Ägypten: Uno-Menschenrechtskommissarin kritisiert Verfassung

DPAMursis Verfassungsentwurf empört nicht nur die Opposition in Ägypten, sondern auch die Uno-Menschenrechtskommissarin Navi Pillay. Der Gesetzestext beinhalte "einige besorgniserregende Auslassungen und Unklarheiten".

http://www.spiegel.de/politik/auslan...-a-871624.html
  1. #1

    nichts überraschendes...

    denn wie seit über x-tausend jahren: religion ist immer ein teil des problems aber niemals teil der lösung.
    eine verfassung aufgrund der scharia ist immer ein system zur unterdrückung derer, die nicht den (sogenannten)propheten anerkennen ... und das religöse dogma wird dann im alltagdazu benutzt, immer weiter menschenrechte zu begrenzen 'weil es ja der liebe allmächtige so-und-so gemäß des heiligen dingsbums dada ... so will'.
    da lob ich mir atheistische eine welt - wenigstens kann da keiner von höhern mächten schwafeln ...
  2. #2

    ...

    Zitat von velkoryn Beitrag anzeigen
    denn wie seit über x-tausend jahren: religion ist immer ein teil des problems aber niemals teil der lösung.
    eine verfassung aufgrund der scharia ist immer ein system zur unterdrückung derer, die nicht den (sogenannten)propheten anerkennen ... und das religöse dogma wird dann im alltagdazu benutzt, immer weiter menschenrechte zu begrenzen 'weil es ja der liebe allmächtige so-und-so gemäß des heiligen dingsbums dada ... so will'.
    da lob ich mir atheistische eine welt - wenigstens kann da keiner von höhern mächten schwafeln ...
    Nicht?
    Und was ist mit "Ethik", "Menschenrechten", "Demokratie", "Freiheit" oder "Gerechtigkeit"? Sind das keine "höheren" Werte?
    Wobei zumindest die Schlechtmenschen diese Dinge nicht mögen... Aber zu deren primitiver Weltsicht will man ja auch nicht wirklich kommen, oder?
    Will da gerade keine Position beziehen (dafür ist mir das Thema zu schwierig) aber anmerken, dass es eben nicht so einfach ist. Der Mensch sucht idR Werte die über dem Individuum stehen, auch der durchschnittliche Atheist (und das sage ich als Atheist der ihre Position durchaus nachvollziehen kann).
  3. #3

    Ueberraschung?

    Die Uno-Menschenrechtskommissarin muss sich wohl oder uebel mit der islamischen Realitaet abfinden.Konkret heisst das,- dort wo der Islam wie im Koran vorgeschrieben die politische und religioese Macht ist die UN-Menschenrechtscharta bedeutungslos.Menschenrechte sind religioes/politisch teilbar wie die 'Kairoer Erklärung der Menschenrechte im Islam' von 1990 und die "Arabische Charta der Menschenrechte" beweist.
    Aus der Wikipedia:
    > In den Artikeln Artikel 24 und 25 der Erklärung sieht die Soziologin Necla Kelek die wichtigsten Feststellungen: „Alle Rechte und Freiheiten, die in dieser Erklärung genannt werden, unterstehen der islamischen Scharia … Die islamische Scharia ist die einzig zuständige Quelle für die Auslegung oder Erklärung jedes einzelnen Artikels dieser Erklärung.“ Sie erwähnt auch die Präambel: „Die Mitglieder der Organisation der Islamischen Konferenz betonen die kulturelle Rolle der islamischen Umma, die von Gott als beste Nation geschaffen wurde und die der Menschheit eine universale und wohlausgewogene Zivilisation gebracht hat.“

    Anders als in demokratischen Verfassungen sei hier nicht vom Individuum die Rede, sondern von der Gemeinschaft der Gläubigen als Kollektiv. Infolge erkenne die Erklärung nur die im Koran festgelegten Rechte an, und werte schariatisch nur solche Taten als Verbrechen, über die auch Koran und Sunna gleichermaßen urteilen: „Es gibt kein Verbrechen und Strafen außer den in der Scharia festgelegten“ (Artikel 19). Gleichberechtigung sei in dieser Erklärung nicht vorgesehen, dafür legitimiere sie soziale Kontrolle und Denunziation, wie Artikel 22 deutlich mache: „Jeder Mensch hat das Recht, in Einklang mit den Normen der Scharia für das Recht einzutreten, das Gute zu verfechten und vor dem Unrecht und dem Bösen zu warnen.“ Das sei eine mittelbare Rechtfertigung von Selbstjustiz.

