Zum Tode Dave Brubecks: Der Jazz-Integrator

REUTERSEr ließ sich auf alle Stilformen ein - und blieb dabei doch dem Jazz treu: David Brubeck hat mit seiner Energie, seiner Offenheit und seiner Leidenschaft die Menschen begeistert. Seine Werke verkauften sich millionenfach. Jetzt ist Brubeck am Tag vor seinem 92. Geburtstag an Herzversagen gestorben.

http://www.spiegel.de/kultur/musik/j...-a-871244.html
  1. #1

    An Herzversagen gestorben

    Lieber Spiegel, das ist ein schöner Artikel über David Brubeck, doch dass er an Herzversagen gestorben ist, überrascht mich in keiner Weise. Nicht wegen seines Alters, sondern schlicht und ergreifend aufgrund der Tatsache, dass JEDER Mensch aufgrund von Herzversagen stirbt. Wenn das Herz aufhört zu schlagen, tritt kurze Zeit später der klinische Tod ein, und wenn der Mensch nicht wiederbelebt wird, bleibt es auch dabei. Es klingt vielleicht pathetisch, aber richtig wäre: «Einen Tag vor Brubecks 92.Geburtstag hörte sein Herz auf zu schlagen». Oder so, irgendwie. Dieser alte Zopf vom Tod durch Herzversagen gehört endlich abgeschnitten, im Interesse der Sprachpflege, die ja zum Glück noch sehr lebendig ist.
  2. #2

    Rip

    ...für mich unvergessen sein Take Five, da selbst Musicus spele ich es immer wieder gern, heiz den Engeln da oben kräftig ein es gibt dort auch Flügel
  3. #3

    richtig einer der ganz grossen

    Aber seit desmond tot ist war die welt schon ärmer geworden .
  4. #4

    Entwicklung

    Da ist ein Mensch gestorben, der mehrere Stufen über all diesen schmutzigen Politikern. Wie kann ein Mensch so tief sinken, und sich für Macht interessieren.
    Leute wie Dave Brubeck müssten globale Entscheidungen treffen, weil sie einen Sinn für Harmonie haben.
    Farewell
  5. #5

    Ein Quartett besteht immer aus mehr als einer Person...

    Leider führt der übtriebene Starkult fast stets dazu, dass man den größten Teil einer Mannschaft bzw Musikergruppe einfach ignoriert.
    Das Gute an diesem Artikel ist, daß der Autor immerhin Paul Desmond erwähnte, der sicherlich eine SEHR große Bedeutung für den Erfolg des Quartetts hatte und nach der Trennung viele traumhaft gute Platten machte, die es lohnt, zu geniessen.
    Was unter den Tisch fällt, ist der Grund für die Trennung, die wohl darin bestand, daß Brubeck Desmond bei den Urheberrechten stets über den Tisch zog und zum absoluten Hauptprofiteur machte.

    Ich selber konnte die "2 Generations of Brubeck" selber in den 70er Jahren live geniessen, an das Konzert erinnere ich mich noch heute gerne. Es war einfach toll, dieser hochmusikalischen Familie zuzuhören, zu sehen, wieviel SPASS sie beim gemeinsamen Konzert hatten. Dr eimliche Star der Tournee war aber ein Mundharmonikaspieer,der sich "Mad Cat" nannte, es war der beste Harmonikaspieer, den ich je gehört habe...

    Wie dem auch sei - die Tonträger wie "Time out" etc sind absolute Schätze des Jazz. Wer Das Brubeck Quartett gerne hört, sollte sich aber nicht die Chance nehmen, Paul Desmonds Vermächtnis auch einmal anzuhören...
  6. #6

    Blue Rondo

    Perlende Soli, extatische Rhythmen, vielleicht hätte sich WA Mozart in unserer Zeit so anghört. Unvergleichlich die Live-Aufnahme von Blue Rondo a la Turk (Montreux?) auf dem offensichtlich vergriffenen Album "Adventures in Time". Gibts das auf CD? Hat das jemand? Die Vinyl-Version in unserem Familienarchiv ist nahezu unspielbar.
  7. #7

    Ein Quartett besteht immer aus mehr als einer Person...

    Leider führt der übtriebene Starkult fast stets dazu, dass man den größten Teil einer Mannschaft bzw Musikergruppe einfach ignoriert.
    Das Gute an diesem Artikel ist, daß der Autor immerhin Paul Desmond erwähnte, der sicherlich eine SEHR große Bedeutung für den Erfolg des Quartetts hatte und nach der Trennung viele traumhaft gute Platten machte, die es lohnt, zu geniessen.
    Was unter den Tisch fällt, ist der Grund für die Trennung, die wohl darin bestand, daß Brubeck Desmond bei den Urheberrechten stets über den Tisch zog und zum absoluten Hauptprofiteur machte.

    Ich selber konnte die "2 Generations of Brubeck" selber in den 70er Jahren live geniessen, an das Konzert erinnere ich mich noch heute gerne. Es war einfach toll, dieser hochmusikalischen Familie zuzuhören, zu sehen, wieviel SPASS sie beim gemeinsamen Konzert hatten. Dr eimliche Star der Tournee war aber ein Mundharmonikaspieer,der sich "Mad Cat" nannte, es war der beste Harmonikaspieer, den ich je gehört habe...

    Wie dem auch sei - die Tonträger wie "Time out" etc sind absolute Schätze des Jazz. Wer Das Brubeck Quartett gerne hört, sollte sich aber nicht die Chance nehmen, Paul Desmonds Vermächtnis auch einmal anzuhören...
  8. #8

    Es gibt 2nd Hand Seiten

    Zitat von johannes117 Beitrag anzeigen
    Perlende Soli, extatische Rhythmen, vielleicht hätte sich WA Mozart in unserer Zeit so anghört. Unvergleichlich die Live-Aufnahme von Blue Rondo a la Turk (Montreux?) auf dem offensichtlich vergriffenen Album "Adventures in Time". Gibts das auf CD? Hat das jemand? Die Vinyl-Version in unserem Familienarchiv ist nahezu unspielbar.
    Z.B. discogs.com, fünf Sekunden gegoogelt et voila: ;-)

    http://www.discogs.com/Dave-Brubeck-...elease/1154296

    Schöne Grüße
  9. #9

    @ escribella:

    schlicht und ergreifend aufgrund der Tatsache, dass JEDER Mensch aufgrund von Herzversagen stirbt. Wenn das Herz aufhört zu schlagen, tritt kurze Zeit später der klinische Tod ein, und wenn der Mensch nicht wiederbelebt wird, bleibt es auch dabei.
    Wenn Sie es schon genau nehmen wollen, dann bitte richt: Letzt stirbt jeder Mensch an Sauerstoffunterversorgung des Gehirns, denn wenn das Herz aufhört zu schlagen, wird kein Blut und damit kein Sauerstoff mehr in die Organe. Da das Gehirn kaum fünf Minuten ohne O2 auskomt, ist es das erste Organ, das an dieser Unterversorgung stirbt und da es die anderen Organe nun nicht mehr steuern kann, hören diese auf zu funktionieren, noch bevor sie selbst an Sauerstoffmangel sterben könnten.