Kosten-Nutzen-Bilanz: Gängige Antidepressiva ums Vielfache überteuert

Getty ImagesWenn die Experten des Instituts für Qualität und Wirtschaftlichkeit Medikamente bewerten, ist Krach mit der Pharmaindustrie angesagt. Erstmals haben die Prüfer jetzt eine Kosten-Nutzen-Analyse erstellt - bei Mitteln gegen Depression. Das Ergebnis heizt den Streit um Pillen-Preise weiter an.

http://www.spiegel.de/wissenschaft/m...-a-870356.html
  1. #20

    Ha, ha,...

    Zitat von trallala34 Beitrag anzeigen
    Na klar,

    warum geben Sir mir nicht einfach ein paar Milliönchen?
    Ich verspreche, dass ich sie sofort ausgebe und damit wieder in den Wirtschaftskreislauf zurückführe.
    Ich sitze ja nicht am Knopf der Gelddruckerei. Was ich sagen wollte ist, dass es an Geld an sich nie mangeln kann. Aus subjektiver Sicht kann das natürlich der Fall sein. Ist aber reine Politik der Geldwertstabilität durch künstliche Verknappung. Der Wert des Geldes ist immer relativ - je weinger davon in den Kreislauf gepumpt wird, bzw,. vorhanden ist, um so wertvoller erscheint es und um so größer wird seine Bedeutung und das Gerangel und die Anstrengung an selbiges zu kommen.
    In vormals "kommunistischen" Ländern war es umgekehrt, dass die Leute viel Geld hatten, aber es dafür selten was zu kaufen gab, d.h. man musste Schlange stehen, um etwas zu bekommen - d.h. die traurige Wirklichkeit sieht so aus, dass wir uns ohne Druck und Zwang ungern bewegen. Allerdings ist auch so die Frage "Quo Vadis" und ob wir uns mit unserer blinden Arbeitswut nicht auch nur das eigene Grab schaufeln? Irgendwo ist alles eine Frage der Perspektive und dass dieser Stress um das Geld uns zu sehr egozentrisch vereinnahmt und den Blick auf's Ganze trübt.
  2. #21

    Ja, ja, die FDP

    Zitat von steiger68 Beitrag anzeigen
    ...speziell auf dem deutschen Markt ist doch schon seit Jahren ein Streitpunkt mit der Pharmaindustrie. Ich erinnere nur daran dass die erste Amtshandlung Röslers nach seiner Ernennung zum Gesundheitsminister 2009 war den damaligen Leiter des IQWiG, Peter Sawicki, unter fadenscheinigen Gründen aus dem Amt zu jagen weil er der schamlosen Abzocke der Pharmaindustrie einen Riegel vorschieben wollte. .....
    Sie haben es klar erkannt, die Klientel der FDP sind nicht nur die Chefärzte, die Zahnärzte, die Steuerberater, Wirtschaftsprüfer und Rechtsanwälte, sondern auch die geldigen Mitarbeiter der Finanzbranche und auch die PHARMAFIRMEN.
    So lange die FDP in einer Koalition mit der CDU/CSU zu regieren versucht, wird es auf dem Pharmasektor zu keiner Verbesserung kommen!

    Deshalb weg mit der Schmutzpartei FDP! Weg mit dem Röslerchen, dem Gesundheitsministerchen Bahr, weg mit Brüderle und Lindner und Niebel (keiner weiß, warum der ein i in seinem Namen hat!) und der Tante Leutheusser-Schnarri und all den anderen (gibt es da nicht im hohen Norden einen, der sich mit Gewalt und sogar manchmal halb gegen seine Partei interessant zu machen versucht?) Kein vernünftiger Mensch braucht in der BRD eine Partei wie die FDP (außer den oben genannten Berufsgruppen, die in ihrer Unvernunft diese Partei glauben wählen zu müssen). Kein vernünftiger Mensch braucht deren "Repräsentanten" und "Repräsentantinnen".

    Mitbürgerinnen und Mitbürger: Ihr habt die Wahl!
  3. #22

    Sie haben Glück!

    Zitat von seiby Beitrag anzeigen
    Da brauchen Sie nicht bis nach Amerika zu gucken. Ich kaufe mein Paracetamol für 39 Cent pro 20 Tabletten in den Niederlanden bei Aldi.
    Natürlich tun Sie gut daran, wenn Sie in die Niederlande fahren. Für mich wäre das aber eine Fahrstrecke, die so viel kostete, dass ich keinen Vorteil mehr hätte. Ich muss leider weiter in der Apotheke oder im Internet kaufen.
  4. #23

    So ist es richtig!

