Regierungskrise: Italiens Premier Monti kündigt seinen Rückzug an

DPAMario Monti hat genug. Der italienische Premierminister will nach Angaben des Präsidialamts nach Verabschiedung eines wichtigen Haushaltsgesetzes zurücktreten. Zuvor hatte ausgerechnet einer seiner ärgsten Widersacher, Ex-Regierungschef Berlusconi, erklärt, er wolle erneut für das Amt kandidieren.

http://www.spiegel.de/politik/auslan...-a-871794.html
  1. #1

    Endspiel

    Stellt sich jetzt nr noch eine Frage: Wer id den Euro behalten? Nordeuropa oder Süd- bzw. Lateineuropa? Die jeweils anderen werden wohl wieder zu ihren alten Währungen gezwungen...
  2. #2

    optional

    So so, GS hat wohl sein Ziel erreicht, was auch immer das Ziel war/ist und Monti kann sich anderem zuwenden.
  3. #3

    Berlusconis neues Gesicht mit alten Hintergedanken

    Hoffentlich schafft er es nicht das italienische Volk mit Versprechungen wieder einzulullen; diese gefährliche Lachfigur ist eine Zumutung für Italien und die EU und müsste eigentlich der Rest seines kümmerlichen Daseins in einem Gefängnis verbringen.
  4. #4

    Also nach der Ankündigung Berlusconis

    kann Monti doch unmöglich aufgeben! Mag sein daß er gerade keine guten Umfragewerte hat, aber es ist m.E. aus purem Patriotismus heraus (wenn schon alle anderen sachlichen Argumente nicht ziehen sollten) geboten, diesem Clown Berlusconi Einhalt zu gebieten.
  5. #5

    Italien und kein Ende in Sicht...

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Mario Monti hat genug. Der italienische Premierminister will nach Angaben des Präsidialamts nach Verabschiedung eines wichtigen Haushaltsgesetzes zurücktreten. Zuvor hatte ausgerechnet einer seiner ärgsten Widersacher, Ex-Regierungschef Berlusconi, erklärt, er wolle erneut für das Amt kandidieren.

    Italiens Premier Mario Monti plant nach Berlusconi-Attacke Rücktritt - SPIEGEL ONLINE
    Es ist eine 'giornata di merda' heute. Der praktisch erzwungene Rücktritt kommt für Italien zur Unzeit. Man mag den derzeitigen Premier für Vieles kritisieren und auch ich bin nicht entzückt darüber wenn mir vor Weihnachten die Immobiliensteuer ins Haus trudelt; aber er hat dem Land jene Seriosität zurückgegeben die das Land unter Berlusconi so vermisst hatte.
    Jetzt kommt wieder eine Zeit der Unsicherheit die das Land zurückwerfen wird; OECD Chefvolkswirt Pier Carlo Padoan tut gut daran die Parteien auf Reformen einzuschwören zumal nur die allerwenigsten wirkliche Reformen wollen und eher zu Lippenbekenntnissen neigen. Für Berlusconi und seinem PDL ist es eine Flucht nach vorne. Angesichts der kaum mehr als 15% Zustimmung hat er keine Chance mehr wieder Premier zu werden. Monti ist ihm zuletzt und bis zu seinem Ende noch ganz schön auf die Zehen getreten. Das Kabinett Monti verabschiedete noch zuletzt ein Dekret...
    "wonach für sechs Jahre nicht mehr in das Parlament gewählt werden kann, wer bei bestimmten Delikten definitiv zu mehr als zwei Jahren Gefängnis verurteilt worden ist."
    Italien: Berlusconi will wieder Regierungschef werden | Politik | ZEIT ONLINE
    Berlusconi wurde bereits verurteilt und diverse Verfahren sind noch anhängig bzw. noch nicht letztinstanzlich gelöst. Meiner Ansicht ist das eigentliche Ziel Berlusconis im Parlament sitzend weiterhin immun gegen Strafverfahren zu sein und um eventuelle Gefängnisstrafen nicht antreten zu müssen. Dabei geht es ihm weder um das Schicksal seiner Partei noch um das des Landes. Seiner Partei wird die Flucht nach vorne kaum nützen; die Jungen Konservativen des PDL haben keine Lust mehr als Kanonenfutter seiner Macht- und Justizspiele zu dienen; und wollen einen Neuanfang ohne dem Greis; die Katholiken haben sich längst mit Grausen abgewandt...
    Dunkle Tage in Rom...
    Wie es aussieht soll ich am 10. März wählen...

    Mal sehen was passiert; der Schaden ist bereits jetzt da...
  6. #6

    Beten für Berlusconi

    ...dass er wieder Ministerpräsident wird. Damit wird sich die Agonie des Euro nicht ewig verlängern und die Wirtschaftsignoranten Schäuble und Merkel sehen sich zum Handeln gezwungen.
  7. #7

    Euro(pa) selbst interessiert niemanden!

    Das Euro(pa)-Friedens-Solidaritäts-Visions-Geschwätz ist völlig unehrlich.
    Wie überall im Leben handeln Menschen und Staaten NUR ihrem Nutzen entsprechend (ein wohltätiger Spender hat z.B. den Nutzen sich ein gutes Gewissen, ein gutes Gefühl zu erkaufen, sich "nicht aufzuopfern" wäre mental unerträglich).

    Und warum also rufen die Beteiligten laut nach EURO(PA)?

    - Brüssel- /Strassburg- /Frankfurt-Administration:
    Tolle Karrieren und Gehälter winken, ohne Euro(pa) vielleicht arbeitslos

    - ClubMed+Frankreich:
    Es gilt für die eigenen Bürger Subventionen abzugreifen, das macht reich und sichert den Politikern die Macht

    - Deutschland:
    - Industrie will exportieren, egal ob am Ende alles der deutsche Steuerzahler bezahlt
    - Politiker wollen sich vom Nazi-Image reinwaschen, in die Geschichte eingehen und der Industrie helfen
    - "Gutmenschen"-Politiker fühlen sich besser wenn es Deutschland schlechter geht

    - Kleine Nordländer:
    Industrie will exportieren

    EURO(PA) selbst interessiert NIEMANDEN!
  8. #8

    Zitat von emmerot Beitrag anzeigen
    (...) Wer id den Euro behalten? (...).
    Alle, die ihn jetzt haben. Sollte kurz vor 2013 eigentlich jedem klar sein.
  9. #9

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Mario Monti hat genug. Der italienische Premierminister will nach Angaben des Präsidialamts nach Verabschiedung eines wichtigen Haushaltsgesetzes zurücktreten. Zuvor hatte ausgerechnet einer seiner ärgsten Widersacher, Ex-Regierungschef Berlusconi, erklärt, er wolle erneut für das Amt kandidieren.

    Italiens Premier Mario Monti plant nach Berlusconi-Attacke Rücktritt - SPIEGEL ONLINE
    Das ist eine wirklich schlechte Nachricht. Nicht nur in Zeiten knapper Kassen bedarf es derart nürchterner Politik, wie Monti sie pflegt. Ein Berlusconi, der vor allem von eigenen Interessen und schwindender Selbstkontrolle gesteuert ist, kann diesem, für Europa sehr wichtigen Land nicht gut tun. Man muss bei einer (wenn auch unwahrscheinlichen) Wiederwahl dieses Demagogen an der Zukunftsfähigkeit Italiens und seiner Bevölkerung zweifeln. Das könnte für Europa jedoch entscheidend sein, da das europäische Bewußtsein der eigenen Verschuldung im Angesicht der Lethargie anderer aussereuropäischer Staaten bezüglich ihrer Schulden, für Europa als Chance zu sehen ist.