Marode Bauwerke: Eisenbahnbundesamt stellt Sicherheitsmängel an Brücken fest

DPAJährlich fließen Steuermittel in Milliardenhöhe in das Streckennetz der Bahn, auch um Tausende Brücken in ganz Deutschland instand zu halten. Laut Konzern reicht das Geld nicht aus - und nun stellt auch das Eisenbahn-Bundesamt fest, dass viele Überführungen in schlechtem Zustand sind.

http://www.spiegel.de/reise/aktuell/...-a-871155.html
  1. #1

    optional

    Tja Herr Hofreiter, was soll die DB denn tun? Die Brücken verfallen lassen? So ich den Artikel richtig verstanden habe, wurde in der Vergangenheit weniger ausgegeben als vom Bund zur Verfügung gestellt wurde, da auch ein Teil aus Eigenmittel in die Instandhaltung geflossen ist. Jetzt braucht sie das Geld, dass in der Vergangenheit nicht abgerufen wurde, wo ist also das Problem?
  2. #2

    wieso

    wieso hat die Bahn die Netze und Bauwerke noch mal bekommen?
  3. #3

    In diesem Zusammenhang nochmals ein herzliches Dankeschön an den Präsidenten des Verbandes der Automobilindustrie, der sich für diesen Posten dadurch qualifiziert hat, dass er in seiner Zeit als Bundesverkehrssminister aus der Deutschen Bundesbahn die Bahn AG gemacht hat.

    An jede Brücke und an jede Langsamfahrstelle sollte man ein entsprechendes Schild hängen.
  4. #4

    mir geht die Galle hoch

    anstatt die Gelder,die sie vom Bund und von uns Fahrgästen bekommt für die Instandhaltung auszugeben, hatte die Bahn unter Grube es vorgezogen, 3 Milliarden Euro für den Ankauf von Arriva (inkl. Schuldenübernahme) zu tätigen.
    Ob dabei in Deutschland wegen mangelhafter Wartung/Sanierung Menschenleben in Gefahr waren oder sind, vollkommen egal.
    Menschenverachtung pur.
    Zitat Grube: Cash in the däsh is the name of the game!
  5. #5

    Es gab eine Zeit

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Jährlich fließen Steuermittel in Milliardenhöhe in das Streckennetz der Bahn, auch um Tausende Brücken in ganz Deutschland instand zu halten. Laut Konzern reicht das Geld nicht aus - und nun stellt auch das Eisenbahn-Bundesamt fest, dass viele Überführungen in schlechtem Zustand sind.

    Eisenbahn-Bundesamt stellt Sicherheitsmängel an Brücken fest - SPIEGEL ONLINE
    da wollte die DB das Eisenbahnbundesamt ganz aus der Kontrolle drängen. Das könne man alles selbst besser und billiger.
    Dann hat man alles verkommen lassen und nun schreit man wieder nach dem Amt um noch mehr Geld ab zu schöpfen.
    Das erinnert mich an einen vergangenen real existierenden Sozialismus.
  6. #6

    Fs

    Brückenerhalt ist Aufgabe der DB AG, nicht Bundsaufgabe. Verkehrsminister Ramsauer sagt immer, die DB AG wäre ein eigenständiges Unternehmen. Als solches sollte die DB keine Problem mit der Finanzierung haben: sie braucht nur ein oder mehrere ihrer Auslandsfirmen zu verkaufen. Die bringen sowieso oft nichts ein und kosten genau das Geld, das nicht in den Erhalt der Strecken und Brücken gesteckt wird.
  7. #7

    Bahnnetz

    Auch wenn es abgedroschen klingt, aber das Bahnnetz gehört vollständig in die Hand des Bundes, denn nur so kann eine gleichmässige und vor allem flächendeckende "Substanzerhaltung" gewährleistet werden. Ein Schienennetz kann niemals kostendeckend sein; daher wird ein Unternehmen immer möglichst wenig dort hineinstecken, wo wenig Gewinn zu erzielen ist.Aber für die Bahn ist das Streckennetz ein Vermögen, welches gerne als frei verfügbar angesehen wird. Und das ist das eigentliche Versagen des Eigentümers.
  8. #8

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Jährlich fließen Steuermittel in Milliardenhöhe in das Streckennetz der Bahn, auch um Tausende Brücken in ganz Deutschland instand zu halten. Laut Konzern reicht das Geld nicht aus - und nun stellt auch das Eisenbahn-Bundesamt fest, dass viele Überführungen in schlechtem Zustand sind.
    Das lässt nur folgenden Schluss zu: wir haben ein Eisenbahnnetz, welches wir uns nicht leisten können! Als man u. a. die Brücken für den Betrieb gebaut hat, war z. B. Stahl recht preiswert zu bekommen. Dann hat man auf Verschleiß gefahren und wundert sich nun, dass die Brücken saniert werden müssen - obwohl dies die logische Konsequenz ist. Etwas mehr Weitsicht hätte man von den Verantwortlichen erwarten dürfen.
  9. #9

    Zitat von akkarin Beitrag anzeigen
    Auch wenn es abgedroschen klingt, aber das Bahnnetz gehört vollständig in die Hand des Bundes, denn nur so kann eine gleichmässige und vor allem flächendeckende "Substanzerhaltung" gewährleistet werden. Ein Schienennetz kann niemals kostendeckend sein; daher wird ein Unternehmen immer möglichst wenig dort hineinstecken, wo wenig Gewinn zu erzielen ist.Aber für die Bahn ist das Streckennetz ein Vermögen, welches gerne als frei verfügbar angesehen wird. Und das ist das eigentliche Versagen des Eigentümers.
    Meinen Sie, es wäre mit dem Bund als Eigentümer besser? Sind denn die Autobahn und Bundesstraßenbrücken, die ja in der Hand des Bundes sind, alle in Top-Zustand?
    Oder vielleicht doch nicht?