    Zitat von zaphod1965 Beitrag anzeigen
    Mein Leben ist unbegrenzt viele Euro wert. Und wenn mir Hilfe verweigert würde, weil es "sich nicht rechnet", würde ich mir mein Recht auf Leben erkämpfen - mit allen Mitteln und ohne Rücksicht auf Gesetze.
    Um sein Leben zu kämpfen, ist das Recht eines jeden. Die Frage ist nur: Wer hat schon die Kohle, solche Rechtsstreite zu finanzieren? Herr/Frau Jedermann bestimmt nicht.
  5. #24

    Sie haben wohl etwas zuviel "Original" genommen...

    Zitat von jgb Beitrag anzeigen
    Man beachte die Rezopteraffinität
    Original:
    Kokain

    und Fälschung
    Bupropion
    Diese zwei Wirkstoffe zu vergleichen ist wie ein Vergleich zwischen Flugzeugen und U-Booten. Das eine ist ein Alkaloid und früher als Lokalanästhetikum benutzter Naturstoff, das andere ein auf die Indikation Depression entwickeltes NDRI, das von den Catecholaminen abgeleitet wurde.

    Und nun würde ich gerne ein U-Boot kaufen und damit in den Urlaub fliegen...
  6. #25

    Zitat von zaphod1965 Beitrag anzeigen
    Mein Leben ist unbegrenzt viele Euro wert. Und wenn mir Hilfe verweigert würde, weil es "sich nicht rechnet", würde ich mir mein Recht auf Leben erkämpfen - mit allen Mitteln und ohne Rücksicht auf Gesetze.
    nein ist es eindeutig nicht
    maximal 30k pro jahr wobei ich das schon reichlich übertrieben finde das geld müssen andere gegen ihren willen erarbeiten
  7. #26

    Antidepressiva

    Es geht um das Medikament: Trevilor (wirkstoff u.a. Venlavaxin)

    Die Ärztekammer hat meinem Arzt unter "Androhung einer hohen Geldstrafe untersagt, mir dieses Medikament weiterhin zu verschreiben!
    Das "normale "Venlavaxin" hilft mir überhaupt nicht!
    Ich muß es seit längere Zeit mit "Privatrezept" selbst bezahlen!
    Dank dem AOK Gesundheitsnavigator habe ich die Chance den günstigsten Preis festzustellen!
    Der Preis variirt zwischen "über € 200 / von mir heute bezahlt (nach mal wieder Preis - Reklamation) Der erste Preis ca. € 170 und nach meiner Reklamation ca. € 152
  8. #27

    Preisvergleich Deutschland / Schweden

    Arbeite als Ärztin in Schweden und stelle seit Jahren immer wieder fest, dass das gleiche Medikament in Deutschland gerne dreimal so viel kostet. In Schweden waren die Apotheken bis vor kurzem Staatseigentum, leider hat man sie jetzt privatisiert. Noch halten sich die Preise auf niedrigem Niveau, der Trend ist aber leicht steigend.
    Aktuelle Preise für ein paar Antidepressiva:
    1. Venlafaxin 75mg 100st: 110 SEK=ca. 12,78 Euro
    Venlafaxin 150mg 100st: 139 SEK=ca. 16,15 Euro
    Im SPON-Artikel wird als deutscher Preis, den die Kassen erstatten 92,57 Euro angegeben.
    2. Mirtazapin 30mg 100st: 151,50 SEK=ca. 17,60 Euro
    Mirtazapin 45mg 100st: 99 SEK=ca. 11,50 Euro
    Preis in Deutschland laut SPON: 46,46 Euro
    Unglaublich !
  9. #28

    Oder auch so:

    "Gängige [Medikamentengruppe bitte einsetzen] sind ums Vielfache überteuert." In Deutschland. Ein Land, in dem - wie es der von mir verehrte Georg Schramm einmal sinngemäß sagte - die Pharmalobby praktisch im Kanzleramt wohnt.
  10. #29

    korrekt

    Zitat von Soletan Beitrag anzeigen
    Ein prima Beispiel aus dem Alltag: vor wenigen Jahren gab es ein NaCl-Nasenspray von ratiopharm für unter 2 EUR, das plötzlich verschwand. Fortan gab es die gleiche Kochsalz-Lösung mit Dexpanthenol angereichert, nun für bis zu 5 EUR in der selben Abgabegröße von 20ml. Solche Tricksereien gehören unterbunden. Dazu braucht es aber keine wissenschaftlichen Studien und deren langjährige Auswertung durch kostenintensive ABM für Wissenschaftler.
    Da haben Sie absolut recht, wir sollten uns lieber auf das Bauchgefühl verlassen. Damit kann man sicher fair darüber entscheiden, ob der neue MAB gegen Bronchial-Ca bei Tante Ursel bezahlt werden kann - oder eben nicht. Kostet bestimmt milliarden 3 Statistiker zu bezahlen in dem Laden...