Interview mit Peter Bofinger: "Die Deutschen sparen sich zu Tode"

CorbisDie anhaltenden Niedrigzinsen werden zur Bedrohung für die Altersvorsorge. Ob Lebensversicherung oder Sparbrief - die meisten Anlagen werfen kaum mehr etwas ab. Die Deutschen sparen einfach zu viel, meint der Ökonom Peter Bofinger - und plädiert für ein Comeback der staatlichen Rentenversicherung.

http://www.spiegel.de/wirtschaft/soz...-a-871166.html
  1. #1

    Hungerkanzler

    "Die Deutschen sparen sich zu Tode"
    Mit ein paar Blicken in ein Geschichtsbuch - Stichwort "Hungerkanzler Heinrich Brüning" - käme man zur selben Erkenntnis wie Her Bofinger.
  2. #2

    Bofingers Küchenökonomie

    was soll man dazu sagen: "...es wird zumindest so wahrgenommen, dass es weniger sichere Schuldner gibt". Mit dieser Aussage würde er durch jede Bachelorarbeit fallen. Herr Bofinger, das wird nicht nur so wahrgenommen, sondern das ist durch ökonomische Fakten belegt. Dass der Spiegel diesen tendenziell ausgerichteten Ökonomen immer noch befragt, ist nur durch die Zugehörigkeit zum rot-grünen Biotop zu erklären.
  3. #3

    Es stimmt, es wird zu viel gespart. Allerdings weiß ich nicht, wie man das ändern kann, wenn es schon keine Zinsen mehr gibt und trotzdem so viel gespart wird. Das ist aber auch darauf zurückzuführen, dass den Bürgern Angst gemacht wird, ohne eigene Vorsorge im Alter arm zu sein. Dabei ist wahrscheinlich, dass sie in Altersarmut fallen, ob sie sparen oder nicht.

    Der Konsum setzt sich volkswirtschaftlich aus privatem und staatlichem Konsum zusammen. Alternative bei zu starkem privaten Sparen ist verstärkte staatliche Ausgabe, in Investitionen, aber auch in Konsum. Die Schuldenbremse ist typisch deutsch und volkswirtschaftlich schädlich, darüber hinaus politisch unsinnig, denn wir müssen ohnehin die Schulden des Restes von Europa übernehmen. Wer da spart, ist bescheuert. Also weg mit der Schuldenbremse, massive Steigerung der staatlichen Ausgaben für eine gute Gegenwart und gute Zukunft.
  4. #4

    Was hat der einzelne Selbstständige...

    ...davon, wenn er - sagen wir nach 20 Jahren der Selbstständigkeit - gezwungen wird, Beiträge in die gesetzliche Rentenversicherung einzuzahlen?

    Selbst wenn er das dann noch 20 Jahre lang macht, bekommt er doch hinterher nichts raus...
  5. #5

    Soso

    Schuldentilgungspakt für Europa... und denen soll ich mein Geld geben?
    Vorher versauf ichs!
  6. #6

    zu zwingen...

    absolutes No Go!
  7. #7

    Paralleluniversum

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Die anhaltenden Niedrigzinsen werden zur Bedrohung für die Altersvorsorge. Ob Lebensversicherung oder Sparbrief - die meisten Anlagen werfen kaum mehr etwas ab. Die Deutschen sparen einfach zu viel, meint der Ökonom Peter Bofinger - und plädiert für ein Comeback der staatlichen Rentenversicherung.

    Interview mit Peter Bofinger: "Die Deutschen Sparen sich zu Tode" - SPIEGEL ONLINE
    Keine Ahnung in welchem Paralleluniversum Peter Bofinger lebt, aber alle Leute die ich kenne hauen ihr Geld auf den Kopf. Ebeben weil es keine Zinsen gibt und weil keiner mehr dem Euro traut wird gekauft bis die Schwarte kracht.
  8. #8

    Ist doch ganz einfach

    Man lege seine Geld in langweiligen Aktien an.

    Nahrung, Energie und Telekominaktion (DAX/Defensive Titel)
    Die bringen zur Zeit locker 5 %, bei stagnierenden Kursen (daher langweilig)
    Und wenn diese DAX-Titel wirklich kaputt gehen sollten, nützt uns auch unsere Währung (egal welche) und die staatl. Rentenverischerung (30 % jetzt schon Öko-Steuergestützt(ansonsten insolvent)) auch nichts mehr.

    Ergo kein erhöhtes Risiko
  9. #9

    Bofinger!

    Klassische Beamtenargumentation. Geld fällt herunter, aufsammeln. Wettbewerb? Leistung? Bei uns Beamten gibt es das nicht!