Metal-Songs im Streaming: Spotify bejubelt Versöhnung mit Metallica

AFPSpotify hat es geschafft: Die Metal-Band Metallica lässt ihre Songs jetzt über den Online-Dienst anbieten. Dass das Unternehmen gute Nutzerzahlen und schlechte Bilanzen aufweist, ging vor diesem Hintergrund beinahe unter.

http://www.spiegel.de/netzwelt/web/s...-a-871544.html
  1. #1

    Das erinnert mich eine Southpark Folge vor kurzem auf CC.

    Die Jungs haben was runtergeladen, kamen direkt das Fbi(cia ich weiß net mehr genau) und nahmen die Jungs fest.
    Da hat der Contentmafiamann dann die armen hungernden Künstler gezeigt:
    Seht ihr Lars? Er wollte sich eigentlich einen goldenen Swimmingpool bestellen, kann ihn sich aber nicht leisten. Weil Menschen seine Musik kopieren.....

    Uswusf. Die Folge ist echt empfehlenswert, besonders, wenn man bedenkt, dass die SP Macher ja jede Folge kostenlos ins Netz stellen und wohl trotzdem gut leben können.
  2. #2

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Und das, obwohl die Tantiemen, die den Umsatz auffressen, dem Vernehmen nach so gering sind, dass die meisten Künstler von Spotify nur einen Bruchteil dessen erhalten, was ihnen beim Verkauf einer CD zugute kommen würde.
    Was genau ist daran bemerkenswert? Das Abspielen eines Songs bei einem Streamingdienst ist logischerweise nicht äquivalent mit dem Kauf einer CD, weshalb es auch ökomischer Irrsinn wäre, diese Vorgänge gleich zu entlohnen. Ein Abruf beim Streamdienst ist von den herkömmlichen Distributionskanälen wohl am ehesten mit dem Abspielen bei einer Radiostation vergleichbar, bloss dass sich der Empfänger auf eine spezifische Person beschränkt. Es ist darum naheliegend, dass ein einzelner solcher Vorgang nur mit äusserst geringen Summen bezahlt wird..
  3. #3

    Was ist denn....

    ....das bitte für ein abenteuerliches deutsch? "2011 machte Spotify 188 Millionen Euro und musste trotzdem 40 Millionen Euro Verlust verbuchen."
  4. #4

    Stream

    Zitat von Celegorm Beitrag anzeigen
    Was genau ist daran bemerkenswert? Das Abspielen eines Songs bei einem Streamingdienst ist logischerweise nicht äquivalent mit dem Kauf einer CD, ......
    Spotify ist eben KEIN reiner Streaming-Dienst. Als "Premium"-Benutzer kann man Lieder auch runterladen.
  5. #5

    Etwas merh Hintergundrecherche stuende dem Spiegel gut zu Gesicht

    Die Registriertenzahlen steigen nach diversen Quellen nahezu gleich schnell ( prozentual) wie die der zahlenden Abonnenten. Das dabei die absolute(!) Diferrenz groesser wird, duerfte niemanden mit mathematischen Grundkenntnissen ueberraschen.
    2. Wenn der Redakteur das anschliessende Interview mit de, CEO gelesen haette, wuesste er, was ebenfalls aus verschiedenen Quellen zu recherchieren gewesen waere; naemlich dass Spotify ohne in weiteres Wachstum zu investieren bereits heute profitabel ist. Es werden 70% an die Labels gezahlt, vom Rest muss Spotify seine Sonstigen Kosten zahlen. Bei einem Umsatz von rund 500 Mio USD in 2012 stehen dauer rund 150 Mio USD zur Verfuegung. Damit duerfte Spotify wohl spaetestens in 2013 - bei weiterem Wachstum - die Gewinnschwelle ueberschreiten.
    3. Die Behauptung, dass Spotify zu wenig an Kuenstler zahlt ist insofern schlichter Unsinn, da Spotify gar nicht an Kuenstler, sondern die Labels zahlt ( und zwar die erwaehnten 70% vom Umsatz). Wieviel die Labels davon an die Kuenstler zahlen, haengt von deren Vertraegen ab und steht ausserhalb des Einlussbereichs von Spotify. Vielleicht haette man an dieser Stelle im Artikel auch erwaehnen koennen, dass in Schweden ( dem Ursprungsland von Spotify) heute 87% der Umsaetze der Musikindustrie mit digitaler Musik erzielt werden und Spotify dort mit Abstand der groesste Umsatzbringer der gesamten Musikindustrie ist, im uebrigen weit vor iTunes...
  6. #6

