Student mit Gedächtnisverlust: Leben ohne Ich

Linn Schröder Wie fühlt sich das an, wenn man nicht mehr weiß, wer man ist? Wenn man seine Mutter nicht mehr erkennt, seine Freunde, die Freundin? Wenn das eigene Spiegelbild einen Fremden zeigt? Lehramtsstudent Alexander ist genau das passiert - er verlor bei einem Unfall sein Gedächtnis.

http://www.spiegel.de/unispiegel/stu...-a-868976.html
  1. #1

    Fluch und Segen

    Wenn auch selbst nicht nachempfindbar muss dies wohl ein gigantischer Schock sein. Viele Probleme wohl aber auch Chancen auf ein anderes, vielleicht sogar auch erfüllenderes Leben. Unterm Steich wohl aber nicht zu beneiden. Wäre ja ein Kanaller, wenn es die "alte" Freundin in das "neue" Leben schafft. Drück ich die Daumen.
  2. #2

    Ganz beeindruckende, nachdenkliche Geschichte und eine toll geschriebene Reportage. Wünsche "Alexander" alles Gute im "neuen" Leben.
  3. #3

    Diese Geschichte regt zum tiefen Nachdenken an - 2. Chance

    Seine Vergangenheit kann man nicht löschen - oder könnte man es doch wenn man nur bereit wäre es zu tun? Alex hatte keine Wahl. Aber alles hat mehr als eine Seite: ungewollt wurde er unschuldig wie ein Kind: Mutter - Freunde, Freundin - alle die ihn mochten mussten sich einer Prüfung stellen: mag Alex die auch ohne, dass man gemeinsame Erlebnisse hatte? Alex hat keine Erinnerung mehr, er muss sich auf seinen reinen Instinkt Verlassen, auf seine innere Meldung - "gefällt mir " oder "gefällt mir nicht" um seine sozialen Kontakte zu prüfen. Gleiches gilt für seine Entscheidungen und Verpflichtungen wie Studienfachwahl, Karrieewahl. Natürlich wünscht sich niemand, durch Gedächtnisverlust diese "Freiheit" zu erreichen. Doch Alex Fall erinnert daran, dass man grundsätzlich immer die Möglichkeit hat, auch solche elementaren und gewachsenen Strukturen zu ändern. Alles was achso verpflichtend oder geliebt erscheint könnte man auch einfach - vergessen - und darauf zu hören, was man denn wirklich will.

    nachdenklicher Gruß

    immernochnaiv
  4. #4

    Jetzt ist der Augenblick gekommen,

    wo die Schulmedizin ihre Schranken öffnen muss. Hypnose ist hier das Mittel der Wahl: die eingekapselte Psyche muss befreit werden, und das geschieht durch die Stimulation des Unterbewusstseins.
  5. #5

    Jason Bourne

    Was wir wirklich sind, sind wir im Begriff zu lernen. Meine Assoziationen müss ich neu überprüfen. Alles Gute Alex.
  6. #6

    Zitat von ergo_789 Beitrag anzeigen
    Zum Glück studiert er auf Lehramt.
    Ich kenne keinen Lehrer, der sich die Namen seiner Schüler merken kann.
    ihre kaltschnäutzigkeit ist unerträglich. wenigstens lesen könnten sie den Artikel bevor sie schreiben
  7. #7

    Hier ein Tipp: Norman Doidge ein Begriff?

    http://www.amazon.de/Neustart-Kopf-Gehirn-selbst-repariert/dp/3593385341

    ohne weiteren Kommentar, einfach mal anschauen - und die besten Wuensche, Alexander!
  8. #8

    Nachdenklich

    Selten habe ich so einen gut geschriebenen Artikel gelesen. Ohne reißerisch zu wirken und doch so eindringlich, daß man sich in diese unvorstellbare Welt von Alexander nach dem Unfall hineinversetzen kann. Großes Kompliment an den Autor.
  9. #9

    Tal

    Gut geschriebener Artikel. Hoffe das renkt sich irgendwie wieder ein.
    Ein ähnliche Geschichte widerfährt der Person in diesem Podcast (Act. 3).
    http://www.thisamericanlife.org/radio-archives/episode/399/contents-unknown