Versetzung, Training, Rauswurf: Wie Chefs "Minderleister" loswerden

Phil Wheeler für manager magazinWas, wenn ein Kollege jeden Tag faul wegdämmert und seine Arbeit lausig erledigt? Viele Chefs scheuen den Konflikt mit sogenannten Low Performern, andere feuern am liebsten gleich. Beides falsch, denn es gibt immer einen Grund für das Leistungsloch. Und die Rechtslage ist für den Chef heikel.

http://www.spiegel.de/karriere/beruf...-a-870921.html
  1. #10

    Zitat von Nana123 Beitrag anzeigen
    Gerade nach der Übernahme von Unternehmen, ist die Gleichung oft so, wer Alte = über 45/50 ist und meist auch ein entsprechendes Gehalt hat, wird zum Minderleister erklärt. Der Hintergrund ist häufig der, dass in vielen Manteltarifverträgen bestimmte Mitarbeitergruppen z.B. über 55 Jahre und mehr als 10 Jahre Betriebszugehörigkeit einen besonderen Kündigungsschutz geniesen. Ergo werden solche teueren .....
    wenn jemand mehr gehalt bekommt aber weniger arbeitet als ein junger dann ist er nicht nur ein schmarotzer den kollegen gegenüber sondern auch ein Minderleister!
  2. #11

    menschenverachtende Terminologie

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Was, wenn ein Kollege jeden Tag faul wegdämmert und seine Arbeit lausig erledigt? Viele Chefs scheuen den Konflikt mit sogenannten Low Performern, andere feuern am liebsten gleich. Beides falsch, denn es gibt immer einen Grund für das Leistungsloch. Und die Rechtslage ist für den Chef heikel.

    Minderleister: Wie Firmen mit faulen Mitarbeitern umgehen - SPIEGEL ONLINE
    Und wenn man sich mal auf diese einläßt, dann sollte man erstmal die Frage benatworten, was ist denn die Leistung.

    Wenn ein Bankberater seine Kunden fair berät und deshalb weniger verkauft, dann ist er nach den Kriterien der Kapitalsitenbibel ein "Minderleister". Berät er sie aber bewußt falsch um Umsatz zu generieren, dann beght er eine Straftat, er betrügt. Wer ist nun "Minderleister" ???

    Und so ließe sich das endlos fortsetzen.....
  3. #12

    es wird wohl Winter

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Was, wenn ein Kollege jeden Tag faul wegdämmert und seine Arbeit lausig erledigt? Viele Chefs scheuen den Konflikt mit sogenannten Low Performern, andere feuern am liebsten gleich. Beides falsch, denn es gibt immer einen Grund für das Leistungsloch. Und die Rechtslage ist für den Chef heikel.

    Minderleister: Wie Firmen mit faulen Mitarbeitern umgehen - SPIEGEL ONLINE
    Dunkel und kalt, die wohlige Wärme vermissend, sehnt sich so manch ein Chef zurück auf seinen Machtposten - aber es ist zu spät - die eisige Kälte hat nun auch ihn erfasst und lässt keinen Status-Unterschied zum Schicksal der von ihm gefeuerten mehr erkennen. Es ist Winter !
  4. #13

    Menschenverachtende Unternehmen

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Was, wenn ein Kollege jeden Tag faul wegdämmert und seine Arbeit lausig erledigt? Viele Chefs scheuen den Konflikt mit sogenannten Low Performern, andere feuern am liebsten gleich. Beides falsch, denn es gibt immer einen Grund für das Leistungsloch. Und die Rechtslage ist für den Chef heikel.

    Minderleister: Wie Firmen mit faulen Mitarbeitern umgehen - SPIEGEL ONLINE
    Der Bericht entspricht genau dem menschenverachtenden Bild, dass Deutsche Unternehmen von ihren Mitarbeitern haben. Erst wird aus den Mitarbeitern das letzte herausgeholt, um dann im Falle der Situation, des es den Herren und Damen Managern immer noch nicht reicht, von Minderleistern zu sprechen.

