Umstrittene Therapie: Mykayla, 7, kämpft gegen den Krebs - mit Cannabis

AP/ The OregonianMykayla ist sieben Jahre alt, hat Blutkrebs, macht eine Chemotherapie - und schluckt zweimal täglich eine Cannabis-Kapsel. Im US-Bundesstaat Oregon ist das gesetzlich erlaubt, die Eltern stehen hinter der Therapie. Doch der Fall hat in den USA eine stürmische Debatte ausgelöst.

http://www.spiegel.de/gesundheit/dia...-a-871095.html
  1. #1

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Mykayla ist sieben Jahre alt, hat Blutkrebs, macht eine Chemotherapie - und schluckt zweimal täglich eine Cannabis-Kapsel. Im US-Bundesstaat Oregon ist das gesetzlich erlaubt, die Eltern stehen hinter der Therapie. Doch der Fall hat in den USA eine stürmische Debatte ausgelöst.

    Cannabis: Krebs der 7-jährigen Mykayla soll mit Drogen therapiert werden - SPIEGEL ONLINE
    eine schwere Entscheidung, aber ich denke die Eltern haben richtig entschieden. Die Kritiker sollen sich doch bitte mal überlegen was sie tun würden wäre Mykayla ihre Tochter. Im übrigen kann man viele Medikamente auch als Drogen missbrauchen, aber deswegen würde man sie kranken Menschen die sie benötigen weil Krankheiten heilen oder wie in diesem Fall Linderung verschaffen bei den Nebenwirkungen der Chemotherapie nicht vorenthalten.
  2. #2

    doppelmoral

    |Zitat|Und Cannabis habe ihr gegen die Übelkeit bei der Schwangerschaft ihres zweiten Kindes geholfen.|/Zitat| *stutz* öhm... gesunde Embryonen THC auszusetzen ist doch gefährlicher als die Verwendung im Zuge einer Chemo bei Kleinkindern, oder? Man sollte es nicht übertreiben mit dem Zeug. Dennoch: wunderbares Beispiel, warum die aktuelle Gesetzeslage (BtmG in D.) ein Produkt von missinformierender Lobbyarbeit der konservativen Pharmaindustrie ist-
  3. #3

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Mykayla ist sieben Jahre alt, hat Blutkrebs, macht eine Chemotherapie - und schluckt zweimal täglich eine Cannabis-Kapsel. Im US-Bundesstaat Oregon ist das gesetzlich erlaubt, die Eltern stehen hinter der Therapie. Doch der Fall hat in den USA eine stürmische Debatte ausgelöst.

    Cannabis: Krebs der 7-jährigen Mykayla soll mit Drogen therapiert werden - SPIEGEL ONLINE
    Meine Mutter hat sich im Alter von nur 55 Jahren vor ca. 10 Jahren während der Chemo buchstäblich zu Tode gekotzt (was länger dauert, als man als Angehöriger mit ansehen möchte), nachdem die Standardmedikamentierung gegen die Nebenwirkungen der Chemo nicht half. Vermutlich würde Sie heute auch nicht mehr leben, wenn sie gegen die Nebenwirkungen hätte Cannabis nehmen können, aber vielleicht hätte sie wenigstens noch ihre zweite Enkeltochter kennengelernt.

    Voraussichtlich wird jeder dritte, der hier schreibt, irgendwann an Krebs erkranken. Ich hoffe nur, sollte es mich irgendwann erwischen, dass Cannabis dann endlich aus der Schmuddelecke raus ist und medizinisch eingesetzt werden kann.
  4. #4

    Stürmische Debatte

    Ein paar Kinder, die medizinisch begründet Cannabis nehmen sind ein Riesenaufreger während tausende andere täglich Ritalin und Co. schluckenund sich keiner daran stört.

    Aber die leiden ja auch an schlimmen ADHS - nicht nur an Krebs und Ritalin ist ordentliches Medikament und keine Droge.
  5. #5

    Heutige Gesellschaft

    Jaja, gibt ihr doch lieber Milliardenmedikamente der grossen Pharmafirmen, diese sind natürlich absolut ohne Nebenwirkungen... Wenn man nicht alles verteufeln wüde, könnte man seriöse Forschung mit gewissen "Drogen" betreiben, LSD oder MDMA könnten gewinnbringend eingesetzt werden um psychische Krankheiten zu heilen, oder wenigstens Ansätze dazu.
    Aber nein, es sind böse Substanzen und wer sich damit befasst ist automatisch ein Drogenjunkie. Viel Lieber säuft man sich als Politiker einen Bierrausch auf dem Oktoberfest an, als sich mit mächtigen "Drogen" zu befassen.
  6. #6

    nun bin ich gespannt.....

