Konflikt zwischen Türkei und Syrien: Niederlande beschließen "Patriot"-Einsatz

DPA / BundeswehrDie Niederlande haben die Entsendung von "Patriot"-Raketeneinheiten und Soldaten an die türkisch-syrische Grenze beschlossen - sowie einen Tag zuvor das Bundeskabinett. Schon in wenigen Wochen soll es losgehen.

http://www.spiegel.de/politik/auslan...-a-871653.html
  1. #1

    Es gibt keinen Konflikt zwischen der Türkei und Syrien...

    Es gibt keinen Konflikt zwischen der Türkei und Syrien, mithin auch nicht ansatzweise einen NATO-Bündnisfall. In Syrien herrscht Bürgerkrieg und leider erstreckt der sich bis in die Grenzregion zur Türkei, sodass hin und wieder ein paar verirrte Granaten auf türkischem Gebiet landen. Das ist schlimm für die Leute, die da leben, aber kein Grund, Flugabwehrsysteme in die Region zu verlegen, es sei denn, sie werden dort für Zwecke gebraucht, die man der Öffentlichkeit (noch) nicht mitzuteilen gedenkt...
  2. #2

    Zitat von Emmi Beitrag anzeigen
    ....... es sei denn, sie werden dort für Zwecke gebraucht, die man der Öffentlichkeit (noch) nicht mitzuteilen gedenkt...
    Welche Zwecke können diese denn sein?

    Nach meiner Informationen sollen diese 3 Patriot-Einheiten in Malatya-Kürecik, Diyarbakir-Luftstützpunkt und Adana-Incirlik stationiert werden.
  3. #3

    Diese Raketen werden nur stationiert um eine Flugverbotzone einzurichten. Assad und die Rebellen haben gleichermaßen Kriegsverbrechen begangen, keiner von den beiden ist besser als der andere. Beide Seiten töten Zivilisten, sigar eine Schule mit Kindern wurde von den Rebellen angegriffen wobei Kinder starben.Eine Schande.
  4. #4

    Liefern die USA die Flugkörper?

    Schließlich ist die Bundeswehr momentan wohl gerade mal im Besitz von 24 - 30 PAC-3 Flugkörpern, und diese reichen noch nicht für eine ganze Batterie.
  5. #5

    Die Tuerkei ist mehr als faehig

    Syrien geht dem Ende zu.
    Land zerstoert, der Friede unter den Stammes und Religiosgruppen ist nachhaltig gestoert.

    Die Tuerkei ist ein politisch stabiles und gut bewaffnetes Land und hat keinerlei Probleme sich gegen das untergehende Regime zu verteidigen.

    Ich frage mich warum man diese Patriot Raketen nicht einfach der Tuerkei schenkt oder leiht. Warum sich die Nordlaender im Mittleren Osten wieder einmal Kriegerisch verwickeln ist mir ein Geheimnis.

    Seit Zeit der Roemer brachte das nichts - immer dasselbe: Ausser Spesen nichts gewsen.

    Vermutlich will man Deutschland an der Syrischen Grenze verteidigen.
  6. #6

    Alle Verkäufer sind vor Ort

    ASELSAN (Türkei) und RUAG (Schweiz)

    "testen" seit einem halben Jahr ihre gemeinsamen modernisierten und in Lizenz gefertigten Luftabwehrwaffen ASELAN STINGER/RUAG NIGHT STINGER.

    Wenn es nicht eher nach erfolgreichem Verkauf eine Ausbildung für Kunden eines Drittstaates ist ;-)
  7. #7

    Es ist ja nicht so, dass man es bei dem ...

    Zitat von Emmi Beitrag anzeigen
    Es gibt keinen Konflikt zwischen der Türkei und Syrien, mithin auch nicht ansatzweise einen NATO-Bündnisfall. In Syrien herrscht Bürgerkrieg und leider erstreckt der sich bis in die Grenzregion zur Türkei, sodass hin und wieder ein paar verirrte Granaten auf türkischem Gebiet landen. Das ist schlimm für die Leute, die da leben, aber kein Grund, Flugabwehrsysteme in die Region zu verlegen, es sei denn, sie werden dort für Zwecke gebraucht, die man der Öffentlichkeit (noch) nicht mitzuteilen gedenkt...
    ... Bürgerkriegs-Condottiere Assad noch mit einem Menschen zu tun hat, bei dem man rationales Handeln und folgerichtiges Denken voraussetzen kann.

    Plant Syriens Diktator Assad die Flucht ins Exil? | WAZ.de

    Auszug: „Syriens Präsident ist längst Gefangener im eigenen Palast. Russische Besucher aus dem Kreml, die den einst allmächtigen Bashar al Assad kürzlich besuchten, fanden ihn depressiv vor. Der 47-Jährige weiß, dass er seine Haut nicht mehr retten kann, sein Regime den Kampf verloren und er Syriens Zukunft zerstört hat. „Er lebt in dem Gefühl, so oder so getötet zu werden“, sagte Fyodor Lukyanov, Herausgeber einer russischen Zeitschrift für Außenpolitik, der „New York Times”. Assad stecke in der Falle, was sein persönliches Überleben angehe. „Versucht er zu fliehen, bringen ihn seine eigenen Leute um. Bleibt er dort, werden ihn seine Gegner töten.“

    ...und nun verweigert UN-Generalsekretär diesem armen zerebralen Würstchen auch noch das freie Geleit ins Exil?

    Unter diesen Voraussetzungen ist niemand in der Lage zu garantieren, dass nicht irgendeiner der auf sich gestellten Truppenführer, irgendein Cousin, Schwager oder Schwippschwager des Bashar, der irgendeine Miliz oder einen Geheimdienst befehligt oder der offensichtlich melancholisierte Pate selbst, durchdreht und einen finalen Rundumschlag a la Saddam begeht.

    Jeder Tote in einem der Nachbarländer Syriens (von denen ja bisher kein einziges verschont blieb!) wäre ein sinnloses Opfer, das es zu verhindern gilt. Jeder Staatsmann mit Verantwortungbewußtsein rechnet mit der notorischen Verantwortungslosigkeit Assads. Seinem eigenen Volk gegenüber hat er den Beweis für sein Desinteresse an dessen Schicksal ja schon deutlich erbracht!

    Daher ist dieser eher (noch) symbolische Akt der Abschreckung das mindeste, was die Türkei tun kann.
  8. #8

    Da gibt es keine Blumentöpfe zu gewinnen

    Schon die Überschrift ist eine Lüge,es gibt keinen Konflikt zwischen Syrien und der Türkei.Ein verirrte Granaten bedingen sich einfach aus der Nähe von Kampfhandlungen in Grenznähe.
  9. #9

    Zitat von Claes Elfszoon Beitrag anzeigen
    Daher ist dieser eher (noch) symbolische Akt der Abschreckung das mindeste, was die Türkei tun kann.
    Die Türkei könnte aufhören, den Bürgerkrieg in Syrien weiter anzuheizen und die Zahl der Opfer weiter zu erhöhen. Das wäre das Mindeste.