Gutachten der Uni Köln: Anatomie des Leichenskandals

DPALeichen wurden ungekühlt gelagert, falsch geführt, vergessen: Das anatomische Institut der Uni Köln ging skandalös schlampig mit Körperspenden um - nun liegt ein Gutachten zu den Vorfällen vor. Einzelne Räume versanken demnach schon seit mindestens 20 Jahren im Chaos. Niemand schlug Alarm.

http://www.spiegel.de/unispiegel/stu...-a-871283.html
  1. #1

    Alle bekommen die vollen Beamtenbezüge

    und keiner ist verantwortlich. Da muss man eben mal die Zuständigkeiten von unten nach oben aufknüppern und dann gelangt man an den, der die Verantwortung entwederdelegiert hat (an wen ?) oder das nicht getan hat, dann ist er verantwortlich. Und dann stellt sich die Frage, welche disziplinarischen Maßnahmen folgen müssen. Und dann muss sich auch gefragt werden, welcher politsche Staatsdiener ein entsprechend bezahltes Amt hat und die Zuständigkeit auf oberster Ebene trägt und nicht gemacht hat, um das aufzuarbeiten. Aber im Öffentlichen Dienst geht ja die Hälfte der Arbeitszeit drauf, zu vertuschen und/oder Schuld anderen in die Schuhe zu schieben - da kann man immer mit rechnen, das noch weitere Leichen irgendwo in öffentlichen Kellern liegen !
  2. #2

    Ich will meinen Opa wiederhaben!

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Leichen wurden ungekühlt gelagert, falsch geführt, vergessen: Das anatomische Institut der Uni Köln ging skandalös schlampig mit Körperspenden um - nun liegt ein Gutachten zu den Vorfällen vor. Einzelne Räume versanken demnach schon seit mindestens 20 Jahren im Chaos. Niemand schlug Alarm.

    Anatomie-Skandal um Leichen in Köln: Uni stellt Bericht vor - SPIEGEL ONLINE
    Ein Leben lang für dieses Land erst gekämpft und jahrelang in russischer Gefangenschaft gelebt und dann in Deutschland bis zur Rente gearbeitet. Zum Dank dafür dass er seinen Körper der Wissenschaft gespendet hat, wird dieser weitaus schlechter behandelt wie ein toter Wellensittich.
    Hoffentlich liegt Opa nicht in einer dieser Ramschkisten.
  3. #3

    Zitat von iffel1 Beitrag anzeigen
    Alles Beamte und keiner ist verantwortlich. Da muss man eben mal die Zuständigkeiten von unten nach oben aufknüppern und dann gelangt man an den, der die Verantwortung entwederdelegiert hat (an wen ?) oder das nicht getan hat, dann ist er verantwortlich. Und dann stellt sich die Frage, welche disziplinarischen Maßnahmen folgen müssen. Und dann muss sich auch gefragt werden, welcher politsche Staatsdiener ein entsprechend bezahltes Amt hat und die Zuständigkeit auf oberster Ebene trägt und nicht gemacht hat, um das aufzuarbeiten. Aber im Öffentlichen Dienst geht ja die Hälfte der Arbeitszeit drauf, zu vertuschen und/oder Schuld anderen in die Schuhe zu schieben - da kann man immer mit rechnen, das noch weitere Leichen irgendwo in öffentlichen Kellern liegen !
    Ich weiß nicht, ob Ihnen das bekannt ist, aber in Lehre und Forschung an Universitäten gibt es bis auf die paar Professoren an jedem Institut keine Beamten.
    Im Gegenteil: Die Regel für wissenschaftliche Angestellte an Universitäten ist eigentlich eher, dass die alle nur 1-, 2- oder 3-Jahresverträge haben. Das ist meistens ein reges Kommen und Gehen. Kein Wunder, dass sich dann da bei solchen Zuständen keiner für irgendwas verantwortlich fühlt. Und wenn der Chef dann nix unternimmt, schleift sich das dann halt alles so ein. Das ist aber in jeder Firma auch so. Die Zustände dort scheinen ja schon seit 20 Jahren so zu sein. Wenn da dann alle 3 Jahre die neuen Doktoranden kommen, um die Säle und Labore betreuen sollen und alle älteren Doktoranden bzw. Mitarbeiter sagen "Ach, das haben wir immer schon so gemacht. Da brauchen wir nix ändern.", dann ändert sich auch nix. Die Neuen passen sich halt den alten, schon immer da gewesenen Zuständen an, um erst mal nicht mit den neuen Kollegen anzuecken.
    Normalerweise hätte aber der Chef da mal richtig durchgreifen und dafür sorgen müssen, dass da wieder Ordnung in den Laden kommt. Der ist jetzt nu aber tot, so dass man ihn auch nicht mehr verantwortlich machen kann.
  4. #4