    was solls

    Letzt endlich hat der schöde Mammon gesiegt. Die Band hat eingesehen, das man mit solchen Diensten eine verlässliche Einnahmequelle bekommen hat. Bestes Beispiel sind für mich ACDC die jetzt frisch bei iTunes zu finden sind. Na was da wohl den Sinneswandel ausgelöst hat ...
  7. #7

    Doch, doch...

    die Songs werden gestreamt, als Premium-Nutzer dürfen sie lediglich gespeichert werden, um z. B. offline Musik zu hören... Aber man kann sie nicht kopieren und brennen. Und wenn das Abo beendet wird, sind auch die Musikdateien futsch...
  8. #8

    Spotify vs Artists

    Das "tolle" bei Spotify ist doch, dass ich dort für Musik bezahlen kann ohne dass die jeweiligen Künstler, deren Musik ich höre in keinster Weise entlohnt werden. Raubkopieren ist den Künstlern gegenüber ehrlicher. Ich kaufe lieber Musik bei Bandcamp und weiss, dass ich damit auch die Musiker unterstütze.
  9. #9

    Zitat von ChrisTeam Beitrag anzeigen
    Das "tolle" bei Spotify ist doch, dass ich dort für Musik bezahlen kann ohne dass die jeweiligen Künstler, deren Musik ich höre in keinster Weise entlohnt werden. Raubkopieren ist den Künstlern gegenüber ehrlicher. Ich kaufe lieber Musik bei Bandcamp und weiss, dass ich damit auch die Musiker unterstütze.
    Also Spotify bezahlt für jeden abgespielten Song 0,0034€. Bei Künstlern deren Songs Millionen im Monat Male abgespielt werden lohnt sich das durchaus. Der laut last.fm am meisten gespielte Song von Metallica ist "Enter Sandman". In der Woche bis zum 2. Dezember wurde rund 8200 abspielvorgänge erfasst. In den Wochen davor verhält es sich ähnlich. In der Woche bis zum 9. Dezember rund 12500 abspielvorgänge. Dazu muss man wissen, dass die Songs aber erst im Laufe dieses Tages bei Spotify erschienen sind, ich habe selbst am Samstag morgen (der 9.) noch noch Songs vom einzigen Metallica Album, das ich nicht besitze, "Kill 'em all", gesucht, und da hatten sie es noch nicht. Es war also nicht den ganzen Tag verfügbar, sondern nur ein paar Stunden. Die paar Stunden haben gereicht um die Anzahl der Abspielvorgänge, die in den Wochen zuvor relativ konstant war, um 4300 zu erhöhen.

    Dabei sollte man in Betracht ziehen, dass a) nicht alle Nutzer von Spotify auch last.fm Nutzer sind. b) Es hier nur um einen einzigen Song geht, wenn auch den populärsten von Metallica c) das ganze sich noch gar nicht rumsprechen konnte.

    Vermutlich waren es also in ein paar Stunden zehntausende abrufe. Nun sind zehntausend immer noch recht mickrig, Spotify schüttet dafür gerade mal 34 Euro aus. Aber es hört ja nicht auf, sicher Bands sind nicht immer gleich populär, und wenn sich die erste aufregung gelegt hat werden es auch wieder weniger werden, trotzdem wird Spotify ständig ein paar hundert Euro allein für Metallica überweisen, auch in Jahrzehnten noch, wenn sie bei dem Modell bleiben würden.

    Und das hält die Leute eben nicht davon ab, die Musik trotzdem zu kaufen, weil es nun einmal ein flüchtiges Medium ist - ich habe mir vor zwei Wochen noch eine Nachpressung von Ride the Lightning auf Schallplatte gekauft. Keine Radiostation zahlt auch nur annähernd so viel wenn sie einmal "Nothing Else Matters" ausstrahlt. Natürlich kann man sich die Songs da nicht aussuchen, aber es ist ebenso flüchtig.