Streit ums Leistungsschutzrecht: Lammert empört sich über Google-Kampagne

DPAIn der Politik wächst die Wut auf Googles Anzeigenkampagne. Weil die Suchmaschine den Druck auf Abgeordnete im Streit ums Leistungsschutzrecht stetig erhöht, meldet sich nun Bundestagspräsident Norbert Lammert zu Wort. Er spricht von einer dreisten Initiative.

http://www.spiegel.de/politik/deutsc...-a-871168.html
  1. #1

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    In der Politik wächst die Wut auf Googles Anzeigenkampagne. Weil die Suchmaschine den Druck auf Abgeordnete im Streit ums Leistungsschutzrecht stetig erhöht, meldet sich nun Bundestagspräsident Norbert Lammert zu Wort. Er spricht von einer dreisten Initiative.

    Lammert kritisiert Google-Kampagne zum Leistungsschutzrecht - SPIEGEL ONLINE
    Das ist ja auch gemein, da macht jemand Lobbyarbeit ohne mit einem Koffer voll Geld anzukommen.

    Die haben schon ziemlich abgehoben, da in Berlin.
  2. #2

    Persönlicher Widerspruch ist ja auch eine Frechheit!

    Klar, dass die Regierungspolitiker und ihre Fraktionsmitglieder sich empören!
    Es ist ja wohl auch total dreist, dass jeder Abgeordnete direkt angesprochen wird, sich informieren soll, sein Handeln begründen soll, und auf seine Verantwortung und die Folgen seiner Entscheidungen hingewiesen werden soll. So enger Kontakt zum Wahlvolk ist einfach ungehörig!
    Und wenn Frau Aigner vom "Höhepunkt der Zeitungskrise" erzählt, zeigt sie deutlich, dass sie keine Ahnung hat. Der Höhepunkt ist noch lange nicht erreicht, der kommt erst noch. Das Leistungsschutzrecht wird keinen Einfluss darauf haben, ob und welche Medienkonzerne und Zeitungen überleben.
  3. #3

    Macht nichts...

    ...ich finde die meisten modernen Gesetzesvorhaben ja auch dreist.
  4. #4

    Nicht schon wieder.

    Hoffentlich wird das Leistungsschutzrecht bald eingeführt, damit dieses Thema endlich vom Tisch ist.

    Den Zeitungsredaktionen empfehle ich einen Blick auf Google Adwords, damit Sie ungefähr einschätzen können, was es kosten wird, künftig gefunden zu werden. Kann nicht schaden, sich schon mal mit der Arbeitsweise vertraut machen, um einen Vorsprung vor der Konkurrenz zu haben.

    SEO wird ja nichts bringen, wenn Suchmaschinen sowieso nur noch einen Link anzeigen dürfen.
  5. #5

    Es ist schon peinlich ...

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    In der Politik wächst die Wut auf Googles Anzeigenkampagne. Weil die Suchmaschine den Druck auf Abgeordnete im Streit ums Leistungsschutzrecht stetig erhöht, meldet sich nun Bundestagspräsident Norbert Lammert zu Wort. Er spricht von einer dreisten Initiative.

    Lammert kritisiert Google-Kampagne zum Leistungsschutzrecht - SPIEGEL ONLINE
    Es ist schon peinlich, wenn ein Bundestagspräsident sich darüber empört, daß so eine kleine Datei wie 'robots.txt' durch ein Gesetz ersetzt werden soll.

    Aber was will man von diesen Wackel-Dackel-Abnickern auch anderes erwarten ?
    Sachverstand bestimmt NICHT !
  6. #6

    völlig in Ordnung

    Was Google da macht. Lammert sollte sich über andere Dinge erregen und die Verleger und Google an einen Tisch bringen da diese voneinander abhängig sind. Demokratie kann ganz schön nerven und das bekommt der Herr jetzt mal mit!.
  7. #7

    Nur mal so am Rande:
    Wieviel verdient google nochmal durch das anzeigenfreie google news?
  8. #8

    Herr Lammert ...

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    In der Politik wächst die Wut auf Googles Anzeigenkampagne. Weil die Suchmaschine den Druck auf Abgeordnete im Streit ums Leistungsschutzrecht stetig erhöht, meldet sich nun Bundestagspräsident Norbert Lammert zu Wort. Er spricht von einer dreisten Initiative.

    Lammert kritisiert Google-Kampagne zum Leistungsschutzrecht - SPIEGEL ONLINE
    Herr Lammert sollte sich mindestens ebenso empört darüber zeigen, daß seine Damen und Herren Kollegen aus dem Bundestag sich z.T. weigern, öffentlich gestellte Fragen auch ebenso öffentlich zu beantworten.

    Hübsch zu beobachten auf abgeordnetenwatch.de.
  9. #9

    optional

    Klingt für mich nach ganz einfach nach Lobbyarbeit nur mit anderen Methoden. Statt einen Lobbyisten zu einem Bundestagsabgeordneten zu schicken, am Besten mit einem gefüllten Geldkoffer, wird hier eben Volkes Stimme mobilisiert. Es ist allerdings bedenkswert, wenn sich ein Bundestagspräsident mehr über eine solche Art der Einflussnahme beschwert, als über Korruption und Hinterzimmergesprächen! Darüber sollte man sich viel eher aufregen. Warum man das wohl nicht tut?

    Ebenso bedenkswert finde ich das Verhalten der Presse. An Googles Kampagne wird nicht mit Kritik gespart. Das ist auch ein gutes Recht und in einer Demokratie notwendig. Aber warum gibt es andererseits so gut wie keine Kritik am Leistunsschutzrecht? Warum wird da nicht auch mal etwas mehr hinterfragt?

    So sieht guter Journalismus für mich jedenfalls nicht aus. Guter Journalismus muss ehrlich sein und auch mal bereit sein ins eigene Fleisch zu schneiden. Bei diesem Thema unterwirft sich der Journalismus aber lediglich Geld interessieren. Wer braucht so eine Presse? Fragt euch das mal selbst.