    Zitat von iffel1 Beitrag anzeigen
    Alles Beamte und keiner ist verantwortlich. Da muss man eben mal die Zuständigkeiten von unten nach oben aufknüppern und dann gelangt man an den, der die Verantwortung entwederdelegiert hat (an wen ?) oder das nicht getan hat, dann ist er verantwortlich. Und dann stellt sich die Frage, welche disziplinarischen Maßnahmen folgen müssen. Und dann muss sich auch gefragt werden, welcher politsche Staatsdiener ein entsprechend bezahltes Amt hat und die Zuständigkeit auf oberster Ebene trägt und nicht gemacht hat, um das aufzuarbeiten. Aber im Öffentlichen Dienst geht ja die Hälfte der Arbeitszeit drauf, zu vertuschen und/oder Schuld anderen in die Schuhe zu schieben - da kann man immer mit rechnen, das noch weitere Leichen irgendwo in öffentlichen Kellern liegen !
    Ich weiß nicht, ob Ihnen das bekannt ist, aber in Lehre und Forschung an Universitäten gibt es bis auf die paar Professoren an jedem Institut keine Beamten.
    Im Gegenteil: Die Regel für wissenschaftliche Angestellte an Universitäten ist eigentlich eher, dass die alle nur 1-, 2- oder 3-Jahresverträge haben. Das ist meistens ein reges Kommen und Gehen. Kein Wunder, dass sich dann da bei solchen Zuständen keiner für irgendwas verantwortlich fühlt. Und wenn der Chef dann nix unternimmt, schleift sich das dann halt alles so ein. Das ist aber in jeder Firma auch so. Die Zustände dort scheinen ja schon seit 20 Jahren so zu sein. Wenn da dann alle 3 Jahre die neuen Doktoranden kommen, um die Säle und Labore betreuen sollen und alle älteren Doktoranden bzw. Mitarbeiter sagen "Ach, das haben wir immer schon so gemacht. Da brauchen wir nix ändern.", dann ändert sich auch nix. Die Neuen passen sich halt den alten, schon immer da gewesenen Zuständen an, um erst mal nicht mit den neuen Kollegen anzuecken.
    Normalerweise hätte aber der Chef da mal richtig durchgreifen und dafür sorgen müssen, dass da wieder Ordnung in den Laden kommt. Der ist jetzt nu aber tot, so dass man ihn auch nicht mehr verantwortlich machen kann.
  5. #5

    Und da wundert sich noch einer......

    warum Menschen Ihre Körper, bzw. Organe weder spenden, noch der Forschung zur Verfügung stellen wollen? Fehlt der Universität Personal, oder Kompetenz um die Fachbereiche adäquat zu führen?
  6. #6

    optional

    Gewohnt reißerischer Artikel, leider noch zusätzlich schlecht recherchiert:
    Im Sommersemester findet kein Präparierkurs statt, somit ist es schlicht unmöglich zu dieser Zeit in Eimern schwimmende Gehirne vorzufinden.

    Natürlich darf es nicht zu einem Bestattungsrückstau kommen, doch durch diese Art der Berichterstattung wird den Verstorbenen der letzte Rest ihrer Würde genommen.
  7. #7

    Entschuldigung

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Leichen wurden ungekühlt gelagert, falsch geführt, vergessen: Das anatomische Institut der Uni Köln ging skandalös schlampig mit Körperspenden um - nun liegt ein Gutachten zu den Vorfällen vor. Einzelne Räume versanken demnach schon seit mindestens 20 Jahren im Chaos. Niemand schlug Alarm.
    Anatomie-Skandal um Leichen in Köln: Uni stellt Bericht vor - SPIEGEL ONLINE
    aber wir haben uns doch entschuldigt und jetzt machen wir wie immer weiter........
    so was kann es nur im öffentlichen Dienst geben, wo das Geld vom Konto/Haushaltstopf kommt und jeder genau weiß das er niemals zur Verantwortung gezogen wird (außer er klaut die goldenen Löffel die sein Chef schon geklaut hatte)

    Es ist BESCHÄMEND!
    Nun wird alles auf den toten Prof abgewälzt denn sonst hat ja NIEMAND was mitbekommen! Klar und die Erde ist eine Scheibe!
  8. #8

    @iffel1 -> 5 € ins Phrasenschwein

    Bitte lesen Sie den Artikel und alle dargebotenen links.
    Der Verantwortliche hat seine Schuld eingesehen und dafür gesorgt, keine Beamtenbezüge mehr zu erhalten.
    Für einen Rundumschlag gegen den Öffentlichen Dienst ist das hier das falsche Thema.
    Ich denke die Lehrenden haben ihre eigenen harten Lektionen gelernt und wissen nun, dass sie fehlbar sind.
  9. #9

    Und keine dienst- bzw. strafrechtlichen Konsequenzen?

    Da bleibt einem der Atem weg! Warum gibt es keine Ermittlungen von Behörden außerhalb der Universität, so der Staatsanwaltschaft? Ich bin juristischer Laie, aber selbst mir fallen spontan einige juristische Tatbestände ein, gegen die offenkundig verstoßen wurde. Jeder kleine Lebensmittelladen wird regelmäßig überprüft, ob die geltenden Hygiene-Vorschriften eingehalten werden und hat bei Verstoß dagegen mit strafrechtlichen Folgen zu rechnen, bis hin zur Ladenschließung. Da soll es kein Gesetz oder keine Richtlinie zum Umgang mit Leichen geben? Man stelle sich nur mal vor, solche Zustände fänden sich in einem Beerdingsinstitut, der Laden wäre keinen Tag länger geöffnet. Zu überprüfen wäre, ob dieser Umgang mit den Leichen nicht ein Verstoß im Sinne des § 168 STG Störung der Totenruhe darstellt. Zuletzt gibt es doch auch im öffentlichen Dienst ein Unterstellungsverhältnis, das eine dienstrechtliche Verantwortung für das Handeln bzw. Nicht-Handeln Untergebener begründet. Nach der Darstellung im Artikel ist offensichtlich niemand zuständig bzw. verantwortlich? Da muß man kerngesund sein, das zu schlucken. Ich finde, an dieser Stelle wäre auch die vierte Gewalt im Staat, die Presse, gefordert, solchen Fragen nachzugehen. SPIEGEL-OnLine, übernehmen Sie!