    Ich würde mir heute eher eine Kugel in den Kopf jagen, als auch freiwillig auch nur einen Finger bei einem Unternehmen in Deutschland zu krümmen.

    Ich lebe und arbeite übrigens in der Schweiz, wo sich das Arbeiten im Gegensatz zu Deutschland lohnt.
  5. #14

    Die Minderleistung ... gleichen die Kollegen aus.

    Ja Mitleid brauchts im Land. Und Solidarität. Aber einige der lieben Mitmenschen haben das richtige Händchen und nutzen Solidarität, Mitgefühl und Kollegialität kaltschneuzig und unbarmherzig aus. Immer geht es gegen die Obrigkeit in diesen verlogenen und scheinheilig geführten Diskussionen. Hat sich eigentlich schon mal jemand um die übrigen Mitarbeit der gleichen Riege Gedanken gemacht? Offenbar nicht. Beispiel: Mitarbeiter A hat zwei Häuser und eine Familie, fährt jeden Tag 100 km zur Arbeit und führt sagen wir mal - ein ereignisreiches Privatleben. Mitarbeiter B wohnt um die Ecke und lebt ein einfacheres Leben. Während Mitarbeiter B schuftet und die Arbeit von A miterledigt (wie z.B. heute) - feiert Mitarbeiter A permanent krank, stöhnt bei allem und sorgt im Betrieb für eine miese Stimmung. Wenn man ihn darauf anspricht, schiebt er das Alter vor. Aber fürs Heimwerken und während der Arbeit private Dinge erledigen reicht es dann aus. Und so einen Schmarozer soll man dann nicht loswerden dürfen? Gehen die Kollegen dagegen vor ist es dann wieder ein "Mobbing". Sagt man was ist man wieder kein Gutmensch. Ich wäre gerne ein Gutmensch, aber ein Blödmensch bin ich nicht.
  6. #15

    Zitat von gg1963 Beitrag anzeigen
    hilft da nicht weiter.

    Ihre Aussage impliziert ja geradezu, dass eine Fehlbesetzung konkludent eine schlechte Arbeitsleistung nach sich zieht; dies war nicht meine Aussage.
    Es geht mir um die grundsätzliche Ausrichtung und diese ist menschenverachtend. Aber diese ist ja spätestens seit der Hetzkampagne der asozialen Partei namens FDP in diesem Land gegen alle Hartz IV Empfänger per se salonfähig geworden.
    Es fehlt ja nur noch ein kleiner Schritt zu der Ideologie der Nazis, die haben sich ja auch solcher " Schmarotzer " aller Coleur ob Kranker, Behinderter oder "Minderleister" entledigt. Widerlich.

    Und wenn man diese Maststäbe des " Minderleistertums " an die Kaste der Betriebsleiter und Manager sowie Banker anlegen würde, ja hoppla wer würde den von denen dann noch zur Arbeit gehen müssen.....
    Manager, bspw. wie im Artikel Vertriebler sind doch genauso betroffen, regen sie sich ab. Da geht es sogar noch schneller wenn Ziele nicht erreicht werden.
    Es ist nicht die Aufgabe von Unternehmen Leute durchzufüttern die ihre vertraglich zugesicherte Arbeit nicht erbringen, von mehr oder weniger redet doch gar keiner.
    Diese Leute können ja gerne in der staatlich geförderten Subventionswirtschaft "arbeiten".
    Sobald man als Geschäftsführer mit eigenem Geld für das Unternehmen haftet, unbegrenzt oder begrenzt, sieht die Welt nunmal anders aus.
    Sie können sich vielleicht nicht vorstellen was es unternehmerisch heißt bei 20 Mitarbeitern einen dabeizuhaben der nicht mitzieht.

    Legen sie mal ihre Nazikeule und ihre Vorurteile ab.
  7. #16

    unser Land ist

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Was, wenn ein Kollege jeden Tag faul wegdämmert und seine Arbeit lausig erledigt? Viele Chefs scheuen den Konflikt mit sogenannten Low Performern, andere feuern am liebsten gleich. Beides falsch, denn es gibt immer einen Grund für das Leistungsloch. Und die Rechtslage ist für den Chef heikel.

