Netanjahu in Berlin: Merkels schwieriger Partner

AFPKrach um die jüdischen Siedlungen, Verstimmung nach dem Uno-Beschluss: Es knirscht in den Beziehungen zwischen Deutschland und Israel. Nun empfängt Kanzlerin Merkel den israelischen Premier Netanjahu. Berlin ringt um seinen Einfluss auf die Politik in Jerusalem - ein schwieriger Balanceakt.

http://www.spiegel.de/politik/deutsc...-a-870854.html
  1. #1

    ...

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Krach um die jüdischen Siedlungen, Verstimmung nach dem Uno-Beschluss: Es knirscht in den Beziehungen zwischen Deutschland und Israel. Nun empfängt Kanzlerin Merkel den israelischen Premier Netanjahu. Berlin ringt um seinen Einfluss auf die Politik in Jerusalem - ein schwieriger Balanceakt.

    Deutsch-israelische Konsultationen in Berlin: Netanjahu besucht Merkel - SPIEGEL ONLINE
    Israel nimmt kostenlose U-Boote an. Israel begeht völkerrechtlich mehr als fragliche Taten. Israel erdreistet sich, souveräne Länder für deren Abstimmungsverhalten in der UN zu rügen. Etc. etc. etc.

    Wer glauben die eigentlich, wer sie sind? Und so wollen diese Politiker auch noch mit offenen Armen empfangen werden?
    Ich an Frau Merkels Stelle, hätte Herrn Netanjahu wieder ausgeladen.
    Irgendwer muss endlich einmal anfangen, der israelischen Regierung Grenzen aufzuzeigen.
  2. #2

    Siedlungspolitik ist falsch

    Netanjahu und seine Anhänger sollten endlich einsehen, dass ihre Siedlungspolitik jede Friedens-Chance im nahen Osten zunichte macht. Er schadet letztendlich Israel selbst, weil damit der jetzige Unfriedens-Zustand zementiert wird, in dem 8 Millionen Israelis inmitten von 150 Millionen ihnen feindlich gesinnten Arabern leben müssen. Das kann auf die Dauer nicht gut gehen, auch nicht mit der kostenspieligen israelischen Militär-Übermacht und der Hilfe der USA. Nur ein Ausgleich und Frieden mit den Nachbarn kann auf Dauer das Überleben der Israelis in Palästina sicher stellen.
  3. #3

    Den offenen Bruch...

    ...sollte Berlin auch nicht suchen. Israel ist unser Freund, und das ist gut so. Das bedeutet aber nicht, dass man Freunden nicht offene Worte sagen könnte/sollte. Glücklicher Weise wird das von vielen Israelis auch so gesehen, vergleiche die jüngste Berichterstattung hier auf SpOn zur "Zerissenheit" der Israelis bezüglich des Erfolgs der Palestinenser vor der UNO. Bleibt zu hoffen, dass es irgendwann gelingt, dauerhaften Frieden in der Region zu schaffen. Ich befürworte die Zweistaatenlösung. Es muss endlich Schluss sein mit diesem (von beiden Seiten mit völkerrechtswidrigen Mitteln geführten) Konflikt. Es sind die "einfachen" Menschen, Israelis wie Palestinenser, die leiden.
  4. #4

    alles wie gehabt

    Hier im forum wurde schonmal diskutiert, dass Netanjahu keine Zeit damit verschwendet, sich die Meinung Andersdenkender anzuhören.

    Insofern spielt es keine Rolle, ob das Verhältnis "offen" also angespannt ist - ausser es geht ums Geld.
  5. #5

    Maschinenschlosser

    Merkels schwieriger Partner (Netanjahu) oder treffender, Netanjahus einfacher Partner (Merkel). Ich habe viel Sympathie fuer das israelische Volk aber absolut keine Sympathie fuer Netanjahus Politik.
  6. #6

    wer die sind?

    Zitat von deus-Lo-vult Beitrag anzeigen
    Israel nimmt kostenlose U-Boote an. Israel begeht völkerrechtlich mehr als fragliche Taten. Israel erdreistet sich, souveräne Länder für deren Abstimmungsverhalten in der UN zu rügen. Etc. etc. etc.

    Wer glauben die eigentlich, wer sie sind? Und so wollen diese Politiker auch noch mit offenen Armen empfangen werden?
    Ich an Frau Merkels Stelle, hätte Herrn Netanjahu wieder ausgeladen.
    Irgendwer muss endlich einmal anfangen, der israelischen Regierung Grenzen aufzuzeigen.
    die glauben eben dass sie auserwählt sind. drum ist es ihnen auch
    egal ob sie in der beliebtheitsskala auf einer stufe stehen mit
    nordkorea und pakistan. wenn man sich als herr fühlt und andere
    als knechte sieht, verhält man sich eben so.
  7. #7

    optional

    @blechteller
    Ich kann nicht nachvollziehen, wieso sich Israel für ein Herrenvolk halten sollte und deswegen überreagiert. Meiner Meinung nach reagiert Israel oft sehr radikal weil es von Radikalen umgeben ist und radikal behandelt wird, seit es den Staat gibt. Im Übrigen frage ich mich, was für ein komischer Ministaat das künftige Palästina wohl sein soll. Die sog. "Palästinenser" wären doch besser bedient, wenn sie in andere Staaten aus dem ehemaligen Landstrich Palästina, z.B. Jordanien, aufgenommen werden würden.
  8. #8

    Zitat von blechteller Beitrag anzeigen
    die glauben eben dass sie auserwählt sind. drum ist es ihnen auch
    egal ob sie in der beliebtheitsskala auf einer stufe stehen mit
    nordkorea und pakistan. wenn man sich als herr fühlt und andere
    als knechte sieht, verhält man sich eben so.
    Und wenn man alles schön einseitig sieht, dann kommen eben solche "geistreichen" Kommentare wie Ihrer bei raus.

    Würden die Araber ganz klar und eindeutig das Existenzsrecht Israels anerkennen, dann würde es auch Fortschritte geben. Wie sowas funktionieren kann, haben einst Sadat und Begin bestens bewiesen.

    Für Israeal geht es stets um die Existenz, das vergessen hier viele, weil sie nicht nachvollziehen können wie das ist, ständig von Terroranschlägen jeglicher Art bedroht zu sein.

    Und auch Palästina gibt immer wieder Anlaß. Wer eine Terrorparei zur Mehrheit verhilft und von dessen Land auch immer mal wieder Raketen abgeschossen werden, darf sich nicht wundern.

    Die Enthaltung Deutschlands halte ich für einen großen Fehler!
  9. #9

    ... jeder darf Siedlungen bauen! ....

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Krach um die jüdischen Siedlungen, Verstimmung nach dem Uno-Beschluss: Es knirscht in den Beziehungen zwischen Deutschland und Israel. Nun empfängt Kanzlerin Merkel den israelischen Premier Netanjahu. Berlin ringt um seinen Einfluss auf die Politik in Jerusalem - ein schwieriger Balanceakt.

    Deutsch-israelische Konsultationen in Berlin: Netanjahu besucht Merkel - SPIEGEL ONLINE
    Oder bauen die Russen und Polen etwa keine in Kaliningrad oder
    Posen?