    Die Kairoer Erklärung stellt alle ihre Artikel, auch den zur Glaubensfreiheit, ausdrücklich unter den Vorbehalt der Scharia und betont in ihrer Präambel die Führungsrolle der islamischen Gemeinschaft bei der Lösung der „ständigen Probleme“ der „materialistischen Zivilisation“. <

    Die Politik der gewaehlten islamischen Regierung Aegyptens ist keinesfalls eine Ueberraschung sondern folgt nur der Logik dieser auf Koran und Scharia basierenden Religion.
  4. #4

    wann begreifen die westlichen medien und politiker endlich,
    daß man die "amerikanisch/westliche weltanschaunung nicht wie coca cola oder daimler benz expotieren kann!
    wobei man fairer-waise sagen muß,daß coca cola und daimler es schon lange begriffen haben,aber das ist der unterschied zwischen realität und phrasendrescherei ala
    merkel westerwelle und co.
  5. #5

    Konsequenzen

    Wenn die Mehrheit der Ägypter gerne so mittelalterlich leben will, dann muss man es wohl oder übel akzeptieren, aber nicht auch noch mit irgendwelchen Hilfsgeldern unterstützen. Der Westen sollte sich da konsequent zurückziehen. Als Tourist würde ich in dieses Land nicht fahren.
  6. #6

    'exportieren'

    Zitat von stefan.p1 Beitrag anzeigen
    wann begreifen die westlichen medien und politiker endlich,
    daß man die "amerikanisch/westliche weltanschaunung nicht wie coca cola oder daimler benz expotieren kann!
    ....
    wie hängt den das bitte zusammen? Menschenrechte sind kein westliches Exportgut (sie meinen wohl eher Demnokratie & Demokratieverständnis), Menschnerechte sind unteilbar global und (leider) genauso oft global verletzt, da ist nun Aegypten sicherlich kein Einzelfall ...
    Wenn die Menschheit irdendwann einmal erkennt, das organisierte Religionen immer ein Problem für die Freiheit des Menschen bedeuten und Menschenrechte ein höheres Gut darstellen als die unbedingte Existenz religöser Organizsationen (wohlgemerkt nicht die Religionsausübung als solche), wird es zur wirklichen vollen Umsetzung der Menschenrechte kommen. Dazu brauchen viele Länder noch viel Zeit - die gegenwärtigen Diskussionen in den arabischen Ländern tun gut, und sind der richtige Weg, nur das Töten (wie diese Tage wieder in Kairo) auf diesem Weg ist leider beschämend für alle Menschen - nicht nur die Araber oder welche Gruppe auch jeweils ....
  7. #7

    demokratie in islamisch gepraegten staaten

    die westlichen demokratien muessen sich von vorstellungen verabschieden, in diesen staaten demokratien einfuehren zu koennen, es gibt dort nur 2 moegliche staatsformen: eine auf die armee gestuetzte diktatur [korrupt] oder islamische diktatur [auch korrupt] alle diktatoren in den arabischen sind oder waren korrupt, genau so alle religioesen oder zivilen fuehrer. siehe iran, alle mullahs dort sind mehrfache millionaere, oder palaestina, arafat hat ungefaehr 900 Mill. dollar hinterlassen
  8. #8

    Zitat von Barath Beitrag anzeigen
    Nicht?
    Und was ist mit "Ethik", "Menschenrechten", "Demokratie", "Freiheit" oder "Gerechtigkeit"? Sind das keine "höheren" Werte?
    .
    Ich sprach von den sogenannten "höheren Mächten", auf die sich die beliebigen Religionssheriffs beziehen.
    Die von Ihen zitierten höheren Werte habe ich nicht in Zweifel gezogen, allerdings billige ich diesen Werten keinelei Gleichstellung zu Religionen zu ... das käme in meinen Augen einer Wertereduzierung gleich!