    Minderleister: Wie Firmen mit faulen Mitarbeitern umgehen - SPIEGEL ONLINE
    zu einer Gewinnmaximierungsmaschine für Kapitalisten verkommen.

    Die Unternehmesrisiken werden sozialisiert, ob das nun die Bankenrettung, der Ausbau des Stromnetzes ( wir zahlen ja jetzt schon für das unternehmerische Unvermögen den Leitungsausbau zu koordinieren !!!! ) oder die durch die Hintertür verschleierten, staatlich verordneten und subventionierten Hungerlöhne sind, zu den heute Menschen gezwungen werden zu arbeiten.

    So wird den Unternehmen ständig auf ALLER Kosten Zucker in den Arsch geblasen und da Gier Hirn frißt, wird es den Kapitalisten nie reichen, MEHR ist die Devise und das Credo.

    Nach Sinnhaftigkeit zu fragen war der Luxus der Vergangenheit, nun lebt der Fortschritt, das Wachstum, unbegrenzt.

    Da wird dann auch schon mal das Mobbing legitimiert.
    Erst kommt das Wort, dann die Tat. Vom der Terminologie der "Minderleister" ist es nicht mehr weit bis zu den nächsten Arbeitslagern.........
  8. #17

    Zitat von iconoclasm Beitrag anzeigen
    Dann müssten sie doch damit einverstanden sein, dass Menschen die "vielleicht die falsche Stelle ausüben" von dieser Last befreit werden.
    Ich bin sicher, dass die wenigsten "Low Performer" glücklich in ihrem Job sind und recht gerne wechseln würden - aber da macht ihnen der Arbeitsmarkt einen Strich durch die Rechnung. Arbeitslosigkeit ist nun einmal keine Alternative.
  9. #18

    Zitat von lindenbast Beitrag anzeigen
    Ich bin sicher, dass die wenigsten "Low Performer" glücklich in ihrem Job sind und recht gerne wechseln würden - aber da macht ihnen der Arbeitsmarkt einen Strich durch die Rechnung. Arbeitslosigkeit ist nun einmal keine Alternative.
    Ich glaube schon das es Leute gibt die durchaus glücklich damit sind sich auf Kosten der Kollegen einen Lenz zu machen.

    Wenn die Leute gerne wechseln würden und der Arbeitsmarkt nichts hergibt, könnte es dann nicht auch an überzogenen Vorstellungen dieser Leute liegen?

    Ein Beispiel, wir hatten einen studierten Diplom Informatiker bei uns, 30 Jahre Alt mit Berufserfahrung, 3 Monate Probezeit. Alles was der gute Mann geschafft hat war bei Google Code Ausschnitte kopieren.
    In internen Projekten, nicht zu gebrauchen. Im Kundenkontakt ebenfalls.
    Bis zum letzten Tag der Probezeit wurde versucht den Mann unterzubringen, bei 20 Mann im Unternehmen.
    Die Person hat in den 3 Monaten ca. 10.000€ Brutto bekommen für NULL Gegenleistung.

    In anderen Branchen mag es anders sein, aber erklären sie mir bitte was man mit so jemandem machen soll? Das ist eine ernsthafte Frage und nicht zynisch gemeint.
  10. #19

    Minderleister

    Und genau wegen jenen "Minderleistern" bekommt ein vernünftiger, fleißiger junger Mensch kaum noch die Chance auf einen unbefristeten Vertrag. Es wird befürchtet, dass sich dieser ein Vorbild an einem faulen Kollegen nimmt und dann nicht mehr los zu werden ist.
    Wer dann versucht, in ein rennomiertes deutsches Unternehmen zu kommen, der brauch sich eigentlich gar nicht erst bewerben.
    Selbst gerade festgestellt. Solide Ausbildung, gute Abschlussnoten, 2 Jahre Auslandserfahrung sowohl in Handwerk als auch Industrie. Und selbst das reicht noch nicht für nen Job bei Daimler oder Audi am Fließband.