Netanjahu bei Merkel: Eine Freundschaft, die viel aushalten muss

DPASiedlungsbau, Uno-Abstimmung - die deutsch-israelischen Beziehungen sind angespannt wie lange nicht. Doch die Visite von Premier Netanjahu bei Kanzlerin Merkel zeigt auch: Das Verhältnis ist noch immer so gut, dass beide Regierungschefs offen zu ihren Differenzen stehen.

Merkel und Netanjahu sind sich über Siedlungsbau uneinig - SPIEGEL ONLINE
  1. #1

    die Siedlungsfrage

    ist sicher nicht die Wurzel des Konflikts, aber sie ist mit Sicherheit das größte Hindernis für eine endgültige friedliche Lösung.
  2. #2

    Zunächst: die Haupstadt des Staates Israel ist keine

    Siedlung. Die Gegend, in der jetzt gebaut werden soll wurde schon immer, als Teil Israels, im Rahmen eines Friedensvertrages, betrachtet, die Idee fand sogar Zustimmung von Arafat.
  3. #3

    Charles de Gaulle

    sagte einmal den klugen Satz: „Der Staat, der seinem Namen gerecht wird, hat keine Freunde - nur Interessen.“
  4. #4

    Nicht schon wieder...

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Siedlungsbau, Uno-Abstimmung - die deutsch-israelischen Beziehungen sind an
    Hatten wir vor ca. 70 Jahren nicht schonmal eine ähnliche Freundschaft mit einem Land? Oder wie war es vor ca. 100 Jahren?

    Deutschland bekennt sich also offen für eine rechtsradikale Politik eines Landes, sehr gezielt eine Besetzungspolitik betreibt. Finde ich sehr interessant.

    Bin mal gespannt, wann unserer Elite auffällt, dass man zu lange zu diesen Völkerverbrechen geschwiegen hat.
  5. #5

    ..............

    Eine Freundschaft, die in Wirklichkeit nie existiert hat, kann natürlich nicht zerbrechen.
  6. #6

    Eine tief empfundene

    Freundschaft ist eine wahrhaft leere Floskel. Und in diesem Fall so unzutreffend wie sonst was. Wenn die Differenzen im deutsch-israelischen Verhältnis so offen zutage treten, klingt Freundschaft schon mehr als hohl. Israel scherte sich in Wirklichkeit nie um die Meinung Deutschlands. Deren Einfluss ist im Grunde gleich Null. Israels Premier bügelt alles ab und zeigt, dass er mit seiner Siedlungspolitik nicht wirklich einen Frieden mit Palästina erreichen will. Dabei wäre die Zwei-Staaten-Lösung genau der richtige Ansatz, um endlich Frieden für die Region zu erreichen. Im Sinne aller dort lebenden Menschen.
  7. #7

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    Wie wird Merkel ihren Fehler wohl 'wieder gut machen' ?
  8. #8

    Ich finde die Linie von Frau Merkel sehr richtig: die Beziehungen zu Isreal sind unantastbar, Israels Sicherheit gehört zur deutschen Staatsräson, gleichzeitig sind unterschiedliche Meinungen und Kritik möglich.

    Viele Kritiker scheinen nicht zu sehen, dass Israel sehr wohl für den Siedlungsbau von deutscher Seite aus kritisiert wird. Aus historisch allseits bekannten Gründen kann Deutschland aber nicht die Freundschaft mit Israel aufkündigen. Dies sind wir dem Erbe unserer Vorfahren schuldig. Wir tragen keine Schuld für die Vorgänge im dritten Reich: aber wir müssen das Erbe dieser Zeit tragen, wie wir ja auch sonst das Erbe unserer Vorfahren annehmen.
  9. #9

    Israels Politik

    ist nicht schlecht!
    Seit 2000 Jahren werden Juden verfolgt und jetzt haben sie ihren eigenen Staat.
    Kann ich verstehen, dass sie da ein bisschen radikaler sind!!!