Vorlesungs-App für Studenten: Ey Professor, mach' mal langsam

dapdZu schnell, zu kompliziert, zu sprunghaft: In Vorlesungen verlieren Studenten schnell den Faden. An der TU Freiberg können sie dann direkt Kontakt zu ihrem Professor aufnehmen - über eine Smartphone-App, anonym und in Echtzeit.

http://www.spiegel.de/unispiegel/stu...-a-871523.html
  1. #1

    Oh mann,
    ist es denn mittlerweile so schwer geworden, die Hand zu heben und dem Professor direkt die Frage zu stellen oder ihn bitten das gerade Gesagt zu wiederholen??? Und Angst brauch auch keiner haben. Ich hab noch nie erlebt, dass jemandem der Kopf deswegen abgerissen wurde.
    Fortschritt durch Technik ok, aber diese permanente Anonymisierung ist zu viel des Guten. Man befindet sich im selben Raum, also kann man doch auch miteinander sprechen und muss nicht über andere Kanäle miteinander kommunizieren. Wenn das so weiter geht schafft die Evolution auch bald unsere Stimmbänder ab
  2. #2

    Warum keine Website?

    Eine mobile Website hätte es doch auch getan. Androids und Apples Browser können auch die Position (Anwesenheit) abfragen.

    Das wäre doch mal eine relevante Verbesserung!
  3. #3

    Zitat von doctordoome22 Beitrag anzeigen
    Oh mann,
    ist es denn mittlerweile so schwer geworden, die Hand zu heben und dem Professor direkt die Frage zu stellen oder ihn bitten das gerade Gesagt zu wiederholen??? Und Angst brauch auch keiner haben. Ich hab noch nie erlebt, dass jemandem der Kopf deswegen abgerissen wurde.
    Fortschritt durch Technik ok, aber diese permanente Anonymisierung ist zu viel des Guten. Man befindet sich im selben Raum, also kann man doch auch miteinander sprechen und muss nicht über andere Kanäle miteinander kommunizieren. Wenn das so weiter geht schafft die Evolution auch bald unsere Stimmbänder ab
    Das ist leider ein Irrtum. In großen Vorlesungen ist es sinnlos sich zu melden. Wer es doch tut nervt die anderen meist mehr als das es hilft. Die App ist genau das richtige.
  4. #4

    großartig

    so etwas geistreiches ist sicherlich noch staatlich finanziert.das wirkt doch unnötig und übertrieben. gibt es denn eine evaluationsapp für fragwürdige, nicht verstandene und nachvollziehbare unternehmenspraktiken, á la heute bewerte ich meinen abteilungsleiter, chef, meister, ob er auch meisterlich war.nein.
    meiner erfahrung nach gehört zum studium auch sehr viel selbstarbeit ohne wattebausch und puder...hilfreich wäre wohl auch, wenn studenten sich während den vorlesungen weniger mit ihrer elektronischer daddelei beschäftigen!
  5. #5

    Gute Idee. Wäre schön, wenn sich das Konzept auch auf andere Unis überträgt.
  6. #6

    Alter Hut

    Das ist doch ein alter Hut. Bei uns an der TU Braunschweig haben wir mit EduVote schon vor über einem Jahr unserem Prof ein Feedback per Smatphone geben können.
  7. #7

    Zu beobachten...

    Besonders jene, die während der Vorlesung ihre Emails checken und beantworten, sitzen kurz darauf mit dümmlichem Gesichtsausdruck da. Und die sollen dann den App nutzen... Na toll...
  8. #8

    Zitat von doctordoome22 Beitrag anzeigen
    Oh mann,
    ist es denn mittlerweile so schwer geworden, die Hand zu heben und dem Professor direkt die Frage zu stellen oder ihn bitten das gerade Gesagt zu wiederholen??? Und Angst brauch auch keiner haben. Ich hab noch nie erlebt, dass jemandem der Kopf deswegen abgerissen wurde.
    Fortschritt durch Technik ok, aber diese permanente Anonymisierung ist zu viel des Guten. Man befindet sich im selben Raum, also kann man doch auch miteinander sprechen und muss nicht über andere Kanäle miteinander kommunizieren. Wenn das so weiter geht schafft die Evolution auch bald unsere Stimmbänder ab

    Naja, wenn bei 300 Leuten in der Vorlesung jeder die Hand hebt und was fragt, kommt der Dozent am Ende wahrscheinlich nicht über "Guten Tag" hinaus. Vorlesungen heißen ja Vorlesungen, weil da jemand was vorliest, bzw. vorträgt. Für Fragen sind Seminare da oder andere Angebote, die die Lehrkräfte/Unis machen.
    Ein großes Problem nicht nur an den Unis, sondern in der Erwachsenenbildung generell ist aber, daß da viele "Lehrer" unterwegs sind, die keinerlei didaktisches Können und auch keine entsprechende Ausbildung haben. Ein Thema fachlich zu beherrschen ist nunmal was ganz anderes, als es anderen verständlich zu erklären. Leider trifft man nur sehr selten Dozenten, die Naturtalente sind oder sich auf eigene Kappe didaktisch weitergebildet haben. Den Unterschied merkt man aber sofort - bei den einen versteht man kaum was, obwohl sich die Vorlesungen über Stunden zu strecken scheinen und ununterbrochen geredet wird, bei den anderen bleibt das Wissen fast von alleine hängen und wundert sich am Ende, daß die 90 Minuten schon vorbei sind. Wenn immer über Verbesserungen im Bildungssystem geredet wird, dann müßte eben auch mehr über die Qualität der Lehrtätigkeit gesprochen werden, nicht nur über die Anzahl der Lehrkräfte. 10 didaktisch gute können da mehr bringen als 100 Langweiler, auch wenn sie fachlich noch so gut sind. Wem die Lehre nicht liegt, der sollte halt in der Forschung bleiben können und umgekehrt - damit wäre wahrscheinlich allen geholfen - Lehrkräften, Forschung und Studenten.
  9. #9

    Genau

    Zitat von derien Beitrag anzeigen
    ...meiner erfahrung nach gehört zum studium auch sehr viel selbstarbeit ohne wattebausch und puder...hilfreich wäre wohl auch, wenn studenten sich während den vorlesungen weniger mit ihrer elektronischer daddelei beschäftigen!
    Absolut meine Meinung. Hauptziel im Studium war und ist es immer, die Studenten zu selbstständigem Denken, Problemlösen, Wissensbeschaffung und -verarbeitung zu bringen. Genau das, was später im Berufsleben gefordert wird. Eben NICHT, sich wie ein Schüler alles fertig vorgekaut zu bekommen. Und dann noch jegliche Verantwortung (Schuld) auf den Lehrer/Dozenten abzuwälzen. Wann immer Studenten in der Vorlesung nicht mitgekommen sind, waren sie entweder nicht anwesend, oder es mangelte an Interesse/Fleiß/Wille. Zum Beispiel, weil sie lieber an den Handys rumgespielt haben. *gröhl* Na ja, hier wird mal wieder ne neue technische Möglichkeit für sämtliche sinnvolle und sinnlose Spielerei ausprobiert. Vieles davon wird bald wieder in Vergessenheit geraten. Schade nur, dass sooo viel Geld ausgegeben wird, damit diese Entwickler auch noch um jeden Preis eine Stelle an der Uni bekommen...