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Mykayla ist sieben Jahre alt, hat Blutkrebs, macht eine Chemotherapie - und schluckt zweimal täglich eine Cannabis-Kapsel. Im US-Bundesstaat Oregon ist das gesetzlich erlaubt, die Eltern stehen hinter der Therapie. Doch der Fall hat in den USA eine stürmische Debatte ausgelöst.

    Cannabis: Krebs der 7-jährigen Mykayla soll mit Drogen therapiert werden - SPIEGEL ONLINE
    ...auf den Ansturm der Cannabis-Gegner und deren Argumentation im Bezug auf diesen Artikel.
    Ich tippe, die meisten schlicht bestreiten, dass die Besserung des Zustands dieses tapferen Mädchens auf die Cannabis-Einnahme zurückzuführen ist, dass es ohne wahrscheinlich sogar noch besser gehen würde und ähnlich hanebüchenes Zeug.

    ich habe an meiner krebskranken Mutter selbst gesehen, wie gut THC geholfen hat. Leider hat sie den Kampf am Ende doch verloren, aber ich bin fest davon überzeugt, dass der Kampf ohne diese wunderbare Substanz noch wesentlich qualvoller gewesen wäre.

    So, nun Ring frei für die Reaktionäre!
  7. #7

    good luck

    ich drücke der tapferen kleinen mykayla und eltern ganz fest die daumen! sie tun in meinen augen genau das richtige. cannabis ist ein großartiges Geschenk der natur und sollte viel mehr therapeutisch eingesetzt werden dürfen. natürlich gibt es mächtige Interessengruppen, die das mit allen mitteln zu verhindern versuchen, mit cannabis lässt sich nämlich nichts groß verdienen, man kann es nicht patentieren, es wächst ja quasi von selbst.
  8. #8

    Zitat von nordschaf Beitrag anzeigen
    Voraussichtlich wird jeder dritte, der hier schreibt, irgendwann an Krebs erkranken. Ich hoffe nur, sollte es mich irgendwann erwischen, dass Cannabis dann endlich aus der Schmuddelecke raus ist und medizinisch eingesetzt werden kann.
    Wenn es für ihre Mutter leider zu spät kommt, aber:
    "Deshalb dürfen seit Mai 2011 auch in Deutschland cannabishaltige Arzneimittel hergestellt und nach klinischer Prüfung in bestimmten Fällen verschrieben werden."
    So steht es im Text.
  9. #9

    Kampf ums Dope

    Die Chemotherapie, die die Kinder mit ALL bekommen, ist nun wirklich kein Zuckerschlecken. Manche Kinder landen vorübergehend sogar im Rollstuhl, weil ihnen unter der Chemo einfach alle Knochen und Muskeln weh tun. Andere bekommen zeitweilig sogar Opiode (Morphium), wenn die Chemo zu stark anspricht. Und dann regen sich andere, die zum Glück kein ALL-krankes Kind haben, über Dope auf? Mykayla soll das ja wahrscheinlich nicht für ihr Leben lang Dope schlucken, sondern vermutlich nur während der gut 6 Monate der besonders intensiven Chemo.

    Das gute an der Chemo-Therapie gegen ALL ist, dass sie den meisten Kindern hilft. Laut aktuellem Krebsatlas der BRD beträgt die 10-Jahres-Überlebensrate der Kinder mit der Leukämie-Unterform ALL 87%. Bei AML, der anderen Leukämie-Form, beträgt die Überlebenswahrscheinlichkeit nur 67%. Dank weiterer Fortschritte (insbesondere das neue Medikament Glivec, das sehr gut gegen die bisher am schwierigsten zu behandelnde Unterform der ALL mit dem so genannten Philadelphia-Chromosom hilft) wird die 15-Jahres-Überlebensrate für Kinder, die heute an ALL erkranken, wahrscheinlich sogar deutlich über 90% liegen.