Bild welches man aus den Nachrichten gewinnt ist verzerrt und wenn ich mich nicht täusche (was ich allerdings hoffe), wird die falsche Seite unterstützt. Die Folgen sind unvorstellbar wenn der aktuelle Kurs beibehalten wird. Eine Entscheidung würde ich in diesem Konflikt nicht fällen wollen.
  5. #5

    .......

    Da bekommt USA die Rechnung für die falsche Außenpolitik. Wie ich schon vor Monaten gesagt habe, der Westen hat einfach nicht genügend Verstand sich richtige Freunde auszusuchen. Im GUS-Raum alles auf eine Karte gesetzt und alles verloren, in Ägypten alles verloren und in Syrien wird man auch verlieren. Auch dort wird man sich Assad noch zurück wünschen. In Syrien scheinbar sogar ziemlich schnell.
  6. #6

    Meta-Ebene

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Wir setzen keine Massenvernichtungswaffen ein, beteuert das syrische Regime. Angeblich aber kontrollieren jetzt islamistische Rebellen eine Chemiefabrik: die Nusra-Front. Die USA sind in Sorge: Wie sollen sie die Opposition unterstützen, ohne die Extremisten zu stärken?

    Syrisches Regime schürt Angst vor Chemiewaffen - SPIEGEL ONLINE
    Um mal das organisationspsychologische Prinzip des double-loop learnings zu bemühen. Warum sollte man ÜBERHAUPT in bürgerkriegsähnliche Konflikte eingreifen, in denen es KEINER Partei um Prinzipien und Werte geht, die mit westlichen Idealen von Freiheit, Rechtsgleichheit und Demokratie zu tun haben. Obendrein sollte man aus der Geschichte gelernt haben, dass die Intervention in diesen Konflikttyp in keinster Weise einen nennenswerten Nutzen stiftet, weder für die leidende Bevölkerung noch geostrategisch für die eingreifende Partei. Es geht also nicht um das WAS GENAU, sondern das OB.
  7. #7

    einfach nur lächerlich

    Was jeder halbwegs intelligente Mensch vor über einem Jahr schon wusste, dass Al-Qaida die gesamte Revolution nicht nur unterläuft, sondern deren Initatior ist, scheint langsam, aber sicher auch mal bei den Kriegstreiber-Staaten USA & Co. anzukommen. Naja, jetzt ist es schon zu spät. Man hat ein zweites Afghanistan geschaffen...
  8. #8

    Die USA sind in Sorge?

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Wir setzen keine Massenvernichtungswaffen ein, beteuert das syrische Regime. Angeblich aber kontrollieren jetzt islamistische Rebellen eine Chemiefabrik: die Nusra-Front. Die USA sind in Sorge: Wie sollen sie die Opposition unterstützen, ohne die Extremisten zu stärken?

    Syrisches Regime schürt Angst vor Chemiewaffen - SPIEGEL ONLINE
    Und Assad schürt Angst vor Chemiewaffen?
    Schüren tut hier offensichtlich jemand anders!
    Syrien verfügt nach Ihren Angaben über Atomwaffen, hat Sie aber meines Wissens noch nie gegen Menschen/Zivilisten eingesetzt.
  9. #9

    Ironie

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Verfügen jetzt auch Aufständische über solche Waffen? Aktivisten aus Aleppo sagten der Nachrichtenagentur dpa, mutmaßliche Anhänger der Nusra-Front, die wiederum al-Qaida nahesteht, hätten vor etwa drei Wochen eine Chemiefabrik nahe der Stadt Safira östlich von Aleppo unter ihre Kontrolle gebracht. Auch das Außenministerium teilte mit, dass Rebellen ein Labor zur Herstellung von Chlorgas übernommen hätten. Allerdings sind Berichte aus Syrien von unabhängiger Seite nur schwer zu überprüfen.
    Wenn westliche Politiker Behauptungen - ohne Beweise wohlgemerkt - aufstellen, dass Assad an Chemiewaffen mische, dann ist das für Spon absolut glaubwürdig. Wenn aber direkt aus Syrien, und auch noch von den Rebellen selbst, bestätigt wird, dass diese eine Chemikalienfabrik erobert haben, dann ist das plötzlich nur noch "schwer zu überprüfen". Alles klar?